Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

Wechseln zu: Navigation, Suche

Tiroler Wald VI: Landschaftsdienst

Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Artikelserie
Erscheinungsdatum August 1995
Kategorisierung Wald; 1995
In Zeiten, da man im Land noch nicht laufend Posten sparte, sondern für neue Aufgaben junge Leute eingestellt hat, wurde von Alois Partl und Herbert Scheiring der Landschaftsdienst geschaffen. Die Zentrale ist im Haus der Haller BFI untergebracht, Mitarbeiter gibt es im Oberland, im Unterland und in Osttirol. Es sind dort Forstleute tätig, obwohl vieles von dem, was sie erledigen, mit ihrer Ausbildung nur sehr am Rande zu tun hat. Es wurden Wanderwege, Radwege, Spielplätze, Forstmeilen und Naturlehrpfade eigerichtet. Pro Jahr werden an die 30.000 Bäume gepflanzt. Immer mehr tritt der Landschaftsdienst als Berater, Anreger und Vermittler auf - weniger selbst als Projektbetreiber.

So z. B. bei der Hängebrücke über die Pitzenklamm: Hier war ein Kanalführung über eine tiefe Klamm des Pitztales geplant, um sich in Zukunft den teuren Pumpenbetrieb zu ersparen. Der Landschaftsdienst bekam davon Wind; er schlug vor, eine Fußgängerbrücke zu bauen, wodurch die bisher durch die Schlucht getrennten Ortsteile und auch die Wanderwege auf beiden Seiten miteinander verbunden wurden; damit war es möglich, von der Raumordnung Geld zu bekommen. In die Brücke wird ein Kabel der Post, das bisher frei in der Landschaft hing, eingebaut.

In den letzten 25 Jahren hat der Landschaftsdienst 49 Natur- und Wanderlehrpfade errichtet und zum Teil auch erhalten übernommen. Nicht immer haben die Besucher diese Einrichtungen zur Freude der Erbauer genützt. Nun hat man erstmalig, für das südöstliche Mittelgebirge bei Innsbruck, einen Natur- und Kulturführer herausgegeben - ohne Tafeln, die ja auch stören können.


Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen