Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum Sommer 2001
Kategorisierung Udo Proksch; SPÖ; 2001

Udo Proksch

Der kleine Udo hat es in keiner Schule lange ausgehalten. Zuletzt versuchte er es mit der ganz neuen Schule in Seefeld, die später nach Raumberg übersiedeln sollte. Weil er ein paar Wochen mit Weber und Partl, mit Pühringer und Schermer in die Schule ging, nannte sich Udo Proksch ungeprüft "Schweinezüchter" - eine Beleidigung für jeden Fachmann auf diesem Gebiet. Der eigentliche Kern der Sache Proksch besteht darin, dass Spitzenfunktionäre der Politik und der Justiz ihre Freundschaft zu diesem Mann jahrelang höher bewertet haben als die Werte des Rechtsstaates. Weisungen aller Art sollten verhindern, dass ihr Spezi zur Verantwortung gezogen würde. Erst als das Wrack des von Proksch mit ein paar Matrosen versenkten Schiffes an der tiefsten Stelle des Stillen Ozeans geortet wurde, gab man klein bei. Jetzt, da er als Mörder überführt war ... Aber schon lange vorher war klar, dass Amtsmissbrauch begangen, Freunderlwirtschaft gepflogen und Unterdrückung von Beweisen stattgefunden hatte. Für die Sozialisten war das alles nicht nur ein Schock, sondern hoffentlich eine Lehre. Ihre vorher immer wieder geäußerte Meinung, dass es Skandale nur bei den anderen gibt, war nicht länger haltbar. Es ist das alles nicht nur ein Skandal Gratz, Blecha, Ofner und Co. Nicht zu vergessen die Rolle der Presse. Für Justizminister Ofner war die Suppe, der Mord an sechs Seeleuten, "zu dünn". Für Hans Pretterebner und Gerald Freihofner nicht. In jedem Kulturstaat würden sie die höchste Auszeichnung des Landes bekommen. Nicht so bei uns.

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