Aus Holzknecht

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| autor = Winfried Hofinger
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| medium = Tiroler Bauernzeitung [[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]] 
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| medium = Tiroler Bauernzeitung
| texttyp = Kommentar
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| erscheinungsdatum= ? Jänner 2001
| erscheinungsdatum= ? Jänner 2001
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Immer wieder wird von jenen, denen die Ausbringung von Klärschlamm auf Äckern und Wiesen zuwider ist, gefragt, warum das im Wald gesetzlich verboten ist. Es gibt dafür gute Gründe:
Immer wieder wird von jenen, denen die Ausbringung von Klärschlamm auf Äckern und Wiesen zuwider ist, gefragt, warum das im Wald gesetzlich verboten ist. Es gibt dafür gute Gründe:
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Normalerweise steht bei uns der Wald auf jenen Flächen, die für die Landwirtschaft zu steil sind, deren Böden für den Futterbau zu seichtgründig oder zu nass sind. Waldböden sind in der Regel ziemlich sauer; eine Klärschlammdusche würde sie nicht ein wenig aufbessern, sondern ihrem auf diese Umstände abgestimmten Bodenleben einen argen Schock versetzen (daher wäre für Waldböden, nährstoffarm wie sie auch zumeist sind, ein ausgereifter Klärkompost womöglich sinnvoll.) Auf Waldböden stehen Pflanzen, die 100 fahre und älter werden sollen - wird hier einmal etwas verpatzt, dann ist der Schaden noch viel größer, weil länger wirksam, als auf Äckern und Wiesen. Schließlich der optische Eindruck: Wer je einen - gesetzwidrig - mit Klärschlamm behängten Jungwald gesehen hat...
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Normalerweise steht bei uns der Wald auf jenen Flächen, die für die Landwirtschaft zu steil sind, deren Böden für den Futterbau zu seichtgründig oder zu nass sind. Waldböden sind in der Regel ziemlich sauer; eine Klärschlammdusche würde sie nicht ein wenig aufbessern, sondern ihrem auf diese Umstände abgestimmten Bodenleben einen argen Schock versetzen (daher wäre für Waldböden, nährstoffarm wie sie auch zumeist sind, ein ausgereifter Klärkompost womöglich sinnvoll.) Auf Waldböden stehen Pflanzen, die 100 Jahre und älter werden sollen - wird hier einmal etwas verpatzt, dann ist der Schaden noch viel größer, weil länger wirksam, als auf Äckern und Wiesen. Schließlich der optische Eindruck: Wer je einen - gesetzwidrig - mit Klärschlamm behängten Jungwald gesehen hat...
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Aber das, was immer im Wald passiert, kommt nicht in die Nahrungskette, höchstens ins Grundwasser. Stimmt. Aber die Lösung des Problems kann nicht darin bestehen, dass man das glitschige Zeug statt in Feld und Flur in den Wald verfrachtet. Sondern was? -Das ist den Forstleuten kein Problem.
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Aber das, was immer im Wald passiert, kommt nicht in die Nahrungskette, höchstens ins Grundwasser. Stimmt. Aber die Lösung des Problems kann nicht darin bestehen, dass man das glitschige Zeug statt in Feld und Flur in den Wald verfrachtet. Sondern was? - Das ist den Forstleuten kein Problem.
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[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]
[[Kategorie:Klärschlamm]]
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[[Kategorie:Wald]]
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[[Kategorie:2001]]
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Aktuelle Version vom 14:46, 20. Feb. 2014

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