Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum 26. November 1998
Kategorisierung ORF; Auto; Verkehr; Justiz; 1998

Schrittempo

Nicht, wie man den Opfern des Hurrikans hilft; nicht, was man mit einem Bischof macht, der nach Aussage mehrerer seiner Mitbrüder das Gegenteil von dem sagt, was war ist; nicht der bevorstehende Zusammenbruch der Computerwelt anläßlich des Datumwechsels von 19 auf 20 - das alles sind keine Themen. Sondern: Ob man in ganz Innsbruck künftig nur mehr mit maximal 40 km/h fahren kann, statt der bisherigen, ja was? Viele befragte Straßenpassanten stellten zurecht fest, daß man ja ohnedies nie 50 km/h fahren könne, wenn man sich über den Südring, die Haller Straße, die Brennerstraße, die Kranebitter-Allee in die Stadt hineinquält.

Doch man kann: Es ist erst ein paar Jahre her, da wurde ich zweimal bei der Polizei vorgeladen, weil ich bei Schneetreiben im Morgengrauen unter 40 km/h gefahren sei. Ich darauf: Ja, das stimmt, und ich möchte dafür nicht vorgeführt, sondern gelobt werden. - Ich soll keine blöden Witze mächen; ich hätte einen Mitbürger, der schneller fahren wollte, daran gehindert. - Bei Schneetreiben und Dunkelheit? Sollten sie nicht eher den strafen, der bei ungünstigen Verhältnissen auf die Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Verhältnissen pocht? - Sie haben hier keine Fragen zu stellen.

Die "Flüssigkeit" des Verkehrs ist nach wie vor Leitbild der Straßenbauer. 40 km/h im ganzen Stadtgebiet bedeutet das Ende für 30 km/h vor Schulen und Kindergärten.

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