Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum  ?Dezember 2001
Kategorisierung Wald; Forstwirtschaft; 2001

Mehr als genug Wald (III.)

Fast jedes Eigentum kann vom Eigentümer so verwaltet werden, wie er es will, bis hin zu Ausgleich und Konkurs. Das gilt für Schuhfabriken wie für Fluggesellschaften. Manche Schuhfabrik wurde denn auch so verwaltet wie zuletzt Swissair oder Sabena - wie es den betroffenen Mitarbeitern oder den Aktionären dabei ging, war ohne Belang. Anders beim Wald. Ab einer bestimmten Größe ist ein Förster Pflicht, noch größere Betriebe brauchen einen geprüften Forstakademiker. Hat diese qualifizierte Betriebsleitung viel genützt? Sind die Wälder allesamt in Ordnung, oder wurden nicht Fehler zuhauf gemacht? In ganz Österreich gibt es beispielsweise Waldbesitzer, die mit der exzessiven und ungestörten Jagdausübung zufrieden waren - die Folgen für den Wald waren ihnen und ihrem Fachpersonal bewusst und einerlei. Auf Wunsch gerne Beispiele. Hat sich der Forstmeister quergelegt, auch in anderen Fragen, wurde er vor die Tür gesetzt; also hat er meistens geschwiegen. Fachpersonal ist kein Garant dafür, dass alles richtig läuft (Wetten, dass das Organ der Jäger das zitieren wird!). Fachpersonal kostet ziemlich viel Geld - und daher haben die Großbetriebe um Befreiung angesucht - oder sie wurden aufgeteilt aus dem offen ausgesprochenen Grund, Fachpersonal zu sparen. Das soll jetzt anders und besser werden. Um den Wald braucht sich deshalb niemand sorgen.

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