Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum  ? Juli 2008
Kategorisierung Bawag; Justiz; 2008

Harte Urteile?

Wenn einem im Fernsehen Johann Zwettler, Ex-BAWAG, mit starrem Blick entgegenschaut, dann fällt einem der Spruch ein, dass ab einem gewissen Alter jeder für sein Aussehen selber verantwortlich ist. Zwettler schaut in der Tat so aus, dass man ihm nie zutrauen würde, den Machern an irgendeiner Börse auch nur einen Dollar abzuluchsen, um ihn dann in seiner Bank zu lagern. Wer immer dort seinen Geschäften nachgeht, der wartet nur darauf dass solche Männer kommen, um sie fertigzumachen. Und jetzt haben die Verurteilten zum Schaden noch den Spott: Niemand will ihnen glauben, dass sie doch nur im Interesse der Arbeiter des Landes (Arbeiterbank!) spekulieren wollten ...

Man kann aus dem BAWAG-Desaster lernen: Erstens, dass wir in einem Rechtsstaat leben. Zweitens, dass Dummheit und Dreistigkeit auf Dauer nicht siegreich bleiben. Drittens, dass es nichts gibt, was kluge Frauen nicht besser machen können als viele Männer - die Richterin ist ein Musterexemplar dafür. Bemerkenswert ist ihr Vergleich mit dem Casino: Wer als Banker Flöttl jun. so handeln lässt wie einen Spieler, der alles auf Rot setzt, obwohl genau so gut Schwarz kommen kann, der gehört vor Gericht; der gehört eingesperrt.

Warum aber wird Flöttl jun. auch eingesperrt? Wo er doch nur verzockt hat, was ihm die anderen mit beiden Händen nachgeworfen haben? Vielleicht wollte das Gericht damit beweisen, dass es nicht so käuflich ist, wie das Flöttls amerikanische Ehefrau (geborene Eisenhower) angenommen hat. Sie wollte ihn freikaufen. Jetzt muss er sitzen und zahlen.

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