Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Kirche
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum  ?1993
Kategorisierung Kirchliches; Musik; 1993
Anmerkung des Autors Viele Reaktionen

M-L M-Th

Schaut man bei einem Kirchenlied, das einem besonders gefällt, nach, von wem es ist, dann stammt es entweder aus dem 16. Jahrhundert - oder es hat Georg Thurmair und/oder seine Witwe Maria Luise Mumelter-Thurmair zum Verfasser. Fast das halbe Gotteslob stammt von den beiden. Sie wären vielfache Millionäre geworden, hätten sie ebenso wie die Verfasser von weltlichen Liedern AKM-Gelder bekommen - millionenfach wird allsonntäglich gesungen, was sie in einfache und daher gute Sprache gekleidet haben. Es geht aber weniger ums Geld, obwohl das, seit es die Phönizier erfunden haben, ein sehr einfaches Mittel ist, Dank und Anerkennung zu zollen. Es sollte einmal geklärt werden, warum dieselbe Kirche, die mit größter Regelmäßigkeit die Dichtungen der beiden verwendet, sich für dieses Geschenk so gut wie nicht bedankt. Maria Luise feiert demnächst den 80. Geburtstag. In Südtirol wurde ein Fernsehbeitrag über sie hergestellt. In Nordtirol, wo sie aufgewachsen ist, wo sie mitten im Krieg geheiratet hat, da erhielt noch unlängst ein "Dichter" ein Ehrenzeichen - für die gerichtlich festgestellte Verherrlichungen jener Zeit, in der Maria Luise, damals noch Mumelter, schrieb: In der Gewalt des Bösen verharr ich stumm und blind, die Fesseln komm zu lösen, die mir geschlagen sind.

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