Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum Mai 2001
Kategorisierung Kronen Zeitung;Richard Nimmerrichter;Wolf Martin;Presse; 2001
Anmerkung des Autors Anruf Katharina Horngacher: völlig falsche Sich der Roten – die seien nicht sozial. Ich: geschwiegen. An sich hätte ich sagen sollen, dass sie in 30 Jahren noch nie etwas, das ich getan habe, gelobt hat. Immer nur kritisieren...

Endlich still

Ausgerechnet am Tag der Arbeit erschien der letzte "Staberl" in der Kronenzeitung. Endlich hat er die Schreibmaschine ins Eck gestellt Wenn er nun vor allem schwimmt und läuft - was er in seinem letzten Artikel als Beleg für seine körperliche Fitness kundtut -dann sei ihm das vergönnt Er hat für sein Geschreibe so viel Geld bekommen/genommen, dass er es nicht verbrauchen kann, selbst wenn er hundert Jahre alt wird. Vielleicht kommt ihm, wenn er nicht mehr im täglichen Schreibkampf steht, noch die Einsicht, was er angerichtet hat: Er hat täglich über eine Million Leser angestiftet: zu Intoleranz und Fremdenhass, zu Neid und Egoismus. Es steht geschrieben, dass man dereinst für jedes Wort, das man gesagt hat, Rechenschaft ablegen muss. Das gilt natürlich auch für jedes geschriebene Wort - noch dazu bei dieser Auflage. Dass die Zunge ärger als ein Schwert sein kann - wer wüsste das nicht? Am ärgsten treiben es oft die Konvertiten, die Renegaten. "Staberl" hat als Sozialist begonnen. Nachdem er sich von dort abgewandt hatte, hat er alles, was dort positiv ist, wie etwa die Solidarität mit den aus irgendwelchen Gründen zu kurz gekommenen, besonders schlecht gemacht.

Ersatz bietet künftig, kürzer und in holprigen Reimen, der Hausdichter der "Krone" Wolf Martin. Der tägliche Brechreiz ist somit gesichert.

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