Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum Sommer 2001
Kategorisierung Politisches; Ferdinand Eberle; Wendelin Weingartner;Jagd; 2001
Anmerkung des Autors Satz "Das [ohne Fehler] ist aber niemand, außer dem Landesjägermeister" von Redaktion gestrichen!

Der Nächste, bitte

Als Leopold Figl politisch verbraucht war, sagte der Bundesparteiobmann und sein persönlicher Freund Julius Raab zu ihm: Poldl, es ist Zeit. Als Raab reif zur Ablöse war, schickte ihn der neue Bundesparteiobmann, Obmann der so genannten Reformer, Alfons Gorbach, in Pension. Josef Klaus machte es mit Gorbach ebenso. In den anderen Parteien (Kreisky - Pittermann) und auf Landesebene ging es nicht anders zu. Auch der derzeitige Tiroler Landeshauptmann hat als Landespartetobmann seinen Vorgänger so abgelöst: Zuerst in der Partei, dann in der Regierungsfunktion. Ob der wollte oder nicht.

Jagdwesen und Forstwesen gehören beide zum Ressort Eberle. Der Landeshauptmann hat in beiden Bereichen keinerlei Kompetenz. Die Jäger bestritten unlängst heftig die Zahlen der Waldzustandsinventur betreffend den Wildverbiss. Wenn nun der Landeshauptmann die Spitzen der Forstbehörde und jene des Jägerverbandes zu sich geladen hat - in welcher Funktion tat er das? Als Jungjäger? Oder, wie einem immer mehr Bauern sagen, als einer, der Eberle ganz gerne klein halten will, damit er selbst noch recht lange ...

Natürlich ist Ferdinand Eberle nicht ohne Fehler. Das ist aber niemand. Ihn so zu schwächen, ja zu demontieren, wie das derzeit geschieht, schadet ihm, seiner Partei, dem Land und letztlich auch seinem derzeitigen Landeshauptmann.

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