Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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Autor Winfried Hofinger
Medium Tiroler Bauernzeitung
Texttyp Kommentar
Erscheinungsdatum  ?April 1995
Kategorisierung Verkehr; ORF; 1995
Anmerkung des Autors kindische Reaktion von Dr. B. und L.; TV-Sendung 1.9.95: Hofinger 4,60 – Kofler 0,50; Anruf Ho-L. mitte Sept: haben Sie Reaktionen? L.: ja, viele!
Anmerkung des Herausgebers gehört zu Serie

Hofinger vs. ORF 1-2-3-4

Angenommen

der Autokilometer kostet zwei Schilling, und für den Zug kaufen wir uns ebenso einen Einzelfahrschein wie für die Straßenbahn - dann, ja nur dann, ist die Fahrt von Flaurling zur Innsbrucker Klinik mit dem eigenen Auto billiger als mit dem "Öffi", dem öffentlichen Verkehrsmittel. Und schneller sowieso.

Das war die Botschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt ORF in "Tirol heute" drei Tage vor Einführung des VVT, des Verkehrs-Verbundes Tirol. Frage: Wie kommt jemand auf die Idee, für den Autokilometer ausgerechnet zwei Schilling anzusetzen? Es gibt, das ist amtlich, ganz wenige Autos, die knapp unter vier Schilling liegen. Wer sagt, daß er nur die Benzinkosten in Ansatz bringt, der muß einem erst erklären, welcher Göd für ihn die anderen drei Schilling an errechneten und belegbaren Kosten trägt. Zum Zug: Der Pendler, der jeweils Einzelfahrscheine löst, gehört auf seine seelische Gesundheit hin untersucht.

Das "Öffi" kostet etwa ein Zehntel der Autofahrten, auch dann, wenn der Chef nicht einen Teil der Monatskarte übernimmt. Wer etwas anderes behauptet, macht Gegenpropaganda gegen das Umsteigen auf "Öffis", das aus der Sicht eines umfassenden Natur- und Umweltschutzes dringend geboten wäre. Auf einen diesbezüglichen schriftlichen Aufschrei - noch in der Nacht nach der Sendung per Fax durch den Vorsitzenden des Naturschutzbeirates - hat der ORF bis heute nicht reagiert.

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