Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum  ?April 2001
Kategorisierung Klärschlamm;Müll;Umweltschutz;2001

Später Teilsieg

Nicht weil wir immer gewarnt haben, sondern nur dank MKS und BSE hat sich die Regierung bereit gefunden, die noch recht junge Klärschlammverordnung aufzuheben. Die unendliche Geschichte begann schon 1986, als sich der Naturschutzbeirat des Themas annahm. Erste Rüge: Dies sei kein typisches Naturschutzthema. Bei einer von KAD Franz Fischler organisierten Tagung sagte Anton Steixner: Wenn, auch nach Ansicht der Beamten im Landhaus, nur ein Viertel des künftigen Anfalles in der Landwirtschaft untergebracht werden kann, dann braucht man für den großen Rest eine andere Lösung; da wäre, im Feinkostladen Europas, am besten gleich die Null-Variante für die Landwirtschaft.

Die Innsbrucker Lösung, den Schlamm im Ahrental meterhoch abzulagern, hielt schon damals niemand für gut ... Ich fahr' noch schnell zweimal mit dem Güllefassl zum Klärwerk, weil wir heute Abend auf den Ball gehen - diese Form der Geldbeschaffung wird es in Zukunft nicht mehr geben. Nun müssen raschest Lösungen gefunden werden. Denn die Unterbringung im Landschaftsbau, wie die Zillertaler behaupten, ist es auch nicht. Es sei denn, man hält die Düngung von Almen mit Klärschlamm (auf Wunsch gerne Namen) für Landschaftsbau.

Aufgehoben ist aber seit Anfang April nur die Verordnung. Kann man jetzt, unbelastet von ihr, Klärschlamm beliebig ausbringen - weil das Gesetz ja noch gilt, das dies gestattet?

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