Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Georg Keuschnigg
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum  ? Oktober 1989
Kategorisierung Winfried Hofinger; 1989

Zum Fünfzigsten

Seit ich ihn kenne, sorgt Winfried Hofinger in seiner Dienststelle und weit darüber hinaus über Farbe und Bewegung. Am vergangenen Donnerstag konnte der Forstreferent der Landeslandwirt-schaftskammer in bester Gesundheit die Vollendung des fünfzigsten Lebensjahres feiern. Gerade diese Zeitung, für die er seit mehr als 20 Jahren neben Fachbeiträgen eine Vielzahl von politischen Kommentaren verfaßt hat, möchte ihm dazu auf das herzlichste gratulieren. Es gibt nicht so viele Bürger in Tirol, die so wie er um das öffentliche Wohl ringen: Engagiert, standfest und unerschrocken.

Oberlandwirtschaftsrat Dipl.-Ing. Winfried Hofinger wurde am 5. Oktober 1939 in Kitzbühel geboren. Nach der Volks- und Mittelschule studierte er vier Semester an der Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck, bevor er an der Hochschule für Bodenkultur die Fachrichtung Forstwirtschaft belegte. In der Hochschülerschaft holte er sich die ersten Erfahrungen für seine später sehr ausgeprägte öffentliche Tätigkeit. Im Juli 1966 stellte Kammeramtsdirektor Dr. Alois Partl den mit Frau Christine Jungverheirateten Diplomingenieur als Pressereferenten an.

13 Jahre lang, davon mehrere Jahre als Sekretär des Kammeramtes, bemühte sich Hofinger sehr erfolgreich, der Öffentlichkeit ein zeitgemäßes Bild der Landwirtschaft zu vermitteln. In dieser Zeit lernte er den Umgang mit den Medien perfekt zu beherrschen; ein Kapitel, das ihm auch heute noch immer wieder zustatten kommt. Den Funktionären der damaligen Zeit ist er als Herausgeber und Verfasser des "Informierten Funktionärs" bekannt, der sie laufend mit ausgesuchten Informationen auf hohem Niveau versorgte. 1979 übernahm er das Forstreferat und die Einforstungsgenossenschaft. Sein soziales Gewissen, seine Empfindsamkeit für die Sorgen seiner Umgebung ließen Winfried Hofinger stets über den Beruf hinaus wirksam werden, sei es als Landesobmann der Elternvereine, als Vorstandsmitglied des Drogenzentrums KIT,oder als Vorsitzender des Naturschutzbeirates. Winfried Hofinger, Vater von drei Kindern, hat es sich und seiner Umgebung nie einfach gemacht. Er war und ist ein Kämpfer, kein Zuschauer. Faule Kompromisse und Lauheit sind so ungefähr das Letzte, was er verträgt. Er ist kein Taktierer, sondern ein ehrlich Bemühter, dem das Wohlergehen der ihm persönlich und beruflich nahestehenden Menschen und ihrer Umwelt ein oft drückendes Anliegen ist.

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