Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum 5. Februar 2009
Kategorisierung Kirchliches; 2009

Darwin, na und?

Am 12. Februar sind es genau 200 Jahre, dass der ganz großartige Wissenschaftler Charles Darwin in eine begüterte englische Familie geboren wurde. Was geht er uns heute noch an? Er wird nicht behandelt wie andere große Wissenschafter: weil seine Theorien den Schöpfungsbericht der Bibel als sehr schöne Geschichte, nicht aber als Tagebuch des Werdens der Welt da stehen lassen.

Zwei prominente Tiroler, der Bauernzeitungsgründer und Bauernbundmitbegründer Aemilian Schöpfer, und der Naturwissenschaftler Joseph Maria Pernter, haben am Ende des 19. Jahrhunderts darauf bestanden, dass ihr persönlicher starker Glaube durch den Darwinismus in keiner Weise erschüttert werden könne. Der Priester Schöpfer schrieb 1895, es wäre "... ein sehr gewagtes, die Ehre des göttlichen Wortes mitunter sogar schädigendes Unterfangen, wenn man mit Berufung auf die Bibelworte über Gegenstände der Naturwissenschaften Thesen aufstellt." Pernter riet seinem Brieffreund Prof Hans Malfatti dringend davon ab, den Darwinismus zu bekämpfen - er sei als Wissenschaftsgebäude sehr bemerkenswert.

Dasselbe sagte übrigens rund hundert Jahre Später auch der Vatikan. Aber: Ein immer größerer Teil der amerikanischen Christen aller Schattierungen glaubt an die Schöpfung in sechs Tagen und vor rund 5000 Jahren. Sie meinen, man würde ihren Gott beleidigen, wenn man die bewiesenen und schlüssigen Theorien von Charles Darwin für vernünftig erachtet. Dabei weiß auch Darwin nicht, wo das alles letztlich herkommt, was sich (nach dem Urknall?) in Jahrmillionen zur heutigen Welt entwickelt hat. Wissen Sie es?

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