Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Die Technik im Rinderstall

Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung , TN, RF
Texttyp Artikel
Erscheinungsdatum 5. September 1968
Kategorisierung Viehzucht; 1968

Über die zunehmende Mechanisierung der Arbeit in Tirols Rinderställen gibt der Jahresbericht des Landeskontrollverbandes Aufschluß. Danach wird in 13% aller landwirtschaftlichen Betriebe mit der Maschine gemolken. Im Fleckviehgebiet des Unterlandes mit seinen größeren Betrieben nimmt schon in jedem 5. Stall die Melkmaschine dem Bauern diese Schwerstarbeit ab; in den vielen Kleinbetrieben des Grauviehzuchtverbandes stehen relativ noch weniger Melkmaschinen, erst etwa in jedem zehnten.

Auch bei der Vermehrung hat sich bei den Rindern die Technik eingeschaltet. Es wurden im letzten Jahr nicht weniger als 22.770 Rinder in Tirol künstlich besamt, das ist rund ein Drittel aller Kühe. Das Samenmaterial dafür lieferten 10 Elite Stiere. In den letzten Jahren hat die Zahl der künstlichen Besamungen nicht zuletzt deshalb stark zugenommen, weil das Tiefgefrierverfahren es ermöglicht, auch in unserem Berggebiet die Besamung künstlich durchzuführen. Zur Bestimmung der Zuchttauglichkeit der Stiere müssen sich neben anderem deren Mütter eine genaue Untersuchung gefallen lassen. Nur jene Kühe, die im Vorderteil des Euters mehr als 36% der Milch geben, können damit rechnen, daß ihre Söhne in das Herdbuch eingetragen werden. Die Anforderungen an die Mütter von Besamungsstieren sind noch höher. Entscheidend für die Qualität einer Kuh ist auch das sogenannte "Minutengemelk"; das ist jene Milchmenge, die in der ersten Minute ermolken werden kann.


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