Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

Wechseln zu: Navigation, Suche
Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum  ? September 2008
Kategorisierung Grüne; Tierschützer; 2008

Tierschutz extrem

Nun steht es also fest, dass der Anführer jener Gruppe, die verdächtigt wird, im Namen des Tierschutzes strafbare Handlungen gesetzt zu haben, auf der Bundesliste der "Grünen" stehen wird; an aussichtsloser 16. Stelle, aber immerhin. Dass diese Entscheidung der sonntäglichen Bundesversammlung der Grünen ihnen viele Stimmen kosten wird, haben die Delegierten gewusst - sie haben sie gerade deshalb getroffen. Was sind das für Grundsätze? Etwa so: Für das, was man für richtig hält, darf man auch Gesetze brechen, darf man Widerstand gegen geltende Gesetze, gegen den Rechtsstaat leisten.

Um nichts anderes geht es. Ist man überzeugt, dass in einem Stall Tiere nicht so gehalten werden, wie es einem gut erscheint, dann darf man ihn anzünden. Werden in einem Geschäft Pelztiere verkauft, dann darf man dem Besitzer des Kaufhauses das Auto anzünden, ihn verletzen, das Geschäft mit Stinkbomben tagelang unbrauchbar machen. Den Tieren zuliebe.

Als einer, der seit Studententagen immer wieder gegen die Staatsgewalt demonstriert hat, wegen zu geringer Hochschulbudgets, gegen den Transitverkehr, gegen Autorennen, nehme ich mir heraus zu sagen: Wer wegen zu laxer Tierschutzbestimmungen bewusst schwere Gesetzesbrüche begeht (und der das einmal leugnet und dann wieder stolz einbekennt), der hat auf einer Nationalratsliste nichts verloren. Das wissen die Grünen auch. Wenn sie den Mann trotzdem aufstellen, dann nur aus Trotz. Sie werden dafür bestraft werden, von einigen ihrer bisherigen Wähler; ich kenne mehrere davon persönlich.


Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen