Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum 10. März 1994
Kategorisierung Reinhold Stecher; FPÖ; 1994

Wahlempfehlung

Es habe, so beklagte sich Generalsekretär M., Bischof Stecher nur deshalb keine Wahlempfehlung für die Freiheitlichen abgegeben, weil er bei der derselben CV-Verbindung ist wie Wendelin Weingartner. (Ganz anders Kurt Krenn, dessen Vater dem Führer zuliebe mit seiner ganzen Familie aus der Kirche ausgetreten ist: Die ÖVP sei vom Liberalismus angekränkelt; die FPÖ dagegen nähere sich immer mehr der Kirche ...)

Meischberger irrt, wenn er behauptet, daß Bischof Stecher keine Wahlempfehlung abgegeben hat. In seinem heurigen Fastenhirtenbrief - der viel akuteller ist als das Krenn-Interview vom Spätherbst für eine italienische Zeitung - sagte Stecher wörtlich: "Manchen ist nicht wohl, wenn sie nicht jeden Tag eine Fuhre Jauche auf die Wiesen der Öffentlichkeit fahren können. Was soll da noch wachsen? Natürlich lebt eine Demokratie von der Kritik. Demokratische Autoritäten benötigen Kontrolle, aber sie brauchen auch ein Mindestmaß an Respekt... Denn als Alternative wartet ja nur die Diktatur, die Herrschaft der großen Sprüchemacher und Gewaltmenschen." - Wenn das keine eindeutige Wahlempfehlung ist?

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