Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung  ?
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum 22. Februar 2001
Kategorisierung Alkohol; Drogen und Sucht; 2001

Unsinniger

Es ist das ein Thema, das für den heutigen Donnerstag und die folgenden feuchtfröhlichen Tage bis zum Aschermittwoch passt: Der Umgang unserer Gesellschaft mit der legalen Droge Alkohol. Wer sie gar nicht konsumieren will, ja, es gibt so Käuze, der muss sich dauernd rechtfertigen. Warum eigentlich? Sollten nicht eigentlich wir Gebraucher dieser Droge erklären müssen, warum wir sie so unbekümmert nehmen?

Die Aufregung um den Drogengebrauch zweier Schüler in Stams war verständlich. Ob ihre zwangsweise Entfernung deshalb, weil sie gefehlt haben, der richtige Weg ist, darf hinterfragt werden. Ob das nicht eigentlich das Eingeständnis von Versagen auch der Schule ist? Hätten sich die zwei am Wochenende einen Festrausch mit Alkohol, Tabletten und Zigaretten gegeben, es hätte kein Mensch ein Aufsehen darum gemacht. Das passiert schließlich in Innsbruck bei jedem Schulball. In Kitzbühel und St. Anton wurde die Nächte durchgesoffen. Beklagt wurde dabei in erster Linie die damit einhergehende Verschmutzung. Die Umsätze stimmten schon.

Kein Wort zugunsten der illegalen Drogen. Wir brauchen sie schon deshalb nicht, weil uns die legalen so viele Schwierigkeiten machen. Besonders peinlich war es, wie oft und wie ausdauernd dem russischen Präsidenten Tiroler Schnäpse aufgedrängt wurden. Er weiß doch noch von seinem Vorgänger, wohin der Missbrauch scharfer Wässerchen (russisch: Wodka) führen kann.

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