Aus Winfried Hofinger | Holzknecht

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1945, 1955. Die Lehren daraus

Autor Winfried Hofinger
Medium Reimmichlkalender
Texttyp Kalenderbeitrag
Erscheinungsdatum 2006
Kategorisierung Politisches; Familiengeschichte; 2006
Für jedes von uns fünf Geschwistern schrieb unsere Mutter "Lebensbücher". Kein Fernsehen, der Mann zuerst im Krieg und dann beruflich in Wien und in Salzburg - da bleibt schon etwas Zeit für das abendliche Einschreiben. Vor allem dann, wenn man ohnedies so gerne schreibt. Das Problem war damals eher die Beschaffung von Schreibheften, von Tinte und Füllfedern.

Über das Frühjahr 1945 in St. Johann in Tirol steht in meinem "Lebensbuch": "In diesen Tagen tat Winfried den Ausspruch: ,Wissen möcht ich grad, wer in dem Krieg mit Schießen ang'fangt hat.' Die Kinder gewöhnen sich rasch an den Frieden, der ihnen den Vater wiedergab und die Ruhe vor den feindlichen Fliegern. Winfried hatte am 15. Dezember am meisten unter dem Angriff gelitten. Bald aber kehrte die Ruhe wieder und einmal sagte er in seiner sachlichen Art: ,Das sieht man schon, dass die Flieger nicht so gefährlich sind, wie es zuerst herschaut.' Gottlob wusste er nicht, wie gefährlich es war. Am 12. Dezember 1944 fielen rund 70 Bomben hinter dem Bahnhof von St. Johann in das Baumoosfeld. Ich werde nie vergessen, wie die drei Großen ,Mutti' schrien, es war ein Schrei, so angstgerüttelt, dass es ans Herz griff. Unschlüssig standen wir danach im Hausgang. Gottlob kam gleich die Entwarnung. Wie ich wohl die Kinder darüber aufklärte? Ich sagte ihnen: Jetzt ist der Hitler gestorben, der sich selbst für den lieben Gott gehalten hat. Darum durftet ihr im Kindergarten nicht ,Grüß Gott' sagen, sondern nur ,Heil Hitler'. Er hat das Bild vom lieben Heiland aus den Schulzimmern verdrängt und sein eigenes dafür hintun lassen. Er hat verboten, dass die Kinder in der Schule beten. Er hat den Krieg begonnen und nun verliert er ihn. Nun kommen die Amerikaner, vor denen ihr euch aber nicht fürchten müsst. Früher durfte ich euch das nicht sagen (Winfried: Weil wir noch zu jung waren!), weil es verboten war, die Wahrheit zu sagen."

Stolz auf den Vater

So weit aus meinem Lebensbuch. Die eigenen Erinnerungen an diese Jahre sind mit sehr starken Gefühlen besetzt. Das schönste von allen: Im Sommer 1945 ging ich eines Abends mit meinem Vater, er war der neue Bürgermeister von St. Johann, über den Hauptplatz - und wir zwei ganz allein. Alle anderen hatten Ausgehverbot. Ein wachhabender Amerikaner grüßte den Bürgermeister und seinen bald sechsjährigen Sohn. Ich war sehr stolz darauf, so einen Vater zu haben! In der Schule hatte ich mehrere Mitschüler, deren Väter belastet waren. Die ließen ihre Söhne nun von Horst und Adolf auf Hans und Franz umbenennen. Es gab, zumindest unter uns Kindern, kaum tiefer gehende Dauerfeindschaften, die aus den politischen Lagern der Eltern begründbar gewesen wären. Mein älterer Bruder war mit dem Sohn des Ortsgruppenleiters eng befreundet. Meine große Kindergarten-Liebe war eine Tochter aus ebendieser Familie. Was die Belasteten damals wirklich mitmachten, entzog sich weitgehend unserer Kenntnis. Es war bei unseren diesbezüglichen Gedanken später auch immer ein Gefühl des Mitleids für sie da, weil sie doch alle einmal zum Narren gehalten worden waren, und weil sie nun auch für Gräueltaten verantwortlich gemacht wurden, von denen viele von ihnen wirklich nichts oder fast nichts gewusst hatten. Und weil die Kinder auf ihren Vater nicht stolz sein konnten. Dass diese Väter fast alle, zumindest die mit einer Matura, sofort im BSA (Bund Sozialistischer Akademiker) Unterschlupf gefunden haben, ist ja auch nicht die volle Wahrheit ...

Die vielen kleinen Mitläufer

Was hat man denn mit den alten Nazis gemacht, nach 1945? - In vielen Sparten waren fast keine Unbelasteten da. Ein kleiner Lehrer, ein Tierzuchtbeamter riskierte 1938 Stellung und damit Unterhalt für seine Familie, und 1939 eine rasche Einberufung zum Militär, wenn er nicht wenigstens NS-Parteianwärter wurde. Er wurde aber gerade deshalb, weil von ihm ein solcher Akt gefordert wurde -, zum Helden sind wir fast alle nicht geboren - ein besonderer Verächter des Systems, das ihn so gedemütigt hatte. Diese vielen kleinen Mitläufer wurden nach dem Krieg, zu Recht, wie ich meine, sehr rasch pardoniert. In meiner späteren Dienststelle, der Landwirtschaftskammer, war es so: Dem Präsidenten Josef Muigg zündeten die Nazis im März 1938 den Hof an. Direktor Franz Lechner hatte während der NS-Zeit in Tirol zeitweise Gauverbot. Beide konnten sich ab 1945 also sehr viel leisten. Sie stellten, auch in Ermangelung genügend Unbelasteter, so genannte minder Belastete als Tierzüchter, Pflanzenbauer und Forstleute ein, die wiederum alle heilfroh waren, irgendeine Arbeit zu finden. Das Politisieren war ihnen ausdrücklich verboten. Und welche Lieder sie, auf einer Exkursion etwa, um vier Uhr früh sangen, das ging niemand etwas an; zumal die harmloseren unter diesen Liedern die gleichen waren, die vor dem Krieg beim Wandervogel oder im Bund Neuland gesungen worden waren und die wir nach dem Krieg in der Katholischen Jugend sangen: "Wenn die bunten Fahnen wehen ..."

Der Dekan von St. Johann, Josef Ritter, der nach dem deutschen Endsieg mit meinem Vater auf dem Hauptplatz von St. Johann hätte aufgehängt werden sollen, war besonders groß im Verzeihen. Er nahm mich als Ministrant nur ein einziges Mal auf einen Versehgang zu einem Sterbenden mit - zu jenem Wirt, der ihm und meinem Vater das Aufhängen versprochen hatte. Versöhnt mit seinen ehemaligen Feinden, und wohl auch mit Gott, verstarb der Wirt im Winter 1948.

Unreife Urteile

Wer heute über diese Zeit urteilt, oft frei von Einsicht in die Zeit vor 1945, vor 1938, in ihre Hintergründe, in die materielle Not, in den Fanatismus vieler Gruppierungen, beweist oft sehr wenig Verständnis für menschliches Verhalten. Andererseits ist die heute unverständlich scheinende Selbstdarstellung Österreichs als erstes, ganz und gar unschuldiges Opfer ganz einfach zu verstehen: Hätten wir 1945 und in den Jahren danach immer dann, wenn wir von Russen oder Amerikanern etwas wollten, nur fest betonen sollen, dass die Haupttäter Hitler, Eichmann, Glogocnik, Seyß-Inquart alle gebürtige Österreicher waren? Was allerdings, wie Bischof Stecher in einem Artikel für die Tiroler Bauernzeitung zum 15. Mai schrieb, auch unerträglich ist: die ständig wiederholte Behauptung, dass alle Österreicher so charakterlose Mitläufer waren wie der "Herr Karl" -obwohl es solche Typen natürlich gegeben hat; und womöglich mehr davon, als uns lieb sein sollte.

Was uns Nachgeborene und erst recht unsere Kinder heute viel mehr zum Nachdenken anregen sollte als jedes noch so kleines Detail, und auch jede Schandtat von vor und nach 1945: wie selbstverständlich wir heute die Erde ausbeuten, wie wir mit der Umwelt umgehen. Wie ungefragt wir es hinnehmen, dass ganze Völker verelenden; dass bulgarische Rentner im Jahr viel weniger Geld haben, als wir unbekümmert für ein Urlaubswochenende auszugeben bereit sind. Ist das nicht viel ärger, als wenn jemand vor über 60 Jahren ein kleiner, dummer Mitläufer bei einer in der Tat grauenhaften Bewegung war? Was werden unsere Urenkel diesbezüglich einmal über uns sagen?

Der Staatsvertrag

Besatzung war in Österreich nicht gleich Besatzung. Wenn wir von Salzburg zum Bundesjugendsingen nach Wien fuhren, brauchten wir dafür 1950 und 1953 noch eine viersprachige Identitätskarte. Der erste Russe unseres Lebens, auf der Ennsbrücke, schien uns besonders lustig und kinderlieb. Dass zur selben Zeit immer noch ÖsterreicherInnen über Nacht verschwanden (prominentestes Beispiel: Margarethe Ottilinger, Ministersekretärin, von 1948 bis 1955 in sowjetischen Lagern festgehalten), wusste man im Westen kaum. Die Amerikaner in Salzburg waren bei uns im Borromäum (erzbischöfliches Privatgymnasium in Salzburg, Gegenstück zum tirolischen Paulinum in Schwaz) besonders beliebt: Wenn wir bei ihnen sangen, etwa am Sonntag in der hl. Messe, in Liefering oder auf dem Obersalzberg, erhielten wir anschließend ein Essen von uns ganz unbekannter Qualität. Dazu Orangen so viele wir heimschleppen konnten, und jeder einen Dollar (entspricht einem heutigen Geldwert von 10 €). Als die letzten Amerikaner 1955 aus Salzburg abzogen, verlangte die Landesregierung dafür vom Bund eine Entschädigung! Was die Franzosen in Tirol getan haben, fiel nicht weiter auf. Dass ihre Musikkapelle falscher spielte als die heimische Blasmusik, merkte kaum jemand. Unserer Familie haben sie keine Villa beschlagnahmt - da waren schon lange Südtiroler Umsiedler drin. Aus Kostengründen haben die Franzosen schon vor 1955 ihre Truppen immer stärker reduziert. Was bis 1955 geblieben ist: dass jeder Beschluss der Bundesregierung, des Nationalrates und der Landtage von der Genehmigung der Alliierten abhing. Warum uns die Russen (auch damals sagte kein Mensch "die Sowjets") den Staatsvertrag gegeben haben? - Weil Österreich sich verpflichtet hat, ganz "freiwillig" die immerwährende Neutralität zu beschließen, was zur Folge hatte, dass ab 1955 jedes US-Armeeflugzeug, das von Deutschland nach Italien geflogen ist, über Frankreich fliegen musste. Wir wissen inzwischen, dass sie oft und ganz ungeniert über Österreich geflogen sind, wenn etwa Suezkrise war, oder wenn sie einfach Treibstoff sparen wollten ...

Mit klopfendem Herzen

Also ist auch 1955 samt der Neutralität eine Lebenslüge? Eher nicht. Fast jeder Österreicher, jede Österreicherin über 60 Jahren weiß noch heute, wie gefühlsbetont er oder sie den 15. Mai erlebt hat. Ich war damals im Salzburger Borromäum, wo nichts in der Welt die seit dem Konzil von Trient (1545 bis 1563) immer gleiche Hausordnung stören konnte. Weil um 12.30 Uhr immer Mittagessen war, haben alle 196 Internierten den Jubelschrei von Leopold Figl nicht hören können. Einer schon: Ich verzichtete an diesem Tag auf den üblichen "Fraß" und saß mit klopfendem Herzen am Radiogerät im Studierzimmer der Sechstklassier.

Eine Gesellschaft, die nicht mehr feiern kann oder will, gibt sich selber auf. Es ist gut und recht, dass im Jahre 2005 sowohl der Ereignisse von 1945 wie der von 1955 gedacht wurde. Nur wegen des Zufalls des Dezimalsystems? - Ja, irgendeinen Anlass braucht man halt. Wie Adalbert Stifter und Hans Christian Andersen oder Albert Einstein 2005 mehr gefeiert wurden als in den Jahren davor und danach. 2006 wird der 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart gefeiert werden, mehr als sein 200. Todestag anno 1991. An diesem Beispiel wird allerdings offenbar werden, dass man aufpassen muss, nicht gar zu stark zu übertreiben.

Keine einzige Frau

Wenn der ÖVP nun vorgeworfen wird, dass sie die Feiern zu sehr als Parteifeiern aufgezogen hätte, dann schwingt da auch der Neid ein wenig mit. Was kann die ÖVP dafür, dass Raab und Figl nun einmal ihre Bundesparteiobmänner waren? Sollte man deshalb nicht feiern? Den Reimmichl-Kalender gibt es immer schon im Herbst des Vorjahres. Es ist also nicht möglich, jetzt im Sommer 2005 zu sagen, wie würdig oder unwürdig unser Land all die runden Gedenktage - bis zum 60. Geburtstag des Bundeskanzlers - begangen hat.

Die Feiern im Parlament im Jänner 2005 und die im Belvedere am 15. Mai waren würdig und schön. Großer Unterschied zu 1945: Auf der Regierungsbank, und auch im jungen Orchester, saßen 2005 fast mehr Frauen als Männer. Auf dem viel kritisierten Bild des Malers Fuchs von der Unterzeichnung des Staatsvertrages ist nicht eine einzige Frau zu sehen. Die Frauen hatten 1945 wie 1955 in erster Linie dafür zu sorgen, wie sie ihre Familie ernährten; sie hatten die Trümmer aufzuräumen, die die Männer gemacht hatten. Das Durchschnittsgewicht der anwesenden Honoratioren war 2005 um geschätzte 25 kg höher als das jener von 1945 - und sie sind im Durchschnitt auch eine Spanne größer geworden als ihre Großväter.

Mit halbem Ohr ...

Im März 2005 ergab eine Umfrage, dass das alles die jungen Leute nur sehr am Rande interessiert. Es ist das eine jener Umfragen, deren Ergebnis man eigentlich schon vorher weiß. Auch wir haben nur mit einem halben Ohr hingehört, wenn die Alten ständig vom Elend während und nach dem Ersten Weltkrieg geredet haben. Die heute jungen Leute können sich einfach nicht vorstellen, wie das war, als nicht nur Arbeiter oder Bauern ihren Kindern keine Skier und kein Fahrrad kaufen konnten; als Lebensmittel nur auf Marken oder im Schleichhandel zu bekommen waren - und wenn wir es ihnen hundertmal erzählen. Und dass wir seit 60 Jahren Frieden haben in Österreich - das beglückt jene, die den Krieg wenn auch nur als Kinder noch miterlebt haben, viel mehr als diejenigen, die den Krieg nur noch vom Hörensagen oder aus Berichten von anderen Ländern kennen. Allein das gehört jeden Tag gefeiert und bedankt. Immer öfter gibt es, trotz aller innenpolitischen Possen, bei immer mehr Zeitgenossen Stunden der großen Dankbarkeit. Ludwig Steiner schrieb im Beitrag für die Tiroler Bauernzeitung über den 15. Mai, dass er mit Julius Raab am Morgen dieses Samstags in die Frühmesse gegangen ist. Einfach weil sie dem Herrgott dafür danken wollten, dass er seine schützende Hand über unser Land hielt - und wohl bis heute hält.


Als Illustration: Der Staatsvertrag

Staatsvertrag betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich Präambel Die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland, die Vereinigten Staaten von Amerika und Frankreich, in der Folge die Alliierten und Assoziierten Mächte genannt, einerseits und Österreich anderseits; Im Hinblick darauf, daß Hitler-Deutschland am 13. März 1938 Österreich mit Gewalt annektierte und sein Gebiet dem Deutschen Reich einverleibte; Im Hinblick darauf, daß in der Moskauer Erklärung, verlautbart am 1. November 1943, die Regierung der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, des Vereinigten Königreiches und der Vereinigten Staaten von Amerika erklärten, daß sie die Annexion Österreichs durch Deutschland am 13. März 1938 als null und nichtig betrachten, und ihrem Wunsche Ausdruck gaben, Österreich als einen freien und unabhängigen Staat wiederhergestellt zu sehen und daß das Französische Komitee der Nationalen Befreiung am 16. November 1943 eine ähnliche Erklärung abgab; Im Hinblick darauf, daß als ein Ergebnis des alliierten Sieges Österreich von der Gewaltherrschaft Hitler-Deutschlands befreit wurde; Im Hinblick darauf, daß die Alliierten und Assoziierten Mächte und Österreich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Anstrengungen, die das österreichische Volk zur Wiederherstellung und zum demokratischen Wiederaufbau seines Landes selbst machte und weiter zu machen haben wird, den Wunsch hegen, einen Vertrag abzuschließen, der Österreich als einen freien, unabhängigen und demokratischen Staat wiederherstellt, wodurch sie zur Wiederaufrichtung des Friedens in Europa beitragen; Im Hinblick darauf, daß die Alliierten und Assoziierten Mächte den Wunsch haben, durch den vorliegenden Vertrag in Ubereinstimmung mit den Grundsätzen der Gerechtigkeit alle Fragen zu regeln, die im Zusammenhange mit den oberwähnten Ereignissen einschließlich der Annexion Österreichs durch Hitler-Deutschland und seiner Teilnahme am Kriege als integrierender Teil Deutschlands noch offenstehen; und Im Hinblick darauf, daß die Alliierten und Assoziierten Mächte und Österreich zu diesem Zwecke den Wunsch hegen, den vorliegenden Vertrag abzuschließen, um als Grundlage freundschaftlicher Beziehungen zwischen ihnen zu dienen und um damit die Alliierten und Assoziierten Mächte in die Lage zu versetzen, die Bewerbung Österreichs um Zulassung zur Organisation der Vereinten Nationen zu unterstützen; Haben daher die unterfertigten Bevollmächtigten ernannt, welche nach Vorweisung ihrer Vollmachten, die in guter und gehöriger Form befunden wurden, über die nachstehenden Bestimmungen übereingekommen sind:

Teil I Politische und territoriale Bestimmungen Artikel 1. Wiederherstellung Österreichs als freier und unabhängiger Staat Die Alliierten und Assoziierten Mächte anerkennen, daß Österreich als ein souveräner, unabhängiger und demokratischer Staat wiederhergestellt ist. Artikel 2. Wahrung der Unabhängigkeit Österreichs Die Alliierten und Assoziierten Mächte erklären, daß sie die Unabhängigkeit und territoriale Unversehrtheit Österreichs, wie sie gemäß dem vorliegenden Vertrag festgelegt sind, achten werden. Artikel 3. Anerkennung der Unabhängigkeit Österreichs durch Deutschland Die Alliierten und Assoziierten Mächte werden in den deutschen Friedensvertrag Bestimmungen aufnehmen, welche die Anerkennung der Souveränität und Unabhängigkeit Österreichs durch Deutschland und den Verzicht Deutschlands auf alle territorialen und politischen Ansprüche in bezug auf Österreich und österreichisches Staatsgebiet sichern.

Verlautbarung des Staatsvertrages im Bundesgesetzblatt aus dem Jahr 1955. Im Bild die Präambel und der Beginn des Vertragstextes. Foto: präsent-Archiv

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