Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum  ?1988
Kategorisierung SPÖ; Udo Proksch; 1988

Freundschaften

Es ist eine bewußte Verdrehung der Tatsachen, wenn behauptet wird, Leopold Gratz müsse deshalb als Parteiobmann gehen, weil er mit Udo Proksch befreundet ist. Wahr ist vielmehr, daß er aus Freundschaft zu diesem Waffenhändler seine Funktion als Wiener Bürgermeister und die als Außenminister der Republik mehrfach gröblich mißbraucht hat. Als Bürgermeister fuhr er auf einen Wink des Udo Proksch nach Chioggia, spazierte zwischen zum Großteil vernagelten Kisten herum und ließ sich dabei fotografieren. Dann verkündete er den beiden größten Zeitungen im Lande, er habe da eine Uranaufbereitungsanlage herumliegen gesehen. Als Außenminister ließ er auf dem Dienstweg aus dem tiefsten Balkan gefälschte Ursprungszeugnisse für die Uranmühle anschaffen; das war ja das Problem der Versicherungsbetrüger, daß sie ihr angeblich über 200 Mio. S teures Werkl irgendwo nachweislich gekauft haben mußten. Poldl anrufen genügt.

Einer, der zwei hohe Staatsämter zugunsten eines mutmaßlichen Mörders und Betrügers mißbraucht hat, ist natürlich nicht nur als Wiener SP-Obmann untragbar. Er muß das zweithöchste Amt im Staate ebenfalls schnellstens abgeben. Als nächster ist wohl Minister Blecha dran. Er hat, laut Pretterebner, alle Untersuchungen im Falle Proksch nach besten Kräften behindert.

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