Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Jagd in Tirol
Texttyp Leserbrief
Erscheinungsdatum Ende 1993
Kategorisierung Jagd; 1993
Anmerkung des Herausgebers bezieht sich auch auf Autonarren

War ja eigentlich schon überfällig, daß sich Jagd in Tirol" wieder einmal mit mir anlegt. Und sei es auch nur, daß man mich gerne zum Überbringer von Botschaften an den neuen LH sehen würde. Nur: Welche Botschaften das genau wären, das ist aus den "Hochsitzgedanken" nicht klar ersichtlich. Daß es beim M.-Biken um mehr geht als um ein gutes Geschäft für einen Versicherungsmakler (so LJM Dr. Wieser vor der österr. Forstkonferenz 1992 im Innsbrucker Landhaus) — das habe ich W. W. zur selben Zeit unter vier Augen gesagt. Es handle sich da, wagte ich zu sagen, auch darum, wie man es mit dem Eigentum und seiner Unversehrtheit ganz grundsätzlich halte. An den Folgen dieser anmaßenden Belehrung trage ich bis heute: Im Sommer 1993 hat W. W. meine Anmerkungen zur mangelnden Förderung des Holzheizens durch das Land vor 30 Zeugen unter anderem damit abgeschmettert, daß man über meine Einstellung zu den M.-Bikern ja Bescheid wisse . . . Die zweite Botschaft, die ich überbringen sollte, lautet doch wohl: Man sollte den Forstbeamten nicht alles glauben. In der Politik wie in der öffentlichen Verwaltung hat der "Glaube" wenig zu suchen. Da soll man nach belegbaren Fakten Ausschau halten. Daß die Statistik eine besonders hinterhältige Form der Lüge sei — dieser Satz wird auch dann nicht besser, wenn ihn der LJM noch öfter gebraucht als bisher. In den Naturwissenschaften — und auch die Forstwirtschaft ist eine — kann anders als mit Zahlen und Statistiken nicht gearbeitet werden. Man kann natürlich mit Statistiken lügen, dann lügt aber nicht die Statistik, sondern man. Alle Daten belegen, daß es dem Wald nicht gut geht. Wer die bedrohliche Entmischung des Gebirgswaldes als Folge des überhöh ten Wildstandes in vielen Landesteilen leugnet, kann mich nicht als Briefträger mißbrauchen. Es grüßt freundlich

Dipl-lng. Winfried Hofinger

Anmerkung der Redaktion: Entgegen den vorstehenden Behauptungen muß klargestellt werden, daß es wohl eher Dipl.-lng. Hofinger war, der sich mit "Jagd in Tirol" anlegen (um in seinem Jargon zu bleiben) wollte. Er kommentiert nämlich in der "Tiroler Bauernzeitung vom 14. Oktober 1993 einen Bericht über den Tod des steirischen Landesjägermeisters folgendermaßen: "Wenn der Besitzer eines Sportwagens bei regennasser Fahrbahn mit 240 km/h auf der Autobahn verunglückt, kann man nicht von einem tragischen Tod' (Jagd in Tirol, Oktober 1993) sprechen. Höchstens bei seinem Beifahrer" "Jagd in Tirol" mit dem Beitrag des "bergwichtes" ist hingegen erst am 8. November 1993 erschienen!


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