Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum 17. Juni 1999
Kategorisierung Musik; Kirchliches; EU; 1999

Auf zur Schur

Als ob das Land, als ob die Kirche keine anderen Sorgen hätte. Schreibt der aus der Diözese Salzburg (!) gebürtige Leiter des Seelsorgeamtes doch glatt einen Wettbewerb aus, wie man den Schlager "Auf zum Schwur, Tirolerland", umdichten könnte. Auch Leute, die das "Gotteslob" das ganze Jahr nicht in die Hand nehmen, waren erbost. Würden sie in diesem Buch genauer und öfter nachlesen, würden sie feststellen: Auch andere Bestsinger wurden inzwischen umgetextet. Um das Haus voll Glorie tobt schon lange nicht mehr der Sturm in wilder Wut. Das Haus und das Lied hat es überdauert, daß es friedfertiger wurde. Vorschlag für das Herz-Jesu-Lied:

"Auf zur Schur, Tirolerland, frEUdig in des Scherers Hand. Was in Brüssel man bestimmt, jeder frEUdig auf sich nimmt, drum versprechen wir aufs nEUe der EU Tiroler TrEUe."

Wenn das zu politisch ist, ein anderer Vorschlag:

"Haus und Flur, Tirolerland, immer mehr in fremder Hand. Daß den Bauern viel gehört, alle andern längst schon stört, drum der Grundverkehr wird offen, teures Land, hast nichts zu hoffen."

Oder etwas Religiöses. Nein, doch nicht. Für viele Tiroler, mich eingeschlossen, ist das Lied in seiner alten Fassung gut und recht. Eines von den ganz wenigen, bei dem einem der Schauer über den Rücken rinnt. Da macht man keine Witze drüber. Zu ändern ist in unserer Kirche sehr viel, aber nicht dieses - nebstbei sehr gekonnt gemachte - Lied.

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