Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum  ?Sommer 1995
Kategorisierung Traditionsverbände; Osteuropa; 1995
Anmerkung des Autors Langer Anruf von Christian H. von den Kaiserjägern. Zivilisiert aber inhaltlich unversöhnlich. Mein Rat: Stellungnahme an TBZ schicken.

Kaiserjäger

Jeder von uns weiß, wo die öffentliche Verwaltung sparen könnte. Die Beispiele fliegen einem vor allem dann zu, wenn von weitem angedeutet wird, daß in einem Bereich gespart werden sollte, der einem näher steht. Dann hat man gleich jene Fälle bei der Hand, wo Land oder Bund oder sonst wer zunächst einmal sparen sollten, bevor sie bei uns anfangen ...

Der 1. Weltkrieg ist nun bald achtzig Jahre vorbei. Tiroler sind damals, entgegen den Bestimmungen des Landlibells, nicht nur an der 1915 eröffneten Südfront gefallen, sondern auch anderswo. Etwa in der Ukraine. Seit der Öffnung der Grenzen ist es möglich, die dortigen Soldatengräber zu restaurieren. Die Beauftragten für diese Tiroler Museumsarbeit müssen sich zu Recht einiges anhören: Die Menschen hätten dort nicht einmal genug zum Leben, und wir wüßten nichts Besseres zu tun, als Kriegergräber wiederherzustellen. Griechenland etwa hat Hunderte Kinder aus diesen Elendsgebieten auf Gratisurlaub an seine Sonnenstrände eingeladen. Wir forschen nach alten Gräbern, um sie um teures Geld auf Hochglanz zu bringen.

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