Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Kommentar
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Kategorisierung Politisches; Israel; USA; George Bush

Ohne jede Hoffnung

Im Gaza-Streifen, der wirklich nur ein ganz schmaler Streifen ist, leben die Menschen dicht gedrängt. Nicht alle, die jüdischen Siedler (warum in aller Welt gibt es dort jüdische Siedler?) leben etwas bequemer. Und sie werden von Wachmannschaften von je 500 Mann je Siedlung bewacht. Als Racheakt, weil in einer solchen Siedlung trotz Bewachung einige Menschen getötet wurden, sprengte Israel drei Hochhäuser der Palästinenser in die Luft. Hunderte Menschen wurden obdachlos. Der nächste Schlag und der nächste Gegenschlag sind so sicher wie das Amen im Gebet, und die Hoffnung auf einen Frieden schwindet weiter. Wer das Wort Friedensprozess für diese Region noch in den Mund nimmt, muss sich fragen lassen, ob er meschugge ist. Wo ist da ein Friede, wo ist ein Wille zum Frieden zu sehen? Das vorherrschende Gefühl ist das der Aussichtslosigkeit. Seit dem Bau der Mauer - die sich von der deutsch-deutschen Mauer dadurch unterscheidet, dass sie quer durch Oliven- und Obstgärten, durch Äcker und Quellen der anderen geht - ist die Lage noch trister geworden. Der dümmste US-Präsident aller Zeiten findet das alles ganz o.k., weil er demnächst Wahlen gewinnen will. Einen Hoffnungsstrahl gibt es doch: Die überaus ernsthafte und starke Opposition denkender Menschen in Israel gegen alles das, was die Regierung Sharon dem palästinensischen Volk antut. Aber davon berichten unsere Medien nur sehr verschämt und ganz am Rande.


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