Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum nicht gedruckt 1997
Kategorisierung Jagd; nicht gedruckt; 1997

Jagdliches

Auf drei vollen Seiten der Sommernummer von "Jagd in Tirol" wird eine Erhebung über die Einstellungen der Jäger ausgeweidet, wollte sagen: ausgewertet. Im Tiroler Jagdgesetz steht der Vorrang der Landeskultur vor der Jagd ausgerechnet in jenem Paragraphen, der vorschreibt, die Jagd weidgerecht auszuüben. Daher interessiert, was der durchschnittliche Jäger für weidgerecht hält. Einen Begriff wie den der "Weidgerechtigkeit" kann man nur von den Rändern her einkreisen. Was, so wurde ein repräsentativer Querschnitt von Jägern gefragt, verbinden Sie mit diesem Begriff? Die größte Zustimmung erhielten: ein guter Schuß, die Wildhege, die Vermeidung von Tierquälerei und die Erhaltung eines artenreichen Wildstandes. Ganz am Ende der Skala stehen: Laufende Aus- und Weiterbildung, Wissen um ökologische Zusammenhänge, Anpassung der Wilddichte an forstliche Ziele. Es spricht für das Selbstbewußtsein der Tiroler Jäger, daß sie dieses doch sehr bedenkliche Befragungsergebnis so unbekümmert veröffentlichen. Aber auch dafür gibt die Befragung eine gute Erklärung: Die Einstellung der Bevölkerung zur Jagd ist den Jägern in Tirol weniger wichtig als anderswo.

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