Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Tiroler Wald VII: Holzproduktion vorantreiben

Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Artikelserie
Erscheinungsdatum September 1995
Kategorisierung Wald; 1995
Guten Gewissens Holz verwenden

Diese sommerliche Serie über den Tiroler Wald war eigentlich eine aufbereitete Kurzfassung des dem Landtag vorgelegten Berichtes über den Zustand des Tiroler Waldes. Wer die bisherigen sechs Beiträge gelesen hat, wird verwundert festgestellt haben, daß über die nachhaltige Ernte des Rohstoffes Holz - aus der Sicht seines Besitzers der, Hauptzweck seines Waldes - darin fast nichts zu lesen war. In der öffentlichen Diskussion um den Wald ist davon auch wenig die Rede. Das hat zur Folge, daß auch interessierte Mitbürger über Wildschäden, Borkenkäfer und Schwammerlsuchen sehr wohl Bescheid wissen. Sagt man ihnen, daß der Wald gebietsweise geschädigt, aber gebietsweise auch kerngesund ist; daß die Waldflächenbilanz im Land hochaktiv ist; daß aus unseren Wäldern laufend weniger geerntet wird, als zuwächst - dann herrscht meist großes Erstaunen. Ja, es wird einem fast nicht geglaubt. Die ziemlich teure Werbung von ProHolz wurde gestartet, um diesen Irrmeinungen abzuhelfen und dem Städter sein schlechtes Gewissen zu nehmen, wenn er Holz als Baustoff oder als Brennstoff verwendet. Oder wenn er sich einen Christbaum kauft. Den Lesern dieser Zeitung muß man das alles nicht sagen. Sofern sie Waldbesitzer sind, plagt sie vielleicht das schlechte Gewissen, wenn sie die Einkommenschance Wald nicht so nützen, wie das die Vorräte und die Zuwächse leicht zulassen würden. Manchmal ist die Arbeitsbelastung durch einen großen Betrieb oder durch einen Nebenerwerb so groß, daß für den Wald keine Energie und keine Zeit mehr bleibt. Das Ideal wäre der Waldbesitzer, der um seinen Wald weiß und der darin für Umsätze und für jenes Einkommen sorgt, das er wo anders zumeist nicht so leicht findet.


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