Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum  ? Mai 2008
Kategorisierung Politisches; Konrad Streiter; TIWAG; 2008

Progression heißt Fortschritt

Als der "linke" Bauernbund gegründet wurde, war eine der Forderungen die nach einer Steuerprogression. Wer mehr verdiente, sollte nicht nur deshalb mehr Steuern zahlen, weil 5 Prozent von einer Million Kronen mehr sind als 5 Prozent von 1000 Kronen; er sollte auch von seinem Mehr einen höheren Prozentsatz abgeben. In der plakativen Ausdrucksweise der Bauernbundgründer wurde beklagt: "Rothschild zahlt nur fünf Prozent!"

Dass der "rechte" Kolumnist der Tageszeitung, Alois Schöpf, alle paar Monate über die Steuerprogression klagt, passt zu ihm. Er würde, wie wir alle, lieber weniger als mehr Steuern zahlen. Und wir alle sind dafür, dass mit dem Geld, das uns abgeknöpft wird, verantwortlich umgegangen wird. Aber Schöpf ist nicht davon zu überzeugen, dass es das Wesen des Sozialstaates ist, dass die, die viel haben, etwas davon den Armen geben. Dass es Arme zuhauf gibt, beweist nicht zuletzt die Tatsache, dass sehr viele Österreicher überhaupt keine Einkommenssteuer bezahlen - eben weil sie so wenig verdienen.

Der arme Konrad Streiter hat in seiner Not noch behauptet, ihm blieben von den 18.000 Euro, die ihm die TIWAG monatlich gegeben hat, ohnedies nur 7000 Euro. Das ist denkunmöglich, es sei denn, er rechnet alle Ausgaben, die er neben der Einkommenssteuer auch noch hat, wie Essen, Kleidung, Auto, Strom, Telefon, Putzfrau usw., auch noch ab. Wenn man so rechnet, dann bleiben den meisten Mitbürgern allerdings nicht nur keine 7000 Euro übrig, sondern gar nichts mehr...

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