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		<title>Holzknecht - Benutzerbeiträge [de-at]</title>
		<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Redakteur</link>
		<description>Aus Holzknecht</description>
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			<title>150 Jahre Tiroler Forstverein</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/150_Jahre_Tiroler_Forstverein</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;/* {{PAGENAME}} */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;artikel90&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung    und im Internet: http://www.forstverein.it&lt;br /&gt;
| texttyp = Rede in der Hofburg Innsbruck&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= 2004&lt;br /&gt;
| kategorien= Forstverein; Agrargeschichte; 2004&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
150 Jahre Tiroler Forstverein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Anmaßung wie eine Herausforderung, eine derart festliche Versammlung eine Viertelstunde lang fesseln zu wollen - ohne Power-Point, ohne Dias und Film. Nur wer so naiv ist wie ich, übernimmt es, in Zeiten, in denen üblicherweise jede Silbe und jedes Hilfszeitwort an die Wand geworfen wird, nur auf das gesprochene Wort zu setzen.&lt;br /&gt;
Ein Bild haben wir allerdings da: Es ist das Ölgemälde des ersten Obmannes des Tiroler Forstvereins, Andreas Sauter. Mitgebracht hat es sein Urenkel, der auch Andreas Sauter heißt. Vor ein paar Wochen habe ich Andreas am Mutterer Kirchplatz gefragt: Sauter, Sauter, hast du mit dem gleichnamigen Gründungs-Obmann des Forstvereines was zu tun? - Ja freilich, das ist mein Urgroßvater. Andreas der mittlere (inzwischen gibt es schon wieder einen Enkel Andreas S.) war beruflich durch Jahrzehnte Techniker. Seine Mutter war die allen halbwegs belesenen Tirolern bekannte Dichterin und Kustodin von Schloss Ambras Lilly von Sauter. Das Bild hat die Landschafts- und Porträtmalerin Anna Stainer Knittel gemalt - diese Frau ist besser bekannt unter ihrem Spitznamen Geierwally. Und sie ist wieder eine Urgroßmutter der vielen Pechlaner... Tirol ist wie ein kleines Dorf, wo jeder jeden kennt, und fast alle miteinander verwandt sind.&lt;br /&gt;
Andreas Sauter hat, wie viele Forstleute im alten Österreich, die Fachausbildung in Mariabrunn, in einem aufgelassenen Kloster in Hütteldorf bei Wien, absolviert. Heute ist in diesem Haus wieder die forstliche Bundesversuchsanstalt untergebracht, nachdem sie ein paar Jahrzehnte in einem Betonklotz im Tirolergarten (!) von Schönbrunn ihr Hauptquartier hatte. Andreas Sauter, geboren 1802 in Werfen, stammte aus einer angesehenen, vielseitig begabten Beamtenfamilie aus dem Salzburgischen. Aber unser Thema ist nicht die Geschichte der Familie Sauter, sondern jene des Tiroler Forstvereines.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Vereinspatent aus 1852==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es begann das alles 1854, also vor genau 150 Jahren, nicht beim Nullpunkt. Schon 1851 wurde in Salzburg auf der XIV. Versammlung deutscher Land- und Forstwirte beschlossen, zwei Forstvereine zu gründen: Einen Reichsforstverein zur Förderung der allgemeinen forstlichen Interessen des gesamten Kaiserreiches, und einen &amp;quot;Forstverein der österreichischen Alpenländer&amp;quot;, der sich auch schon 1851 konstituierte. Die Gründung von Untervereinen war erwünscht. Und so gab es zunächst einen Forstverein für Nordtirol und Vorarlberg und einen für Südtirol. Als sich dann der Forstverein für die Alpenländer bald einmal auflöste, schlossen sich die Südtiroler und die Trentiner mit den Nordtirolern und den Vorarlbergern zusammen, und sie blieben bis nach dem 1. Weltkrieg beisammen.&lt;br /&gt;
Unser Tiroler Forstverein konstituierte sich am 20. Juni 1854, also fast auf den Tag genau vor 150 Jahren in Brixlegg. Die formale Vereinigung mit den Südtirolern und Trentinern erfolgte erst im Herbst 1861, nachdem Se. k.k. apostolische Majestät mit allerhöchster Entschließung vom 23. Oktober 1861 diese Zusammenlegung genehmiget hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==An die Arbeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die bürokratischen Hürden gemeistert waren, konnte man an die Arbeit gehen. Diese Hürden sind seit der Erlassung des Vereinspatents aus 1852 bis heute nicht viel kleiner geworden - was jeder bestätigen wird, der schon jemals einen Verein gegründet hat.&lt;br /&gt;
Wer waren die Herren - von Damen ist weit und breit (und ist fast bis heute?) kaum die Rede - die den Forstverein begründet haben?&lt;br /&gt;
Nach den Mitgliederlisten, die in den Berichten laufend abgedruckt wurden, waren es in&lt;br /&gt;
erster Linie, so wie heute, diejenigen, die im Wald verwaltend tätig waren, also zunächst einmal das gesamte Forstpersonal, von den Forstwarten bis zu den Landesforstdirektoren. Agrargemeinschaften oder deren Funktionäre waren schon deshalb nicht vertreten, weil es die im 19. Jahrhundert nicht gegeben hat. Das Gemeindegut, aus dem damals die Bewohner des Landes vor allem im Westen ihren Haus- und Gutsbedarf deckten, war durch einige Bürgermeister vertreten. Großgrundbesitzer mit nennenswertem Waldbesitz gab und gibt es in Tirol kaum. Wenn Coburger oder Auersperger in Tirol Flächen im Hochgebirge kauften, dann taten sie das in erster Linie wegen der Gemsjagd. Mitglieder aus dem Kreis der Freunde des Waldes waren vereinzelt dabei.&lt;br /&gt;
Der Wald war für die Bauern im 19. und teilweise noch im 20. Jahrhundert in erster Linie eine Fläche, auf der leider wenig Gras und gar kein Getreide wuchs. Eine Fläche vom forstlichen Bewuchs zu befreien hieß sie &amp;quot;kultivieren*&amp;quot;, während heute Forstleute eine gelungene Aufforstung eine &amp;quot;Kultur&amp;quot; nennen. Diese Auseinandersetzung zwischen Heger und Nutzer um dieselben, an sich zu wenig vorhandenen Flächen, führte zu einer weitgehenden Verwüstung der Wälder, zur Holznot (weil ja gleichzeitig die Bevölkerung und damit der Bedarf an Bau- und Brennholz zunahm) und zur Vermehrung von Schadlawinen und zu Vermurungen. Der Bau der Eisenbahnen um die Mitte des 19. Jahrhunderts führte einerseits zur Entlastung der Wälder - weil Kohle, etwa als Brennstoff für die Saline in Hall, einfach und massenweise transportiert werden konnte. Andererseits wurde das Holz nun erst selbst zu einem Handelsgut, das ohne großen Aufwand über weitere Strecken geliefert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ein Einzelkämpfer==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer hat den Bauern damals gesagt, wie sie den Wald nachhaltig, anders und besser als bisher bewirtschaften könnten? Fast niemand. Es war der von seinen geistlichen Mitbrüdern abfällig als &amp;quot;Mistaposter verspottete Adolf Trientl, der, von einem unglaublichen Bildungsfeuer erfüllt, predigend durch das Land zog. Den Forstwirten ist kaum bekannt, was Trientl da geleistet hat. Auf allen seinen Wanderreisen, die mehrere Monate gedauert haben und die ihn &amp;quot;im kalten Theile Tirols&amp;quot; in fast jedes Nest geführt haben, hat er nicht nur die rechte Behandlung des Mistes und der &amp;quot;Goldtinktur der Jauche&amp;quot; gelehrt, sondern überall auch gegen die schlechte Behandlung des Waldes angeredet. Es gab in der Tat vieles zu beklagen: Die Wälder wurden als Weideland genutzt; von lebenden Bäumen wurde Aststreu gewonnen (ich kenne alte Gerloser, die als junge Männer noch &amp;quot;geschnoatet&amp;quot; haben!), vom Boden wurde Strebe, also Einstreu gekratzt. Lärchen wurden zur Gewinnung von Lörget oder Terpentin angebohrt. Beim Bau von Häusern, von Zäunen usw. wurde ebenso wenig an Holz gespart wie beim Einheizen (Trientl propagierte den Sparherd anstelle des offenen Feuers in den Küchen). Er hatte auch deshalb sehr wenig Erfolg, weil die Bauern zu ihrem Tun keine Alternative wussten, weil sie dem geistlichen Herrn daher nicht glaubten - und weil die Strafen für das allgemein verbreitete Misshandeln der Wälder und der Bäume, wenn es denn überhaupt strafbar war, gering waren.&lt;br /&gt;
Dieses längere Verweilen bei einem konkreten Mitglied des Tiroler Forstvereins habe ich mir nicht nur deshalb erlaubt, weil mir der originelle wie sympathische geistliche Herr besonders ans Herz gewachsen ist, sondern weil er unter allen Vereinsmitgliedern im 19. Jahrhundert fast der einzige ist, der sein Wissen dem einfachen Volk in verständlicher Sprache mitgeteilt hat.&lt;br /&gt;
Öffentlichkeitsarbeit für den Wald also, mit einfachen Mitteln: Vorträge, Zeitungsartikel, Kalender, Broschüren. Die Forstleute waren aufklärend kaum tätig - eher strafend und verbietend ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ein bildungswilliger Wanderverein==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den meisten Mitgliedern unseres Forstvereines diente dieser der Weiterbildung in geselligem Rahmen. Auf die Gesetzgebung und auf die Waldbehandlung durch die Besitzer hatte der Verein im 19. Jahrhundert noch weniger Einfluss als im 20. Der Gründungs-Vorstand Andreas Sauter trat 1861 zurück, nachdem die Forstorganisation, wie er sie erträumt hatte, nach ein paar Jahren wieder aufgehoben wurde. Sauter ging mit der NichtVerwirklichung des Einheitsforstamtes, wie wir es aus Bayern bis heute kennen, als Forstmann schon vorher in den Ruhestand. Sein Nachfolger im Verein, Josef Edler von Posch, dessen Name jedem ein Begriff ist, der jemals Servitutenregulierungsurkunden entziffert hat, wurde als einer der Verantwortlichen für die Servitutenregulierung von dieser in der Tat schwierigen Aufgabe dermaßen in Anspruch genommen, dass er 1872 den Vorstandsposten an Hermann Hradetzky abgab. Der 1878 zu seinem Nachfolger gewählte Karl Graf Belrupt-Tissac nahm die in seiner Abwesenheit erfolgte Wahl erst gar nicht an. 1886 wurde Hugo Graf Enzenberg Vorsitzender; in seinen ersten Jahren blühte das Vereinsleben auf. Warum es gegen Ende seiner letzten Funktionsperiode zu einem mehrjährigen Stillstand gekommen ist,&lt;br /&gt;
konnte auch Hofrat Franz Koller, der eine umfassende Chronik des Tiroler Forstvereins verfasst hat und auf die ich mich stütze, nicht herausbringen. Auf Enzenberg folgte 1893 Dr. Anton Freiherr von Longo- Liebenstein und er blieb bis zur Teilung Tirols an der Vereinsspitze. 1894 schied Adolf Trientl, fast 80 Jahre alt, wegen Altersschwäche aus dem Vorstand aus, nachdem er viele Jahre als auch als forstlicher Wanderlehrer gewirkt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Widerpart Bauernbund==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Tagen wurde der Tiroler Bauernbund 100 Jahre alt. Am Beginn dieser hoch politischen Erhebung standen Forderungen wie die Verstaatlichung des Notariatswesens, die Einführung einer progressiven Einkommenssteuer (&amp;quot;Rotschild zahlt nur fünf Prozent!&amp;quot;), die Verkürzung des Militärdienstes. Auch der Wald wurde zum Gegenstand politischer Auseinandersetzungen. Wenn heute über den sehr heftig geführten Teilwaldstreit nicht mehr berichtet wird, so hängt dies damit zusammen, dass die meisten Mitbürger oder Forstleute aus anderen Bundesländern gar nicht wissen, was ein Teilwald ist - eine Besitzform, die es laut Hofrat Dr. Eberhard Lang, der darüber mehrere Bücher geschrieben hat, auf der ganzen Welt nur in Tirol gibt. Weil auch Gäste von außerhalb Tirols da sind: Beim Teilwald gehören Streu und Bäume dem Berechtigten, Grund und Boden stehen im Eigentum der Gemeinde oder einer Agrargemeinschaft - und das ist doch etwas ganz anderes als ein Einforstungsrecht. Der Bauernbund war natürlich dafür, dass auch das Grundeigentum bei der in Tirol sehr spät erfolgten Anlegung des Grundbuches den Berechtigten zufalle - die Forstpartie stand auf Seiten der Gemeinden. Mehrere Redner forderten bei der Konstituierung des Bauernbundes im Spätherbst 1904 im Innsbrucker Löwenhaus ein neues, das heißt: ein nicht so strenges Forstgesetz. Und mehr Verständnis des k.k. Ärars für seine Eingeforsteten. In der blumigen Sprache des Münsterer Abgeordneten Karl Niedrist, der auch sonst oft die Lacher auf seiner Seite hatte: &amp;quot;Ich schicke voraus, dass ich damit nicht auf die Förster haue. Die Forstorgane sind arme Teufel, die in den Wäldern und Bergen herumlaufen und sich mit der Bevölkerung herumschlagen müssen, und die oft ihrem Dienst nicht nachkommen können, weil die Paragraphen des Gesetzes so streng sind ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwei Weltkriege mit hohem Blutzoll==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1914 bis 1921 ruhte die Tätigkeit des Forstvereines. Nach der Abtrennung Südtirols wurde die Zahl der Mitglieder halbiert - sie schwankte die ganze Zwischenkriegszeit um die 200. Die wirtschaftliche Not dieser Jahre wird in den Protokollen sichtbar. Im Frühjahr 1938 ging der Tiroler Forstverein im großdeutschen auf. Wieder ruhte jede Vereinsarbeit. Nach 1945 war es gar nicht so leicht, Funktionäre zu finden, die unbelastet waren. Doch bald ging es mit ganz Österreich und mit seiner Forstwirtschaft wieder aufwärts. Viele Anwesende haben diese Zeiten bewusst erlebt, sodass es nicht nötig ist, allzu viel davon zu erzählen.&lt;br /&gt;
Zwei Ereignisse seien doch besonders hervorgehoben:&lt;br /&gt;
* In diesem Frühjahr haben wir in Sistrans Walter Hensler, den langjährigen Präsidenten des Tiroler Forstvereines begraben. Er ist allen, die dabei waren, als selbstbewusster Vorsitzender in bester Erinnerung, als im April 1975 die Jäger einen Vortrag von Professor Hannes Mayer sprengen wollten. Dank Henslers Ruhe und Souveränität waren am Ende jene, die Mayer am Reden hindern wollten, die Beschämten.&lt;br /&gt;
* Im Sommer 1988, 50 Jahre nach 1938, wurde auf der Praa-Alm in der Wildschönau ein Kreuz eingeweiht, das jenen Mitgliedern des Forstvereines gewidmet ist, die von 1938 bis 1945 auf der anderen Seite gestanden sind: Dipl. Ing. Walter Caldonazzi, Oberforstwart Karl Mayr aus Baumkirchen und Dipl.Ing Viktor Czerny, Forstmeister der Bundesforste in Ried im oberen Gericht. Czernys Söhne berichteten bei dieser stimmungsvollen Feier, dass ihr Vater im Mail945 am Balkon des Forsthauses in Ried erschossen wurde, weil er die österreichische Fahne einen Tag zu früh gehisst hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reisen bildet==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kein Thema, das für den Wald im weitesten Sinn von Bedeutung wäre, das der Forstverein nicht angeschnitten hätte. Die Listen seiner Vortragsveranstaltungen, von Hofrat Koller aufgelistet, sind umfassend und daher beeindruckend. Hat der Forstverein damit Politik gemacht? Ich meine schon. Wenn Fachleute ein Thema klar und ohne Widerspruch dargelegt haben, dann gilt, was gesagt wurde, bis zum Beweis des Gegenteils. Der Nachfolger Walter Henslers als Obmann, Huber Rieder iun., hat unter anderem durch seine eigene Reisefreudigkeit den Forstverein viele Jahre geprägt. Was der Austausch von Kollegen aus Ländern hinter dem eisernen Vorhang vor allem für diese bedeutet hat, haben sie uns oft erzählt - für die Tiroler hatten Reisen in diese&lt;br /&gt;
Länder die Nebenwirkung, dass wir mit den Zuständen in unserem Land wieder eher zufrieden waren. Auch die Verleihung des &amp;quot;Grünen Zweiges&amp;quot; ist Forstpolitik im weitesten Sinn. Wenn man in Zeiten, da das Holzheizen in unserem Land fast abgekommen ist, ja zuweilen diskriminiert wurde, den Terfener Pionieren den &amp;quot;Grünen Zweig&amp;quot; verlieh, dann ist das eine deutliche Stellungnahme. Die Liste der Träger des &amp;quot;Grünen Zweiges&amp;quot;, eine Zirbenholztafel und kein Schilling Preisgeld, ist eine ehrenhafte. Sie reicht bis zum Altbischof Reinhold Stecher.&lt;br /&gt;
Der Auftrag lautete, einen kurzen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Nicht vorgekommen sind dabei die Geschäftsführer und ihre Sekretärinnen, die den Löwenanteil der Arbeit zu erledigen haben. Kaum vorgekommen sind die Lebenden, bis hin zum derzeitigen Vorstand mit Vizebürgermeister Eugen Sprenger an der Spitze. Die müssen sich jetzt bewähren. Sie sollen in 25 Jahren belobigt werden, wenn der Tiroler Forstverein 175 Jahre alt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forstverein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrargeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2004]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 25 Mar 2014 13:45:20 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:150_Jahre_Tiroler_Forstverein</comments>		</item>
		<item>
			<title>Standfestigkeit und Unerschrockenheit</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Standfestigkeit_und_Unerschrockenheit</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;/* {{PAGENAME}} */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;artikel90&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = H.W.(Hans Wirtenberger)&lt;br /&gt;
| medium = Kitzbüheler Anzeiger&lt;br /&gt;
| texttyp = Vita&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= Dezember 2001&lt;br /&gt;
| kategorien= Winfried Hofinger; 2001&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Verleihung des Hans-Kudlich-Preises an Dipl. Ing. Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schultag1.jpg|thumb|340px|Winfried Hofinger am ersten Schultag im Herbst 1945 in der Haustür des Hofingerhauses, damals Kaiserstraße 88, heute Nr 4. Am Revers trägt er einen Tiroler Adler, den abzunehmen ihm ein übereifriger Lehrer befahl Auf die Befehlsverweigerung des Sohnes waren die Eltern sehr stolz.]]&lt;br /&gt;
Das Ökosoziale Forum Österreich verlieh heuer den Hans-Kudlich-Preis an den früheren Leiter der Abteilung Forst, Presse und Umwelt der Tiroler Landeslandwirtschaftskammer, Dipl. Ing. Winfried Hofinger, für seine Verdienste um die Land- und Forstwirtschaft, den Naturschutz, sein soziales Engagement und seine publizistischen Leistungen. Präsident Vizekanzler a. D. Dr. Josef Riegler würdigte Hofingers Einsatz im Sinne der Sicherung und nachhaltigen Bewahrung der Kulturlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winfried Hofinger wurde am 5. Oktober 1939 in Kitzbühel geboren. Er stammt väterlicherseits aus einer bekannten St. Johanner Familie, Mutter Elsa, geb. Greiter, war Innsbruckerin und entstammte ebenfalls einer bedeutenden Tiroler Familie. Dr. Josef Hofinger wurde Direktor der Universitätsbibliothek Innsbruck. Ab 1953 wohnte die Familie in Mutters bei Innsbruck.&lt;br /&gt;
Winfried Hofinger trat 1949, als der Vater Direktor der Studienbibliothek in Salzburg war, dort ins Borromäum ein, die Matura legte er 1957 in Hall ab. Dann studierte Hofinger vier Semester Theologie in Innsbruck. In der Hochschülerschaft war er bereits als Pressereferent tätig. Im Herbst 1959 inskribierte er an der Wiener Hochschule für Bodenkultur Forstwirtschaft. Während der Studienzeit war er u. a. Vorsitzender der Österreichischen Hochschülerschaft an der Boku&lt;br /&gt;
und stv. Vorsitzender des Zentralausschusses.&lt;br /&gt;
Das Jahr 1966 brachte für Hofinger Studienende, Heirat (mit Christine Mlczoch) und Berufseintritt als Pressereferent der Landeslandwirtschaftskammer für Tirol. Dipl. Ing. Hofinger war zusätzlich Sekretär des Kammeramtsdirektor Dr. Alois Partl, ab 1979 Leiter der Forstabteilung und Geschäftsführer der Einforstungsgenossen-schaft.&lt;br /&gt;
In der Kammer waren die letzten Zusatzaufgaben für ihn der Betriebsratsobmann und die Leitung des Schulungsheimes Reichenau. Dort betrieb er mit der Gartenbauberufsschule die Installierung eines EDV-Raumes, in dem auf einem Dutzend PC's Bauern und Bäuerinnen auf die neue Technologie eingeschult werden. Seit Herbst 2001 ist er beruflich im Ruhestand.&lt;br /&gt;
Vier Jahre war W. Hofinger in der Landesorganisation der Elternvereine an den öffentlichen&lt;br /&gt;
Pflichtschulen der wort- und schriftgewaltige Landesobmann.&lt;br /&gt;
Im Jahre 1986 bestellte die Tiroler Landesregierung unter Eduard Wallnöfer W. Hofinger zum Vorsitzenden des Naturschutzbeirats. Durch zwei fünfjährige Perioden meldete er sich - gefragt oder ungefragt, aber kompetent - zu wesentlichen Themen des Naturschutzes in Tirol, ohne sich um die Obrigkeit und um Lobbys zu kümmern.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn ich zurückblicke, worauf ich doch ein wenig stolz sein darf, dann ist es das KIT,&amp;quot; schrieb W. Hofinger anlässlich der 25-Jahr-Feier dieser privaten Tiroler Initiative zur Heilung der Drogensucht. Er ist noch immer Vorstandsmitglied und für die Öffentlichkeitsarbeit dieser für Tirol eminent wichtigen Einrichtung zuständig.&lt;br /&gt;
In der Erwachsenenbildung wurde Dipl. Ing. Hofinger gerne als Diskussionsleiter eingesetzt, weil er die Übersicht bewahrte und ihn auch vor großem Publikum der Humor nicht verlässt.&lt;br /&gt;
Neben Fachbeiträgen verfasste er eine Vielzahl von politischen Kommentaren, in denen er knapp, klar und scharf Zustände anprangert. Wie kaum ein Bürger Tirols zeigt er sich in seiner Stellungsnahme zu Zeitfragen engagiert, standfest und unerschrocken. Dabei ist Angriff um des Angriffs willen ausgeschlossen, das ließe sein starkes soziales Gewissen und seine Empfindsamkeit für die Sorgen der Mitmenschen nicht zu. Ein Markenzeichen Winfried Hofingers ist es, ungeschminkt einfach die Wahrheit zu sagen.&lt;br /&gt;
Musik war Winfried Hofinger ein Lebensquell. Darüber schrieb er: &amp;quot;Ich bin der festen Überzeugung, dass die vielseitige Beschäftigung mit Musik -in allen Altersstufen, in allen Berufen und in allen sozialen Schichten - von großem Nutzen für ein Land ist.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Und weiter: &amp;quot;Musik als Sinngebung und Lebensquell. Es hat daneben noch andere sehr wichtige Quellen gegeben, von der Religion bis zur Ehe und Familie, von der Geschichtsforschung bis zum Schreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mit acht Jahren begann Hofingers Geigenunterricht bei dem bei Kriegsende aus Hamburg geflüchteten Wilhelm Mlosch. Am Borromäum liebte Hofinger den überragenden Stellenwert der Musik, Franz Gerstendorfer, hauptberuflich am Mozarteum, war der erste Hornlehrer. Als Sänger kann Hofinger auf mehr als 50 Jahre in Kirchenchören blicken. Musik blieb ihm als Begleiter in Wien und später mit den Kindern, als Mitglied des Orchesters der Musikfreunde und des Stiftschors Wilten. In den letzten Jahren fand er noch stärker zu musikalischen Aufführungen. Im Herbst 1996 wirkte er im Münchner Frauendom am Bruckner-Tedeum (4. Horn) mit - ein Höhepunkt für den leidenschaftlichen Laienmusiker.&lt;br /&gt;
Die wissenschaftliche Arbeit Hofingers begann mit der Spurensuche nach dem ersten Tiroler Volksbildner, dem &amp;quot;Mistapostel&amp;quot; und Seelsorger Adolf Trientl. Für das Trientl-Buch sammelte er mit seinem Sohn Niko 1200 Seiten als Arbeitsgrundlage für fast 20 Fachartikel.&lt;br /&gt;
Auch die &amp;quot;Kitzbüheler Heimatblätter&amp;quot; konnten zwei Beiträge aus Hofingers Feder, die Urlaubsforderung für Landarbeiter und den Kitzbüheler &amp;quot;Knochendünger&amp;quot; betreffend, veröffentlichen.&lt;br /&gt;
Hofinger hat sich nicht mit der Erforschung von Trientls Lebenswerk begnügt, die &amp;quot;Reichenauer Spurensuche&amp;quot; befasste sich u. a. mit dem Arzt und Bauernpolitiker Peter Paul Pfausler, mit dem Landeshauptmann Johann Haßlwanter, mit dem Bauernbefreier Hans Kudlich und vor allem mit Peter Jordan, der vom Schafhirten zum Professor und zum kaiserlichen Gutsverwalter aufgestiegen war.&lt;br /&gt;
Eigene &amp;quot;Spurensuche&amp;quot; unternahm Hofinger mit &amp;quot;Kindheit in St. Achaz&amp;quot;, einer Darstellung der Verhältnisse in seinem Heimatort in der ersten Nachkriegszeit, mit &amp;quot;Musik als Lebensquell&amp;quot; und mit anderen in der Tiroler Bauernzeitung veröffentlichten Beiträgen.&lt;br /&gt;
Der Journalist, Forstmann und Historiker wird auch in der Pension keinen Ruhestand anstreben. Möge ihm viel Gesundheit geschenkt sein und weiteres Engagement in gewohnter Standfestigkeit und optimistischer Unerschrockenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.W (Hans Wirtenberger)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Winfried Hofinger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2001]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 19 Mar 2014 08:33:40 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Standfestigkeit_und_Unerschrockenheit</comments>		</item>
		<item>
			<title>Eine einzige Schande</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Eine_einzige_Schande</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;/* {{PAGENAME}} */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= 21. Mai 2009&lt;br /&gt;
| kategorien=Kirchliches; FPÖ; Heinz Christian Strache; Christoph Schönborn; 2009&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von all den schlimmen Sachen, die in diesen Tagen zu sehen waren, war das schlimmste dies: Wie in einer Sendung des ORF der H. C. Strache mit einem ca. 30 cm großen neuen Holzkreuz herumfummelte. Zur Bekräftigung seiner Hassreden gegen Ausländer. Alles, was diese Partei und ihre Spitzenleute derzeit von sich geben, ist ihre Sache. Die Abscheu vieler ihrer Nicht-Wähler wird ihnen gewiss sein. Aber unerträglich wird es, wenn sie sich dabei als die einzigen, die letzten Verteidiger christlicher Werte, des Abendlandes ausgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was Strache und seine Leute verkündigen, hat mit dem Begründer des Christentums gar nichts zu tun. Siehe dazu Lesung und Evangelium des letzten Sonntags. Jesus ging sogar so weit, dazu aufzufordern, seine Feinde zu lieben. Tut Gutes denen, die euch verfolgen. Zwischen diesen Grundsätzen und der Aufforderung zum Fremdenhass liegen sehr tiefe Gräben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sich österreichische Jugendliche, in Ebensee genauso wie in Auschwitz, danebenbenommen haben, das wäre heute in Deutschland doch weitgehend undenkbar. Wenn eine Parteifrau öffentlich sagt, dass ihr die Bezeichnung als Nazi als Auszeichnung erscheine -diese Person wäre in Deutschland längst von der politischen Bühne gefegt. Aber bei uns? Waren alle Opfer, jene der Juden, der Zeugen Jehovas, der Zigeuner und Christen, von ihrer Ermordung, von KZ bis Berufsverbot, von Gefängnis bis Sippenhaftung, das Leid so vieler Frauen und Kinder, umsonst? Die Kerle, die das zu verantworten hatten, und jene, die das heute verharmlosen, zu lieben, ist schier unmöglich. Aber zum Zuschlagen ist das Kreuz einfach nicht geeignet. Mit Minister Spindeleggerfragen sich viele: Warum schweigt Kardinal Schönborn?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchliches]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FPÖ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heinz Christian Strache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christoph Schönborn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2009]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 15 Mar 2014 14:49:47 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Eine_einzige_Schande</comments>		</item>
		<item>
			<title>Eine einzige Schande</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Eine_einzige_Schande</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;/* {{PAGENAME}} */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= 21. Mai 2009&lt;br /&gt;
| kategorien=Kirchliches; FPÖ; Heinz Christian Strache; Christoph Schönborn; 2009&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von all den schlimmen Sachen, die in diesen Tagen zu sehen waren, war das schlimmste dies: Wie in einer Sendung des ORF der H. C. Strache mit einem ca. 30 cm großen neuen Holzkreuz herumfummelte. Zur Bekräftigung seiner Hassreden gegen Ausländer. Alles, was diese Partei und ihre Spitzenleute derzeit von sich geben, ist ihre Sache. Die Abscheu vieler ihrer NichtWähler wird ihnen gewiss sein. Aber unerträglich wird es, wenn sie sich dabei als die einzigen, die letzten Verteidiger christlicher Werte, des Abendlandes ausgeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles das, was Strache und seine Leute verkündigen, hat mit dem Begründer des Christentums gar nichts zu tun. Siehe dazu Lesung und Evangelium des letzten Sonntags. Jesus ging sogar so weit, dazu aufzufordern, seine Feinde zu lieben. Tut Gutes denen, die euch verfolgen. Zwischen diesen Grundsätzen und der Aufforderung zum Fremdenhass liegen sehr tiefe Gräben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sich österreichische Jugendliche, in Ebensee genauso wie in Auschwitz, danebenbenommen haben, das wäre heute in Deutschland doch weitgehend undenkbar. Wenn eine Parteifrau öffentlich sagt, dass ihr die Bezeichnung als Nazi als Auszeichnung erscheine -diese Person wäre in Deutschland längst von der politischen Bühne gefegt. Aber bei uns? Waren alle Opfer, jene der Juden, der Zeugen Jehovas, der Zigeuner und Christen, von ihrer Ermordung, von KZ bis Berufsverbot, von Gefängnis bis Sippenhaftung, das Leid so vieler Frauen und Kinder, umsonst? Die Kerle, die das zu verantworten hatten, und jene, die das heute verharmlosen, zu lieben, ist schier unmöglich. Aber zum Zuschlagen ist das Kreuz einfach nicht geeignet. Mit Minister Spindeleggerfragen sich viele: Warum schweigt Kardinal Schönborn?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchliches]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FPÖ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heinz Christian Strache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christoph Schönborn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2009]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 15 Mar 2014 14:49:17 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Eine_einzige_Schande</comments>		</item>
		<item>
			<title>Joseph Maria Pernter - katholischer Christ und Naturwissenschafter</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Joseph_Maria_Pernter_-_katholischer_Christ_und_Naturwissenschafter</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;/* {{PAGENAME}} */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;artikel90&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernkalender&lt;br /&gt;
| texttyp = Aufsatz&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= 2009&lt;br /&gt;
| kategorien= Tiroler Bauernkalender; Historisches; Familiengeschichte; 2009&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 160. Geburtstag und 100. Todestag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde im Revolutionsjahr 1848 in Neumarkt in Südtirol geboren; gestorben ist er in Arcco, also etwas weiter südlich, erst 60 Jahre alt, im Jahre 1908, also vor gerade 100 Jahren: der bedeutende Tiroler Naturwissenschafter Joseph Maria Pernter. Sein Lebenslauf ist ein Spiegelbild der politisch und weltanschaulich turbulenten Zeiten, in denen er gelebt hat. Eine nach ihm benannte Perntergasse gibt es im 19. Wiener Bezirk, in der Nähe der &amp;quot;Hohen Warthe&amp;quot;, der von ihm zehn Jahre lang geführten Meteorologischen Zentralanstalt. Wenn man bedenkt, nach wem aller, etwa in Innsbruck, Straßen benannt sind ...&lt;br /&gt;
Am 1. Februar 1909 hielt der Innsbrucker Historiker Josef Hirn vor der Leogesellschaft in Wien, die Pernter mitbegründet hatte, einen bewegenden Nachruf auf seinen am 20. Dezember 1908 verstorbenen Freund Joseph M. Pernter. Beiden war gemeinsam, dass ihre Berufung auf einen Lehrstuhl der Universität - weiI sie praktizierende Katholiken waren - von den Freisinnigen jeweils als ein Angriff auf die &amp;quot;voraussetzungslose&amp;quot; Wissenschaft empfunden wurde. Ein Katholik, so sagten ihre Gegner, müsste ja vor jeder neuen Erkenntnis, jeder neuen Einsicht zuerst im Vatikan nachfragen, ob das, was er gefunden hat, auch mit all den kirchlichen Dogmen übereinstimme.&lt;br /&gt;
Ein anderer Tiroler Wissenschafter, der Priester Aemilian Schöpfer, der Begründer der Tiroler Bauernzeitung (1902) und dann auch Mitbegründer des Tiroler Bauernbundes (1904), lieferte im letzten Jahrzehnt des &amp;quot;finsteren&amp;quot; 19. Jahrhunderts einen schönen Beleg dafür, wie es mit der kirchlichen Disziplin(ierung) in der Praxis auch aussehen konnte: Im selben Monat des Jahres 1893, in dem ein sehr strenges, im Grunde die wörtliche Auslegung der Bibel forderndes Rundschreiben Papst Leo des XIII. verkündet worden war, erschien Schöpfers 550 Seiten starke &amp;quot;Geschichte des Alten Testaments mit besonderer Rücksicht auf das Verhältnis von Bibel und Wissenschaft&amp;quot;. Und der gerade einmal 37 Jahre alte Brixener Alttestamentler stellt 1895 in der zweiten Auflage dieses seines Buches in bewusster Anspielung auf das päpstliche Rundschreiben unter anderem unbekümmert fest, es wäre &amp;quot;... ein sehr gewagtes, die Ehre des göttlichen Wortes mitunter schädigendes Unterfangen, wenn man mit Berufung auf Bibelworte über Gegenstände der Naturwissenschaften Thesen aufstellt&amp;quot;. Schöpfer wurde daraufhin nicht etwa abberufen, nicht verboten - sein Buch erlebte bis 1923 sechs Auflagen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katholik und Gelehrter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Josef Hirn war Historiker, und er wurde vom Freisinn ziemlich rau behandelt. (Seine Arbeiten zum Jahr 1809 werden in den kommenden Jahren wieder öfters zitiert werden; das Buch &amp;quot;Tirols Erhebung im Jahre 1809&amp;quot; wurde 1984 neu gedruckt.) Es sind die Geschichtswissenschaft und ihre Ergebnisse natürlich mehr als die der Naturwissenschaften von den persönlichen Ansichten eines Gelehrten geprägt. Ein unkritisch getreues Kind der Kirche, wie der ebenfalls in Innsbruck lehrende Ludwig Pastor, schreibt eine andere Papstgeschichte als ein erklärter Kirchenfeind - was Pastor sehr deutlich in Innsbruck vom Historiker Julius von Ficker und von anderen Gelehrten weitum vorgeworfen wurde.&lt;br /&gt;
Pernter bestritt in vielen Schriften und Zeitungsartikeln, dass sein (starker persönlicher) Christenglaube in irgendeiner Weise mit den Ergebnissen seiner naturwissenschaftlichen Forschungen in Widerspruch geraten könnte. Um 1890 schrieb er darüber in mehreren Artikeln in Zeitschriften und Zeitungen in Innsbruck. Im Jahre 1902 - da war er schon &amp;quot;Director der Centralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus&amp;quot; und &amp;quot;Ordentlicher Professor für Physik der Erde&amp;quot; in Wien - erschien eine nur 32 Seiten dünne Broschüre &amp;quot;Voraussetzungslose Forschung. Freie Wissenschaft und Katholicismus&amp;quot;. Er stellt da die Gegenfrage, ob jemand, der - wie damals allgemein üblich - die Eignung eines Katholiken für die Einnahme eines wissenschaftlichen Lehrstuhl rundweg bestreitet, nicht selbst, wenn er so etwas behauptet, soeben den Beweis dafür erbringt, dass er im höchsten Maß befangen und geprägt von Vorurteilen und Voraussetzungen ist. Dann stellt er erneut, wie schon 1891 in den &amp;quot;Neuen Tiroler Stimmen&amp;quot;, fest, dass es zwischen bewiesenen Erkenntnissen der Naturwissenschaften und den katholischen Dogmen keinen Widerspruch geben könne. Den Darwinismus halte er persönlich übrigens für ein sehr wahrscheinliches und ernsthaftes Wissenschaftsgebäude.&lt;br /&gt;
In derselben Schrift beklagt er sehr heftig, dass es in der katholischen Theologie nur eine einzige geduldete Philosophie gäbe, den Thomismus, benannt nach Thomas von Aquin, der ohne Zweifel einer der bedeutendsten Gelehrten war, den das Abendland hervorgebracht hat. Pernters diesbezügliche Kritik war ganz besonders erfolglos: Noch 50, 60 Jahre später wurde in Rom auf päpstlichen Universitäten jede Diskussion mit &amp;quot;Thomas dicit&amp;quot; (also in etwa: Thomas von Aquin sagt es so und so) für beendet erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht einigeln, die Welt erobern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich spricht sich Pernter in der genannten Schrift noch kurz, aber energisch gegen die Errichtung einer katholischen Universität in Salzburg aus: Die katholischen Gelehrten an einem Ort zusammenzufassen - wenn sie denn überhaupt hingingen - wäre der falsche Weg. Dass man überhaupt solche Pläne schmiede, sei darauf zurückzuführen, dass man auf den Universitäten alles, was katholisch ist, so sehr unterdrückt. - Noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in ganz Österreich für die Errichtung einer katholischen Universität in Salzburg gesammelt. Dieses Geld wurde, so weit es nicht durch zwei Inflationen vernichtet worden war, unter anderem zur Finanzierung der sehr hochstehenden Salzburger Hochschulwochen verwendet. Noch in den Sechzigerjahren erhielten Studenten und Kleinverdiener (wie ich) aus diesem Topf Freiplätze für diese Hochschulwochen.&lt;br /&gt;
Aus dem oben Gesagten kann nicht der Schluss gezogen werden, dass die katholische Kirche im 19. Jahrhundert und auch im 20. ein Hort der Meinungsfreiheit gewesen wäre. Wer nicht so souverän war wie Pernter und trotzdem auch nur leicht abweichende Meinungen vertrat, der konnte den harten Bannstrahl der kirchlichen Behörden bis zur Existenzvernichtung verspüren. Daher hielten die meisten den Mund. Oder sie machten es wie der Biologielehrer um 1920 im Salzburger Borromäum: Er erzählte den Burschen fünf, sechs Stunden lang ausführlich, was Charles Darwin alles gelehrt hatte, um dann treuherzig zu sagen, dass das alles natürlich ganz falsch sei, wie wir aus der Bibel-Enzyklika aus 1893 wissen: Die Schöpfung erfolgte in sechs Tagen und nicht in Jahrmillionen. Pernters Enkelinnen, so erzählten sie, wurden noch in den Dreißigerjahren in der Schule mit der &amp;quot;Wissenschaftlichkeit&amp;quot; der biblischen Schöpfungsgeschichte gequält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein breiter Weg in der Ausbildung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph M. Pernter besuchte, so wie die meisten seiner Brüder, die Gymnasien der Franziskaner und Benediktiner in Bozen und Meran. Noch vor der Matura trat er in den Jesuitenorden ein. Nach dem Noviziat in St. Andrä in Kärnten wurde er bald einmal Lehrer in verschiedenen Schulen seines Ordens - unter anderem auch in Kalocsa in Südungarn, was zur Folge hatte, dass er zeitlebens fließend Ungarisch sprach. Daneben sprach er recht gut Englisch, Italienisch und Französisch, sodass er später Fachkongresse vielsprachig (und, so Josef Hirn, darob viel bewundert) leiten konnte.&lt;br /&gt;
Nach neun Jahren trat er aus Gründen, die heute nicht mehr nachvollziehbar sind, noch vor der Priesterweihe aus dem Jesuitenorden aus. Um weiterstudieren zu können, musste er zunächst einmal die Matura nachholen. Ein Zeuge dieser &amp;quot;Prüfung&amp;quot; erzählte Josef Hirn viele Jahre später, der Prüfling habe dabei eher die Prüfer belehrt.&lt;br /&gt;
In den 1880er-Jahren studierte Pernter in Wien Physik, Mathematik und Meteorologie (also Klimakunde) und er war schon damals auf der &amp;quot;Hohen Warthe&amp;quot; tätig. 1890 wurde er außerordentlicher, 1893 ordentlicher Professor für kosmische Physik in Innsbruck. Nach sieben Jahren in Innsbruck, wo er zahlreiche wissenschaftliche Werke verfasst und eine meteorologische Station aufgebaut hatte, folgte er einem Ruf nach Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissenschaft und Volksbildung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Innsbruck wie in Wien hat sich Pernter nicht nur in Kreisen der Wissenschaft bewegt. Er hielt zahlreiche Vorträge für die einfachen Leute, über &amp;quot;Die blaue Farbe des Himmels&amp;quot;; oder: &amp;quot;Was wir von den Sternen wissen&amp;quot;; oder über den Föhn in und um Innsbruck.&lt;br /&gt;
Zum Innsbrucker Föhn: Heinrich von Ficker, einer von vier Söhnen des oben genannten Historikers Ficker, war Meteorologe. Er beginnt 1905 sein Buch &amp;quot;Innsbrucker Föhnstudien&amp;quot; so: &amp;quot;Pernter hat bereits in seinen Arbeiten über den Innsbrucker Föhn darauf hingewiesen ...&amp;quot; Ein dankbarer Schüler also (wenn das erste Wort im Buch des Schülers der Name des Lehrers ist) über alle weltanschaulichen Gräben hinweg! In der meteorologischen Zeitschrift charakterisiert Heinrich von Ficker 1931 - also mit einem Abstand von 26 Jahren - seinen Lehrer so: &amp;quot;Wer Pernter kennen lernte, ohne zu wissen, wer er sei, konnte wohl nie erraten, daß dieser lebhafte, kampfesfrohe Südtiroler ein der Wissenschaft verhafteter Mann sei ... Für einen Staatsmann, für einen streitbaren Kardinal hätte der Kopf dieses Mannes und ehemaligen Jesuitenzöglings besser gepaßt als für den Direktor einer wissenschaftlichen Anstalt, und wer eine Lebensgeschichte dieses außerordentlichen Mannes zu schreiben hätte, würde auch zu dem Schluß kommen müssen, daß ihn die politischen und religiösen Streitfragen mindestens im gleichen Grade beschäftigt haben wie die Probleme der Wissenschaft.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Kaiser Franz Josef ernennt Pernter 1890 zum außerordentlichen Professor in Innsbruck. Pernter war durch seine angewandte Wissenschaft vielfach mit der Praxis verbunden. In einem Artikel zu seinem 100. Geburtstag 1948 im &amp;quot;Schlern&amp;quot; steht da etwa zu lesen: &amp;quot;Ein großes Verdienst hat sich Pernter auch durch die rückhaltslose Prüfung des Wetterschießens erworben, von dessen Wirksamkeit die landwirtschaftlichen Kreise Österreichs und Italiens damals fast völlig überzeugt waren. Die wissenschaftliche Erforschung aller einschlägigen Fragen, die Pernter an der Wiener Zentralanstalt anregte und durchführten ließ, führte dann zur Internationalen Experten-Konferenz 1902 in Graz, die als Ergebnis in der Tat das Ende des Unfugs des Wetterschießens bedeutete.&amp;quot; Nicht ganz: Noch lange nach 1948 wurde, auch und gerade in der Steiermark, heftig über Wert und Unwert des Hagelschießens diskutiert - als Ersatz für eine Hagelversicherung ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gedenkrede auf Joseph Pernter von Josef Hirn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der lebhaftesten Schriften Pernters (abgedruckt in den Mitteilungen des Alpenvereines im Sommer 1888) ist die Beschreibung jener fünf Wochen, die er, zwei Jahre bevor er in Innsbruck an die Universität kam, intensiv forschend und messend, im stürmischen Februar 1888 auf dem vor kurzem erbauten Schutzhaus auf dem 3105 Meter hohen &amp;quot;Sonnblick&amp;quot; verbracht hatte. Als echter Südtiroler ließ er sich neben vielen anderen Kisten auch eine Kiste mit Rotwein hinauftragen. Hinauf und hinunter wateten sie, die Träger und das von Pernter wortreich belobigte Ehepaar Rojacher, die Hüttenwirtsleute vom Sonnblick, im Tiefschnee. Vom Sonnblick kam er wissenschaftlich bereichert, aber gesundheitlich geschwächt herab, wie Josef Hirn in seiner Gedenkrede sagte: &amp;quot;Mit schmerzenden Füßen und einem Rückenmarkleiden trat er die Heimwanderung an. Die gebeugte Haltung, in der wir ihn alle gekannt haben, ist ihm von da an geblieben.&amp;quot; Sein Rückgrat im übertragenen Sinn blieb lebenslänglich stark, sein Charakter blieb ungebeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wien und anderswo leben einige von Pernters Nachkommen, aber die heißen alle anders. Sein Sohn Dr. Hans Pernter (1887 -1951), war Unterrichtsminister von 1936 bis 1938. Er war jahrelang in den KZs Dachau und Flossenbürg, nach dem 20. Juli 1944 in Mauthausen und im Wiener Landesgericht eingesperrt. Er war der erste geschäftsführende Obmann der ÖVP im Frühjahr 1945 - er war sozusagen der Platzhalter, bis Leopold Figl aus der Gefangenschaft befreit war und auch gesundheitlich in der Lage war, Bundesparteiobmann zu sein. Die Gattin von Hans Pernter, Isabella geb. Ebenhoch, war eine von vier Töchtern des gebürtigen Vorarlbergers Dr. Alfred Ebenhoch, der 1907 als Landeshauptmann von Oberösterreich wesentlich zur Vereinigung von Christlichsozialen und Konservativen beigetragen hatte (die in Tirol noch Jahrzehnte heftig miteinander stritten; gemeinsam mit Josef Hirn versuchte Joseph Pernter, allerdings vergeblich, in diesem unversöhnlichen Streit einen gemeinsamen dritten Weg aufzuzeigen ...). Ebenhoch war vom November 1907 bis zum November 1908 k.k. Ackerbauminister.&lt;br /&gt;
Die einzige Tochter von Joseph Pernter starb 1904 mit 14 Jahren an der &amp;quot;Krankheit der Wiener&amp;quot;, an der Tuberkulose. Der Tod dieses &amp;quot;Engels&amp;quot; und der bald darauf, im Jahre 1906, erfolgte Tod seiner geliebten Frau, einer geborenen Vilas aus Südtirol, brach ihm mit kaum 60 Jahren das Herz. Oder wie es die &amp;quot;Catholic Encyclopedia&amp;quot;, zu finden im Internet, ausdrückt: &amp;quot;He was also depressed by the sickness and death of his beloved young daughter and of his wife. These numerous blows combined to hasten his end.&amp;quot; (Übersetzt: &amp;quot;Er wurde niedergedrückt von der Krankheit und dem Tod seiner geliebten jungen Tochter und seiner Frau. Diese zahlreichen Schläge trugen dazu bei, sein Ende zu beschleunigen&amp;quot;.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Pernter, der Sohn von Joseph Pernter, und seine Frau Isabella hatten einen Sohn Heinz, der im Zweiten Weltkrieg verstarb. Ihre zwei Töchter Dorothea und Elisabeth hatten zusammen sieben Kinder, 18 Enkel und eine derzeit noch wachsende Zahl von Urenkeln.&lt;br /&gt;
Der Vater von Joseph Pernter war der Südtiroler Gutsbesitzer Valentin Pernter aus Neumarkt. Anton Pernter, ein Enkel von Valentin Pernter, war viele Jahre Bürgermeister von Neumarkt; dessen Sohn Otto war viele Jahre Genossenschaftsfunktionär und ist Besitzer des Klosterhofes in Vill bei Neumarkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Valentin Pernter, der Vater des Joseph, war einer der Männer, die 1882 in den Ausschuss des eben gegründeten Landeskulturrates berufen wurden. Valentin Pernter hatte eine Tochter und sieben Söhne, sodass es in Südtirol bis heute zahlreiche Pernter gibt. Auch sie können hier nachlesen, welch interessante Persönlichkeit ihr Ururgroßonkel Joseph Maria Pernter vor hundert und mehr Jahren gewesen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernkalender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familiengeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2009]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 15 Mar 2014 14:45:57 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Joseph_Maria_Pernter_-_katholischer_Christ_und_Naturwissenschafter</comments>		</item>
		<item>
			<title>Nur einmal verheiratet</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Nur_einmal_verheiratet</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;/* {{PAGENAME}} */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung [[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]  &lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= 22. Jänner 2009&lt;br /&gt;
| kategorien=Kirchliches; 2008&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Jerusalemer Rede, deren deutsche Fassung auch von seiner Diözese ins Netz gestellt wurde, sagte Kardinal Schönborn: &amp;quot;Ich denke, es ist ein Wort des Heiligen Geistes.&amp;quot; Nämlich jener Teil seiner Rede, in dem er sagte, dass die Bischöfe Österreichs und Deutschlands vor 40 Jahren gesündigt hätten, weil sie sich nicht bedingungslos hinter &amp;quot;Humanae vitae&amp;quot; (die sogenannte Pillenenzyklika) gestellt hätten. Dafür haben sie vom Gewissen geredet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Wort des Heiligen Geistes. Jesus sagte laut Apostelgeschichte, kurz bevor er sich von ihnen verabschiedete, zu seinen Jüngern, dass er ihnen den Heiligen Geist senden werde. Aber es ist die Kirchengeschichte bis herauf in unsere Zeit ein fortlaufender Beweis dafür, dass nicht nur Bischöfe und Päpste, die aber besonders oft und heftig, auf den guten Geist nicht gehört haben. Nur ein paar Beispiele: 1832 bezeichnete Papst Gregor der XVI. den Wunsch nach Meinungs- und Gewissensfreiheit als &amp;quot;Aberwitz&amp;quot;. Im Syllabus aus 1864 wird es als Irrtum bezeichnet, auf die ewige Seligkeit jener zu hoffen, die außerhalb der einzig wahren Kirche leben - das Vaticanum II hat diese beiden Aussagen mehrfach ausdrücklich zurückgenommen. Was gilt jetzt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empörend für alle Menschen, die sich bemühen, eine christliche Ehe zu führen, ist die von Schönborn besorgte Ablehnung von Empfängnisregelung und Abtreibung in einem Satz, oder in einem Absatz. Als hätte das eine mit dem anderen etwas zu tun. Wer, wie ich, Abtreibung als Methode der Geburtenregelung entschieden ablehnt, zugleich aber nicht eine (von Schönborn ausdrücklich gepriesene) Sechs- bis Zwölf-Kinder-Familie als Ideal ansieht, sollte, solange seine Frau fruchtbar ist, also mehr oder weniger enthaltsam leben. Was sonst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchliches]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2008]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 15 Mar 2014 14:41:30 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Nur_einmal_verheiratet</comments>		</item>
		<item>
			<title>Maria Blech</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Maria_Blech</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= ?1987&lt;br /&gt;
| kategorien= Politisches; Volkskunstmuseum, nicht gedruckt;1987&lt;br /&gt;
| anmerkungen=nicht gedruckt!&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums noch Dr. Franz Coleselli hieß, da erzählte dieser bei einer Presseführung, daß es ihm sehr viel an Interventionen und Aufwand gekostet habe, für jene Frau, die dem Museum die schönste und wertvollste aller Krippen geschenkt hatte (ja, die beim Eingang in die Krippensäle gleich links, die Gasserkrippe aus Heiligkreuz), die Verdienstmedaille des Landes zu erwirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum denn das , warum kriegt jemand, der dem Land eine so unbezahlbare Kostbarkeit schenkt, nicht den höchsten Orden, sondern nach langem hin und her die kleinste Stufe? Ganz einfach: Die gute Frau paßte nicht ins Schema. Das regelt ganz genau, wie viele Jahre einer Abgeordneter gewesen sein muß, um das Ehrenzeichen zu bekommen, wie viele Jahre Bürgermeister, um sich das Verdienstkreuz, und wie viele Jahre Schulleiter, Wegmacher oder Waldaufseher, um sich die Verdienstmedaille an die Brust heften zu dürfen. Aber Großgeschenke? Die sind nicht systematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Jahren, als man Michael Gaismair feierte, schlug ich, vergebens, vor, man sollte doch einen Orden für alle Leute schaffen, die nicht ins Schema passen, die aber ungewöhnliche Leistungen für das Land erbracht hätten. Was dabei passieren kann: Daß diese Kerle dann auch den Gaismair-Orden nicht nehmen. Wie jener Oberländer Bürgermeister, der als einziges Abzeichen das goldene Blutspenderabzeichen trägt, weil es die einzige seiner vielen Auszeichnungen sei, die er sich wirklich und nachweislich verdient habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles soll denen, die am Hohen Frauentag, der bei den Neidern leider immer mehr &amp;quot;Maria Blech&amp;quot; genannt wird, ausgezeichnet wurden, nicht die Freud an ihrem glitzernden Anhängsel rauben. Aber darüber hinaus nachsinnieren wird selbst an einem so hohen Feiertag erlaubt sein ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politisches]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskunstmuseum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nicht gedruckt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1987]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 13 Mar 2014 20:13:10 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Maria_Blech</comments>		</item>
		<item>
			<title>Autofahrer nicht unterwegs</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Autofahrer_nicht_unterwegs</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;/* {{PAGENAME}} */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung [[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]  &lt;br /&gt;
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| erscheinungsdatum= ? 1989&lt;br /&gt;
| kategorien= Auto; 1989&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Beste, was ein Autofahrer für die Umwelt tun kann: Er lasse sein Fahrzeug stehen, wann immer das geht. Es ist nicht die Frage, ob man mit dem Auto mit über oder unter 100 km/h nach Salzburg fahrt, ob man dabei mit oder ohne Kat fahrt - sondern daß man mit dem Zug fährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein alter Witz: Um ein Gasthaus stehen zwanzig Mercedes und ein Golf - ? - Der Tierarzt hält einen Vortrag vor Tierhaltern. Kein Witz: Mitten im Wald stehen acht Autos; acht Personen sind zu einer Verhandlung versammelt.&lt;br /&gt;
Die Frage ist also nicht (nur), ob mit oder ohne Kat oder mit Diesel, ob schnell oder langsam, sondern ob all die vielen Fahrten, die heute unternommen werden, auch nötig sind. Denn bei jeder Fahrt wird etwas vom früher oder später ausgehenden Treibstoff verbraucht, und Abgase entstehen auf alle Fälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das soll nicht heißen, daß jemand, der an einem zentralen Ort an einer Bushaltestelle wohnt, einer Bergbäuerin anraten dürfte, sie sollte nun wieder mit dem Rucksack zu Fuß ihre Einkäufe erledigen. Ich kenne allerdings eine Frau, die der Umwelt zuliebe wieder mit dem Fahrrad einkaufen fährt - und ihre Söhne fahren mit dem Auto Zigaretten holen oder ins nächste Wirtshaus. Es werden heute im ganzen Land sehr viele überflüssige Autofahrten unternommen, und das zum Teil auf kürzesten Strecken. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind dagegen halbleer. Weil sie zu teuer sind? Nur wer gar nicht rechnen kann, wird das behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Auto ist natürlich meistens bequemer und oft auch schneller als Bus oder Zug. Es ist das Auto viel weniger sicher. Es ist etwas ganz eigenes um das falsche Getue um das Auto. Klubs, Radiosendungen, die Werbung - sie alle versuchen uns einzureden, der Autofahrer sei eine bessere Sorte Mensch. Gepflegt werden die meisten Autos ausdauernder als die Beziehungen zu den Mitmenschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluß ein ganz kurzer Witz: &amp;quot;Fahren da zwei Minister mit der Straßenbahn . . .&amp;quot; Das ist er schon!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1989]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 12 Mar 2014 08:46:19 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Autofahrer_nicht_unterwegs</comments>		</item>
		<item>
			<title>Nichts gilt der Prophet</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Nichts_gilt_der_Prophet</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;artikel90&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernkalender&lt;br /&gt;
| texttyp = Aufsatz&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= ? 2008&lt;br /&gt;
| kategorien= Tiroler Bauernkalender; Winfried Hofinger; 2008&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachschau bei einer Vorausschau - aus 1982 auf 2000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damals, so um 1980, als das Konzept für das Buch &amp;quot;Tiroler Bauern&amp;quot; (zum 100-jährigen Jubiläum einer gesetzlichen Interessenvertretung) erstellt war, da waren alle schönen, großen Kapitel bald einmal vergeben: Michael Forcher schrieb über die Zeiten vor der Gründung des Landeskulturrates 1882 und über seine ersten Jahrzehnte. Hans Schermer beschrieb die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg bis 1955, die zugleich die erste Hälfte seines Lebens ausmachte. Robert Riedler behandelte die Jahre von 1955 bis 1980, die er selbst sehr aktiv mitgestaltet hatte. Und plötzlich merkte man, dass für den Verfasser dieser Zeilen, immerhin wieder einmal Pressereferent der Kammer, nicht mehr viel übrig blieb; allenfalls ein paar Kurzbeiträge, einer über den Wald oder einer über den &amp;quot;Mistapostel&amp;quot; Adolf Trientl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sagte man: Schreib' über die Zukunft, über Tirols Bauern im Jahr 2000. Und wenn man jetzt den recht ausführlichen Beitrag &amp;quot;... Und im Jahr 2000&amp;quot; noch einmal liest, dann muss sich der Autor von damals heute nicht dafür schämen.&lt;br /&gt;
(Als ich, im Herbst 1966, von Kammeramtsdirektor Alois Partl nach Wien geschickt wurde, um dort das Handwerk eines Agrarjournalisten zu erlernen, da wurde mir eine Vorausschau aus 1956 über die im Jahre 1966 zu erwartenden Landmaschinen vorgelegt - ich sollte überprüfen, wie sich die tatsächlichen Zahlen 1966 zu den Voraussagen von 1956 verhielten. Keine der 1956 vorhergesagten Zahlen stimmte mit den Tatsachen von 1966 auch nur annähernd überein. Gewitzigt durch dieses Erlebnis war ich 1982 sehr vorsichtig: Ich habe weder vorher noch nachher einen Artikel mit so vielen Fragezeichen versehen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Vermutung, auch manche Befürchtung von 1982 trat inzwischen ein: Dass der&lt;br /&gt;
Anteil der Bauern bis zur Jahrtausendwende auf unter 5 Prozent absacken würde; dass die Kühe wohl über 5000 Liter Milch im Jahr geben würden. Dass es bei vielen Nutzpflanzen nicht wieder eine Verdoppelung der Hektarerträge geben werde wie in den 20 Jahren vor 1882.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Abnahme der Rinder und der Rinderhalter war ich schon vorsichtiger - hier ergibt die bloße Verlängerung von bisherigen Trends übrigens besonders wenig. Verlängert man die Abnahme der Rinderhalter einfach so weiter und die der Rinder auch, dann unterschreiten beide Reihen einmal den Nullpunkt - aber in ganz verschiedenen Jahren, was nicht gut geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Unbekannte war damals, wann und ob überhaupt je Österreich zur EU kommen würde. Wer hätte das um 1980 seriös voraussagen können?&lt;br /&gt;
Richtig gelegen bin ich mit der Aussage, dass die zahlenmäßige Abnahme des Bauernstandes seine Bedeutung nur steigern könne; und dass es sinnlos sei, wenn diese Abnahme ständig so wortreich beklagt würde. Vor allem, wenn diese Jammerei von Leuten komme, die selbst dem elterlichen Hof den Rücken gekehrt haben, etwa um Kammerangestellte zu werden. Richtig gelegen bin ich darin, dass der Druck auf Grund und Boden, dem Letzten, was den Bauern geblieben ist, immer noch stärker werden wird. Und weil es gar so genau zutrifft, sei es hier abschließend wörtlich zitiert:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Absinken in die Minderheit wird die Neigung der Mehrheit, der Minderheit Vorschriften zu machen, noch einmal verstärken. Besonders wird diese Mehrheit nach dem schielen, was auch im Jahr 2000 vermutlich noch den Bauern gehören wird: nach Grund und Boden ... Auf diesen Angriff sozusagen auf etwas vom letzten, das ihnen noch geblieben ist, auf das Grundeigentum, müssen sich die Bauern zur Gegenwehr rüsten. Es wird dieser Angriff sicher kommen, weil die besiedelbaren Flächen nicht vermehrbar sind und weil das Unbehagen an einem Leben in den Ballungszentren eher noch zunehmen wird ... Der Bauer des Jahres 2000 also ein von der Mehrheit ausgehaltener Landschaftsgärtner? Ein auf dem letzten Rückzugsgefecht befindlicher Verteidiger seiner Landreserven?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wollen Sie wissen, was da zwischen den Pünktchen und rundherum stand, dann müssen Sie, verehrte Leser/-innen (das frauenfreundliche &amp;quot;Innen&amp;quot; gab es damals auch noch nicht!), den Artikel schon ganz lesen. So wie das schöne Buch insgesamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernkalender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Winfried Hofinger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2008]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 06 Mar 2014 08:56:31 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Nichts_gilt_der_Prophet</comments>		</item>
		<item>
			<title>Schubertiade</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Schubertiade</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= Jänner 1997&lt;br /&gt;
| kategorien=Kirchliches;Musik; 1997&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die musikalische Welt, Abteilung E-Musik, feiert dieser Tage, daß einer ihrer allergrößten, Franz Schubert, vor genau 200 Jahren in einem Wiener Vorort als Sohn eines Schulmeisters geboren wurde. Er wurde kaum 30 Jahre alt. Er hat über tausend Werke hinterlassen. Selbst wer sich mit der Klassik nicht so beschäftigt, wird die eine oder andere seiner rund 600 Liedvertonungen kennen. Er wurde, wie das zu einem großen Genie offenbar gehört, viel unterschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen sechs lateinischen Messen, die Schubert vertont hat, fehlt im Credo der Satz von der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche. An sie zu glauben und das auch in Töne zu setzen, war ihm offenbar nicht möglich. Wer den Zustand der Kirche Wiens um 1820 nur einigermaßen kennt, mag sich darob nicht wundern. Frühere Bearbeiter haben die fehlende Textzeile irgendwie hineingemogelt; heute spielt und singt man die Messen wieder so, wie er sie geschrieben hat. Jene in B und G singen viele Tiroler Kirchenchöre. Jene in Es und As sind schon für den Konzertsaal geschrieben. Jeder Kirchgänger kennt die &amp;quot;Deutsche Messe&amp;quot; von Franz Schubert. Was heißt jeder Kirchgänger? Das &amp;quot;Wohin soll ich mich wenden&amp;quot; können in Österreich alle Kirchenbänke auswendig. Diese Messe war anfänglich auch verboten. Warum? Weil die Kirche wirklich nur schwerlich eine heilige zu nennen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchliches]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1997]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 04 Mar 2014 15:15:16 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Schubertiade</comments>		</item>
		<item>
			<title>Naturschutzbeirat an ORF</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Naturschutzbeirat_an_ORF</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;artikel90&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Brief&lt;br /&gt;
| texttyp = Seherprotest&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= 29. März 1995&lt;br /&gt;
| kategorien= ORF; Verkehr; 1995&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2= gehört zu Serie&lt;br /&gt;
Hofinger vs. ORF [[Naturschutzbeirat an ORF|1]]-[[Angenommen|2]]-[[Ihr_Schreiben_vom_6._März|3]]-[[Hofinger an ORF|4]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
als Vorsitzender des Naturschutzbeirates&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6162 Mutters, Fach 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die Redaktion von &amp;quot;Tirol Heute&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ORF Studio Tirol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rennweg 14 6020 Innsbruck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Sicht des Natur- und Umweltschutzes muß man natürlich in hohem Maße danin interessiert sein, daß der öffentliche Verkehr ausgebaut wird und der bezinfressende und umweltverschmutzende Individualverkehr eingedämmt wird Mit großer Verwunderung und Verärgerung habe ich den Vergleich Flaurling -Innsbruck in der Sendung vom Mittwoch, 29. 3. 1995 verfolgt.&lt;br /&gt;
Zum Thema Kostenrechnung sagte E. Berger in etwa: Nehmen wir für den PKW km-Kosten von 2.-S -hingegen hat er für den Zug nicht die tatsächlich bei einem Pendler vor oder nach Einführung des Verkehrsverbundes anfallenden Kosten genommen, sondern einen Einzelfahrschein - bescheidenerweise nur in der 2. Klasse. Und siehe da, der Zug ist sogar teurer als das Auto!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit verhält es sich doch so, daß es in Österreich kein Auto gibt, das echte km-Kosten unter 4 Schilling hat. Das wird jedes Jahr nicht nur von den Autofahrerclubs, sondern auch amtlich festgestellt. Wer nur die Benzinkosten berechnet, dem pflege ich zu sagen, er könne genau so gut nur die Ölkosten oder nur die Versicherung auf die Kilometer aufteilen. Einem Pendler, der mit Monatskarte von Flaurling nach Innsbruck fahrt, kommt, größenordnungsmäßig, eine Fahrt auf weit unter zehn Schilling, während eine Autofahrt dieselbe Strecke recht genau 100,- S kostet. Etwas anderes zu behaupten ist pure Manipulation Den meisten Pendlern, etwa wenn sie im Landeskrankenhaus arbeiten, ersetzt der Dienstgeber bis auf 100 S die Monats- oder Wochenkarte - der zahlt dann, bei 20 Arbeitstagen, pro Fahrt 2,50 S, also den 40. Teil einer Autofahrt. Tirol heute hat dagegen die Zugfahrt als teurer hingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ist der Schaden wieder gutzumachen? Ich bin bereit, diese Zahlen in einer der nächsten Sendung zu interpretieren. Oder Sie stellen von sich aus richtig. Geschieht das nicht in den nächsten Tagen, werde ich als Vorsitzender des Beirates öffentlich Laut geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich selbst gehe täglich, wenn ich nicht mit dem Zug fahre, zu Fuß von Mutters nach Innsbruck. In meinem Alter ist das frühe Aufstehen - manche nennen es die präsenile Bettflucht - kein Problem mehr. Der Gewinn an Lebensqualität dabei ist beträchtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Erwartung einer befriedigenden Antwort verbleibe ich inzwischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W. Hofinger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ORF]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1995]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 03 Mar 2014 16:48:04 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Naturschutzbeirat_an_ORF</comments>		</item>
		<item>
			<title>Salzige Abwässer</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Salzige_Abw%C3%A4sser</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;/* {{PAGENAME}} */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= ?1986&lt;br /&gt;
| kategorien= Transit; 1986&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang der Brennerautobahn und darunter sind die Folgen des hemmungslosen Salzens deutlich an den Bäumen zu erkennen. Bauern und Hausbesitzer merken, wie ihre Quellen der Reihe nach unbrauchbar werden. An Pilzen entlang der Autobahn hat man zwanzigmal mehr Cadmium festgestellt, als in Deutschland in der Kalbsleber zulässig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist zu tun? Zunächst, wie überall im Umweltbereich, ist mehr zu sparen. Es wurde schon oft beobachtet, daß gleich hinter dem Salzwagen der Schneepflug gefahren kam. Selbst an kalten niederschlagsfreien Schönwettertagen wie in den letzten Wochen wurde schon kräftig gesalzen. Die Frage, ob die Salzerei überhaupt nötig ist, wird, so scheint es, nur in Kurorten gestellt. Warum nicht auch an Durchzugsstraßen? Könnte man da nicht auch bei Eis und Schnee einfach langsamer, mit Ketten und Winterreifen, auch sicher ans Ziel kommen? Im Straßenverkehr werden viele einfache Fragen nicht gestellt.&lt;br /&gt;
Und wenn schon Salz: Man könnte die Suppe geordneter ableiten, statt sie durch Auto oder Pflüge hinausschleudern zu lassen; statt sie durch Rohre, wie bei einem Plumpsklo, auf Felder, Wälder und Häuser rinnen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene Mitbürger, Bauern und andere, deren Häuser unterhalb einer der vielen hohen Brücken der Brennerautobahn stehen, freuen sich auf den Winter. Da werden die Reparaturarbeiten eingestellt. Es fallen dann nicht mehr Bleistaub und Steinbrocken auf sie und ihre Kinder herab, sondern nur mehr Salzwasser und Schnee.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1986]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 03 Mar 2014 16:44:14 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Salzige_Abw%C3%A4sser</comments>		</item>
		<item>
			<title>Fußgänger</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Fu%C3%9Fg%C3%A4nger</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Die Furche&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= ?1996&lt;br /&gt;
| kategorien= Auto; 1996&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;artikel300&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
Nach der Chorprobe gehen alle ins Gasthaus. Auch nach anderen Anspannungen weiß man, wie man sie angenehm ausklingen lassen kann. Zur Probe mit dem Auto; ins fünfzig Meter entfernte Gasthaus natürlich auch nicht zu Fuß, sondern wieder mit dem Auto - damit anschließend die Strecke zurück zum Auto nicht etwa zu Fuß bewältigt werden muß. Darauf angesprochen, daß solches Tun unerlaubt sei, lachen einen alle aus: Ja, g'rad so kennen wir ihn, unseren naiven Naturschützer. Hermann Knoflacher zur FURCHE: &amp;quot;Wir haben verlernt, uns verantwortlich zu verhalten. Die Ethik ist uns abhanden gekommen in fast allen Bereichen ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist es. Es ist bekannt, daß die Wähler der Grünen weit über dem Durchschnitt mit Auto und Flugzeug unterwegs sind. Sie finden dafür alle nur möglichen Ausreden - nur die eine, daß Autofahren sehr oft viel bequemer ist als die Pendlerei in einem überfüllten Schülerzug, will ihnen nicht und nicht einfallen. Ich gehe, wenn es geht, zu Fuß in die Arbeit. Gehzeit gut eine Stunde. An einem einzigen Frühlingstag sah ich dabei einen bellenden Rehbock, zwei heftig streitende Eichkätzchen; fand ich ein 10-Schilling-Stück; traf ich einen alten Freund. Gefährlich sind nur die vier Stellen, an denen mein Pfad den Straßenverkehr zu kreuzen hat. Keiner bleibt da stehen, weil ich ja nur ein Fußgänger bin ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich hat nicht jeder einen so schönen Weg zur Arbeit wie ich. Aber alle aus meinem Dorf hätten doch den gleich schönen. Auf hunderte Autos (aus unserem Dorf jeden Morgen in die Landeshauptstadt) kommt ein Fußgänger. &amp;quot;Wir haben verlernt, uns verantwortlich zu verhalten.&amp;quot; In der Stadt gelte ich schon als halber Narr: Daß ich für den Weg ins Büro meine Füße gebrauche, stand als Absonderlichkeit in der Zeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht mit mir geht, liefert täglich den Beweis dafür, daß die Autofahrer nicht die Melkkühe der Nation sind. Wer statt mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit dem Auto zur Arbeit fährt (oder zur Chorprobe, zum Tennis, zum Joggen), der sollte aufhören, das Wort Umweltschutz oder das von der Verantwortung für die künftigen Generationen noch einmal in den Mund zu nehmen. Aber es ist ntürlich ärgerlich, täglich auf frischer Tat ertappt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Furche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1996]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 03 Mar 2014 16:42:32 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Fu%C3%9Fg%C3%A4nger</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wespennest Zeitgeschichte</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Wespennest_Zeitgeschichte</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = präsent&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar, Scheibenwischer&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= September 1979&lt;br /&gt;
| kategorien= Nationalsozialismus; 1979&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt zwei gute Gründe, lautet ein bissiges Scherzwort, um Lehrer zu werden: Der eine heißt Juli, der andere August. Daß sich die Lehrer im Sommer nicht nur von den Strapazen des vergangenen Schuljahres erholen, sondern sich auch auf ein neues vorbereiten, wird dem Laien bewußt, wenn er von Tagungen der Latein oder Geschichtslehrer in der Zeitung liest.&lt;br /&gt;
Die Geschichtslehrer nahmen sich im letzten Sommer wieder einmal des Vorwurfs an, das 20. Jahrhundert und vor allem der letzte Krieg kämen in der Schule, im Unterricht viel zu kurz. Es gibt dafür mehrere Gründe, die man aber nicht gerne aufzählt (Zeitnot, weil man sich zu lange bei anderen Ereignissen aufgehalten hat; des Lehrers Unsicherheit, weil man darüber als Student nichts gelernt hat, u. a.). Im Fernsehen wurde wieder einmal eine Begründung genannt, die jedes Jahr weniger zieht: das Elternhaus. Die Lehrer wagten nicht, in das volle Wespennest zu stechen, weil die Problematik zu stark mit Vorurteilen, persönlichen Erinnerungen und wohl auch persönlichem und familiärem Leid befrachtet sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun ist es Zeit, sich die Augen zu reiben und nachzurechnen: Der durchschnittliche Besucher einer höheren Schule (auch Gymnasium oder Mittelschule genannt) ist 14 Jahre alt, also Jahrgang 1965. Seine Mutter und sein Vater sind, wenn sie nicht mit fünfzig ihr erstes Kind zeugten, wenn sie also statistische Durchschnittseltern sind, um 1940 geboren; sie haben allenfalls im Kindergarten statt eines Tischgebetes zum Bild des Schnauzbärtigen hinaufgegrüßt und gerufen: &amp;quot;Wir danken unserem Führer!&amp;quot; In die Schule sind unsere statistischen Durchschnittseltern nach dem Zweiten Weltkrieg gegangen. Wenn sie gar die Mittelschule besucht haben, dann haben sie dort nichts von den Ursachen und vom Verlauf des schrecklichen Krieges gehört, weil ihre Eltern noch Beteiligte waren. Und ihre Lehrer hatten auch gerade abgerüstet ...&lt;br /&gt;
Es geht also wohl hauptsächlich um die Großeltern heutiger Mittelschüler und um die pensionsreifen Oberstudienräte, wenn behauptet wird, es gäbe Hemmungen, in der Schule Zeitgeschichte zu betreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchschnittseltern heutiger Mittelschüler haben erst nach dem Zweiten Weltkrieg zu denken begonnen. Es ist ein tröstlicher Gedanke, daß über die Hälfte aller Österreicher nach diesem schrecklichen Ereignis geboren wurde, daß für sie das alles schon Geschichte ist. Es gibt also keinen ernsthaften Grund mehr, sich mit diesem Ereignis nicht im Geschichtsunterricht zu befassen. Wohl aber gibt es viel Gründe, dies sehr wohl zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zumal die Schule ja auch sonst nicht behutsam ist. Von der neuen Mathematik bis zur Sexualerziehung, von der deutschsprachlichen Lektüre bis zu Fragen der Schuldisziplin - da gibt es überall Eltern, die ernste Bedenken anzumelden hätten; die sich zumindest in ihren liebgewordenen Vorurteilen getroffen fühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1979]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 03 Mar 2014 16:39:06 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Wespennest_Zeitgeschichte</comments>		</item>
		<item>
			<title>Musik als Lebensquell: Teil1</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Musik_als_Lebensquell:_Teil1</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;artikel90&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium =Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Arikel&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= 25. November 1999&lt;br /&gt;
| kategorien= Musik; Familiengeschichte; 1999&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:lebensquell1.jpg|thumb|340px]]In keinem Zweig der Musik habe ich etwas über dem Durchschnitt geleistet. Und gerade das ermutigt mich, ihren Wert für ein normales bürgerliches Leben im 20. Jahrhundert zu beschreiben.&lt;br /&gt;
Mein Leben mit der Musik, als Mensch in einem gewöhnlichen Beruf, soll ein Beitrag zur Diskussion um die Musikschulen im Lande sein: Ich bin der festen Überzeugung, dass die vielseitige Beschäftigung mit Musik - in allen Altersstufen, in allen Berufen und in allen sozialen Schichten - von großem Nutzen für ein Land ist. Die Debatte über die Finanzierung der Musikschulen ist für mich daher nicht nachvollziehbar; für diesen Zweck sollte noch viel mehr Geld ausgegeben werden.&lt;br /&gt;
Musik als Sinngebung und Lebensquell. Es hat daneben noch andere sehr wichtige Quellen gegeben, von der Religion bis zu Ehe und Familie, von der Geschichtsforschung bis zum Schreiben. Das ist diesmal nicht das Thema.&lt;br /&gt;
Musik ist Leidenschaft. Vor ein paar Jahren habe ich in der Heiligen Nacht um 23 Uhr in Hötting bei der G-Dur-Messe von Schubert beim Tenor ausgeholfen, um Mitternacht bei den Serviten in der Messe des Stille-Nacht-Gruber das 2. Horn geblasen, am Christtag um 8.30 in Mutters geblasen und um 10.30 Uhr in Wilten gesungen. Es ist unmöglich, einem Nicht-Musiker klarzumachen, dass so etwas, vier Aufführungen in 12 Stunden in vier verschiedenen kalten Kirchen, nicht Mühsal oder Qual ist, sondern Erfüllung und Befriedigung bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Mutterleib an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es begann tatsächlich vor 60 Jahren. Ob meine Mutter gesungen hat, als sie mich austrug - weil sie da mit meinen bereits geborenen Geschwistern sang. Fünf Wochen, bevor ich im Oktober 1939 geboren wurde, drangen aus dem Radio Märsche und Fanfaren der besonderen Art: Weil damals Polen in ein paar Tagen überrollt war. Dass England daraufhin dem Deutschen Reich den Krieg erklärte, veranlasste meine Mutter, noch vor meiner Geburt in mein Tagebuch zu schreiben: Ich wolle offenbar nicht in diese schreckliche Welt herauskommen (ich war schon überfällig). Aber bis ich gehen und sprechen könne, würde der Spuk sicher schon vorbei sein; niemand würde dann kleinen Kindern ihre Väter wegschießen und ihre Mütter zu Witwen machen. Es dauerte dann doch bis zu meinem Schuleintritt, bis der Krieg beendet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der ersten Erinnerungen an unsere Kinderstube ist das abendliche Singen. Unsere Mutter hatte ein von uns so genanntes Klavier-Tschimbel, ein eisernes &amp;quot;Xylophon&amp;quot;. Unten sozusagen die weißen Tasten des Klaviers, oben die schwarzen. Nach dem täglichen Bad setzten wir uns um das Instrument. Gespielt und gesungen wurden einfache Lieder: &amp;quot;Es klappert die Mühle am rauschenden Bach&amp;quot; sangen wir am liebsten. &amp;quot;Kommt ein Vogel geflogen&amp;quot; fand auch große Zustimmung. &amp;quot;Hänschen klein&amp;quot; war gefährlich, weil mir da ab der zweiten Strophe oft die Tränen kamen. Einmal soll ich bei diesem abendlichen Singen gesagt haben: &amp;quot;Wäre schad, wenn grad jetzt die Sirene gehen tät!&amp;quot; Von allen Tönen und Geräuschen ist mir bis heute der Klang von Sirenen der widerlichste. Geht irgendwo eine Sirene, auch nur samstäglich probeweise, schüttelt es mich wie bei falschen Tönen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist in meinem Lebensbuch verzeichnet, dass ich singen konnte, bevor ich reden konnte. Gesungen wurden, nach der Anleitung der größeren Geschwister, vor allem Soldatenlieder: &amp;quot;Auf der Heide blüht ein kleines Blümelein, und das heißt: Edelweiß&amp;quot;. Es gab damals in St. Johann zwei Kasernen, eine für die Jäger und eine für die Panzer. Marschierende Soldaten sangen damals, mehr als heute, ihre oft zackigen, manchmal schwermütigen Lieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg waren zuerst Amerikaner, dann Franzosen in St. Johann. Ihre Musikgruppen spielten vor allem laut, zum Teil ganz schrecklich falsch. Erst viel später lernte ich: Nur die Franzosen benützen ungeniert die unreinen Naturtöne, die jedes Naturhorn, also eines ohne Ventile, zwingend hat; vor allem die unreine verminderte Septim, aber auch das sogenannte Alphorn-fa. Moderne Schweizer Alphornbläser nutzen den herben Klang der unreinen Töne bewusst. Die Franzosen, bei denen es Landstriche so groß wie unsere Bundesländer ohne Musikschulen gibt, merkten das gar nicht.&lt;br /&gt;
Unser Vater ist mir als Sänger vor allem in der Kirche in Erinnerung. Er sang gerne eine zweite Stimme beim Volksgesang. Schwester Maria schrieb in der Schule &amp;quot;heilich&amp;quot; statt &amp;quot;heilig&amp;quot;, weil sie das unseren Vater oft und oft in der Haydnmesse singen gehört hatte. Nur mühsam gelang es der Lehrerin, sie davon zu überzeugen, dass Vater richtig gesungen habe, dass aber Schrift und Aussprache hier verschieden seien. Dass er sich jemals irrte, hielten wir sehr lange für ganz ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der St. Johanner Dekanatskirche wurde schöne Musik geboten. An hohen Feiertagen gab es Orchestermessen. Es war das damals fast die einzige Gelegenheit, klassische Musik zu hören. Was an Schallplatten und im Radio geboten wurde, war kaum der Rede wert. Onkel Karl hatte immerhin einen Plattenspieler, den wir manchmal mit seinen Söhnen in Gang setzten. Von der Kirchenmusik wird berichtet, dass sie mir nie zu lange wurde. Ganz aufmerksam soll ich stundenlang zugehört haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Geige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1945 kam ich in die Schule. Die Klassen waren überfüllt, weil zu den vielen einheimischen Kindern des Jahrganges 1939, den sogenannten &amp;quot;Hitler-Fratzen&amp;quot;, noch die Sudetendeutschen stießen und was sonst noch alles in der &amp;quot;Alpenfestung&amp;quot; hängen blieb. Herbert Rosendorfer hat das für Kitzbühel in &amp;quot;Eichkatzlried&amp;quot; treffend beschrieben; in St. Johann war es ähnlich, nur war es bei uns natürlich nicht so international, wie das bei den auch sonst so welterfahrenen Kitzbühelern üblich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewinn für St. Johann kam damals aus Hamburg: Das von den Bomben geflüchtete Ehepaar 1Werth (beide Klavier) und der mit ihnen befreundete Geiger Wilhelm Mlosch. Nie wieder im Leben habe ich einen Lehrer gehabt wie Herrn Mlosch. Er hatte ein absolutes Gehör, auch ein absolutes Zeitgefühl. An mir gefiel ihm meine Urwüchsigkeit - ich ging im Sommer barfuß in die Geigenstunde, so wie in die Schule. Und als mir einmal der Bogen aus der Hand fiel, hob ich ihn mit den Zehen auf. Als ich merkte, wie sehr das Herrn Mlosch gefiel, ließ ich den Bogen in einer der nächsten Stunden, wieder fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Beziehung begann am Beginn des dritten Schuljahres. Ich bekam eine halbe Geige (Anm.: kleine Geige). Es gab damals in St. Johann auch einen Geigenbauer. Der Unterricht war im Haus eines Rechenmachers, dem ich vor und nach der Stunde lange bei seiner Arbeit zugeschaut habe. In den ersten Wochen blieb die Geige bei Herrn Mlosch, dafür hatte ich jeden Tag Unterricht.&lt;br /&gt;
Schon nach ein paar Wochen waren Herr Mlosch und ich im Elternhaus mit einem kleinen Konzert zu Gast. Es war nicht viel mehr als ein Spiel auf den leeren Saiten. (Erfahrene Geiger sagten mir später, dass dies die wichtigere Sache beim Geigenspiel sei: Der richtige Strich. Das, was die Finger der linken Hand greifen, ist bloß Technik.) Was die Eltern besonders erfreute: Es klang das alles nicht wie die von ihnen befürchtete Katzenmusik. Man musste sich, auch wenn ich übte, nicht die Ohren zuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr Mlosch ließ uns, bei den Konzerten in seiner Wohnung, in kleinen Gruppen spielen. Stimmführer wurde jeweils der, der sich in den Wochen vorher besonders bemüht hatte. Wer faul war, wurde zurückgereiht, bis zur vierten Geige. Oder er durfte strafweise gar nicht mitspielen; oder nur im Chor, nicht aber solo oder im Duett. Die Urteile von Herrn Mlosch waren immer gerecht. Musste er jemanden ermahnen oder gar strafen, dann merkten wir alle, wie sehr ihn das selber bekümmerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Angst vor Publikum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Jahren hatte ich eine sehr helle hohe Sopranstimme. In der Schule musste ich des öfteren mit der besten Sängerin der Klasse, der Nasn-Liesi, vorsingen. Nie hätte ich zugegeben, dass mir die Liesi eigentlich sehr gut gefallen hat. Für uns waren damals alle Mädchen sehr blöd. Selbst meine Kindergartenliebe, mit der ich sogar eine Kinderhochzeit gefeiert hatte - mitten im Krieg, ihr Vater Ortsgruppenleiter der Partei, mein Vater Chef des Widerstandes - grüßte ich ab Beginn der Schulzeit nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Weihnachten, als ich in der dritten Klasse war, gingen Vetter Karl und meine Schwester Maria und ich &amp;quot;Anklöpfeln&amp;quot;. Wir sangen das Lied &amp;quot;Wer klopfet an&amp;quot; in ein paar Dutzend Bürgerhäusern. Karl als Wirt, Maria und ich als Maria und Josef. Im Jahr darauf sangen meine beiden Schwestern mit mir: diesmal mit Maria als Wirt, ich wieder der Josef, und Liesl, damals noch Lieschen genannt, als Maria. Wir müssen sehr lieb ausgeschaut haben.&lt;br /&gt;
(Fortsetzung folgt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familiengeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1999]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sun, 02 Mar 2014 16:17:11 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Musik_als_Lebensquell:_Teil1</comments>		</item>
		<item>
			<title>Zur Sache, Herr Parteiobmann!</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Zur_Sache,_Herr_Parteiobmann!</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;/* {{PAGENAME}} */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung [[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]  &lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= 9. Mai 2002&lt;br /&gt;
| kategorien= SPÖ; Politisches; Hannes Gschwentner; 2002&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sprach, laut Sonntagskurier, der neu gewählte Landesparteiobmann der Tiroler Sozialdemokraten: &amp;quot;Dank der sozialdemokratischen Bildungspolitik der siebziger Jahre habe ich studieren können.&amp;quot; Nun soll man auf Parteitagen gesagte Worte nicht auf die Goldwaage legen - aber der geschichtlichen Wahrheit zuliebe sei doch festgehalten:&lt;br /&gt;
Es war im September 1961. Unterrichtsminister war, von 1954 bis 1964, Dr. Heinrich Drimmel. Wir Hochschülerschafts-Funktionäre (Leo Wallner war genau so dabei wie Heinz Fischer, Erhard Busek, Beppo Mauhart) wurden mitten in den Ferien nach Wien einberufen, um zum Entwurf eines Studienbeihilfengesetzes Stellung zu nehmen. Mag schon sein, dass die Nationalratswahl vom Frühjahr 1962 eine gewisse Eile in der Gesetzgebung bedingte. Hannes Gschwentner war damals drei oder vier Jahre alt. Dass er später, ohne seine Eltern über Gebühr zu belasten, studieren konnte, verdankt er, wie viele Arbeiter- und Bauernkinder seither, einem Bundesgesetz, das von einem ÖVP-Minister eingebracht wurde, und dem der Koalitionspartner SPÖ natürlich zugestimmt hat. Vorher gab es nur kleine Stipendien und die nur für die Begabtesten. Ab 1962 erhielten jene, deren Eltern wenig hatten, und die regelmäßig Prüfungen ablegten, im Monat so viel wie den halben Anfangsgehalt eines mittleren Angestellten. Der Sohn eines Försters erzählte mir unlängst, dass er erst ab 1962 sorglos studieren konnte. Es ist das eines der vielen Beispiele dafür, was ein Sozialstaat ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPÖ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politisches]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hannes Gschwentner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2002]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sun, 02 Mar 2014 09:28:53 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Zur_Sache,_Herr_Parteiobmann!</comments>		</item>
		<item>
			<title>Zustand der Tiroler Wälder – Folge 1: Trendumkehr - ja oder nein?</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Zustand_der_Tiroler_W%C3%A4lder_%E2%80%93_Folge_1:_Trendumkehr_-_ja_oder_nein%3F</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;/* {{PAGENAME}} */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung [[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]  &lt;br /&gt;
| texttyp = Artikelserie&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= Sommer 1989&lt;br /&gt;
| kategorien= Waldsterben;1989&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=[[Zustand der Tiroler Wälder – Folge 1: Trendumkehr - ja oder nein?|Folge 1]] Folge 2 fehlt [[Zustand der Tiroler Wälder – Folge 3: Wie giftig sind die ungiftigen Speisepilze?|Folge 3]] [[Zustand der Tiroler Wälder – Folge 4: Verfahren gegen Waldverschmutzer|Folge 4]] [[Zustand der Tiroler Wälder – Folge 5: Die Schutzwälder sind das Sorgenkind Nr. 1|Folge 5]] [[Zustand der Tiroler Wälder – Folge 6: Wald und Wild|Folge 6]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Waldzustandsbericht 1988 im Landtag beraten wurde, versprachen wir, in Zeiten, da weniger los ist, diesen Bericht aufzubereiten. Viele Leser dieser Zeitung sind Waldbesitzer oder Mitglied einer Agrargemeinschaft. Der Zustand der Tiroler Wälder, alljährlich in einem ausgezeichnet gestalteten Bericht zusammengefaßt, wird Sie daher als Betroffene interessieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1988 waren 37 Prozent des über 60 Jahre alten Waldbestandes geschädigt, 28 Prozent weisen leichte, 8 Prozent mittelstarke und 1,7 Prozent starke Schäden auf. Vor allem der für unser Gebirgsland lebensnotwendige Schutzwald ist von den Schädigungen betroffen, ganz besonders im nordalpinen Bereich. Von allen Baumarten sind die ökologisch wertvollen Mischbaumarten Tanne und Buche am meisten bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1984 hat das Ausmaß der Waldschäden um 7 Prozentpunkte zugenommen. Von 1987 bis 1988 gab es erstmals, allerdings nur bei den leichten Schäden, eine Trendumkehr: Sie sanken von 32 Prozent auf 28 Prozent. Der Zustandsbericht meint dazu: &amp;quot;Die überaus waldfreundliche Witterung dürfte mit ein Grund für die Abnahme leichter Schäden gewesen sein, bei mittleren und starken Schäden hat sie sich jedoch nicht ausgewirkt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am stärksten geschädigt sind die Tannen: Zwei Drittel von ihnen sind nicht mehr gesund. Von 1987 auf 1988 haben sich bis auf die Tanne alle Baumarten leicht erholt. Die Schäden sind im Land nicht regelmäßig verteilt. Am stärksten betroffen sind die Nordalpen, das mittlere und untere Inntal (Telfs bis Erl) und das Wipptal: Landesdurchschnitt 37 Prozent. Bezirk Reutte 58 Prozent, Bezirk Lienz 28 Prozent. Diese Verteilung der Schäden ist auch im neuen Bodenkataster des Landes nachweisbar. Im Nordalpengebiet ist es vor allem der Ferntransport der Schadstoffe durch die vorherrschenden Wetterlagen: in den Gebieten mit viel Verkehr, Industrie und Besiedlung sind diese drei Faktoren waldschädigend. Im Raum Kufstein kommt beides, Hausgemachtes und Import, zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldsterben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1989]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 19:27:19 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Zustand_der_Tiroler_W%C3%A4lder_%E2%80%93_Folge_1:_Trendumkehr_-_ja_oder_nein%3F</comments>		</item>
		<item>
			<title>Zustand der Tiroler Wälder – Folge 3: Wie giftig sind die ungiftigen Speisepilze?</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Zustand_der_Tiroler_W%C3%A4lder_%E2%80%93_Folge_3:_Wie_giftig_sind_die_ungiftigen_Speisepilze%3F</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Artikelserie&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= Sommer 1989&lt;br /&gt;
| kategorien= Wald; Umweltverschmutzung; Tschernobyl; 1989&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=[[Zustand der Tiroler Wälder – Folge 1: Trendumkehr - ja oder nein?|Folge 1]] Folge 2 fehlt [[Zustand der Tiroler Wälder – Folge 3: Wie giftig sind die ungiftigen Speisepilze?|Folge 3]] [[Zustand der Tiroler Wälder – Folge 4: Verfahren gegen Waldverschmutzer|Folge 4]] [[Zustand der Tiroler Wälder – Folge 5: Die Schutzwälder sind das Sorgenkind Nr. 1|Folge 5]] [[Zustand der Tiroler Wälder – Folge 6: Wald und Wild|Folge 6]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Waldböden sind, wie man dem nagelneuen Bodenbericht entnehmen kann, viel stärker mit Schadstoffen belastet als die Böden im Freiland. Das kommt daher, daß die Bäume Schadstoffe massenhaft filtern. Mit dem Laub- und Nadelfall kommen die Schadstoffe auf den Boden, wenn sie nicht schon vorher, bei Regenfällen, aus Blättern und Nadeln ausgewaschen wurden, also wieder in den Boden gelangten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersucht wurden laut Zustandsbericht Speisepilze auf Cäsium von Tschernobyl und auf Schwermetalle. Die auf Cs 137 und Cs 134 untersuchten Pilze kamen alle vom Vomperberg, der eine für das ganze Land durchschnittliche Verstrahlung hat. Von 109 Proben lagen 37 Prozent unter 10 Nanocurie je Kilogramm, 39 Prozent lagen zwischen 11 und 50 nCi/kg, 24 Prozent lagen darüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was besonders bedenklich ist: Seit dem Reaktorunfall in der Ukraine ist die Radioaktivität in den Pilzen nicht zurückgegangen. Über 50 nCi/kg sind ein bedenklich hoher Wert. Wer Pilze sammelt, weiß ja nicht, ob die von ihm gesammelten Pilze im kritischen Bereich liegen. Pilze reichern auch Schwermetalle in ihren Fruchtkörpern an. Nun hat man die Schwermetallgehalte von Tiroler Waldpilzen mit den Richtwerten für Zuchtchampignons verglichen und festgestellt, daß die Schwermetallgehalte beim 10- bis 100fachen der Richtwerte liegen. Daß sich die Schwermetalle nicht nur neben der Straße ablagern, beweisen die Gehalte am Vomperberg. Das weiß man auch aus anderen Messungen: Als die Bleiwerte im bundesdeutschen Benzin gedrittelt wurden, war dies auf der Zugspitze meßbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltverschmutzung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschernobyl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1989]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 19:24:49 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Zustand_der_Tiroler_W%C3%A4lder_%E2%80%93_Folge_3:_Wie_giftig_sind_die_ungiftigen_Speisepilze%3F</comments>		</item>
		<item>
			<title>Zustand der Tiroler Wälder – Folge 5: Die Schutzwälder sind das Sorgenkind Nr. 1</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Zustand_der_Tiroler_W%C3%A4lder_%E2%80%93_Folge_5:_Die_Schutzw%C3%A4lder_sind_das_Sorgenkind_Nr._1</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Artikelserie&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= Sommer 1989&lt;br /&gt;
| kategorien= Wald;1989&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=[[Zustand der Tiroler Wälder – Folge 1: Trendumkehr - ja oder nein?|Folge 1]] Folge 2 fehlt [[Zustand der Tiroler Wälder – Folge 3: Wie giftig sind die ungiftigen Speisepilze?|Folge 3]] [[Zustand der Tiroler Wälder – Folge 4: Verfahren gegen Waldverschmutzer|Folge 4]] [[Zustand der Tiroler Wälder – Folge 5: Die Schutzwälder sind das Sorgenkind Nr. 1|Folge 5]] [[Zustand der Tiroler Wälder – Folge 6: Wald und Wild|Folge 6]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gesundheitszustand der Tiroler Wirtschaftswälder ist deutlich besser als der in den Schutzwäldern. Diese Erscheinung hat vielerlei Ursachen, auch das höhere Durchschnittsalter der Schutzwälder, aber ganz sicher nicht nur dieses. 63 Prozent aller Bäume im Schutzwald sind nicht (mehr) gesund; besonders hoch ist hier der Anteil der mittel (15 Prozent) und stark (3 Prozent) geschädigten Bäume, während im Wirtschaftswald gottlob die leichten Schäden überwiegen. Auch beim Schutzwald hat der Nordalpenbereich die schlechteren Werte als die Zentralalpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Um und Auf im Schutzwald ist die rechtzeitige Verjüngung, die man, je höher hinauf, fast nur künstlich einleiten kann. Von 1972 bis 1986 wurden in Tirol auf 33.000 ha, das ist etwa ein Fünftel des &amp;quot;Nichtstaatsschutzwaldes&amp;quot;, Verjüngungs- und Pflegemaßnahmen durchgeführt. Die öffentlichen Mittel dafür wurden in den letzten Jahren beträchtlich angehoben. Es ist sogar gelungen, im Zuge von &amp;quot;flächenwirtschaftlichen Projekten&amp;quot; 6 Mio. S aus dem Katastrophenfonds flüssig zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten Jahren hat man vor allem Hochlagenaufforstungen gefördert - mit etwa der Hälfte der Mittel. Jetzt sind es nur mehr 10 Prozent, dafür gehen 90 Prozent in die Verjüngung und Pflege von Schutzwäldern. Man hat, vereinfacht ausgedrückt, die Arbeitsgebiete ein paar hundert Meter gesenkt, weil man eingesehen hat, daß nicht alle Hochlagenauflforstungen gelungen sind, und weil einen Stock tiefer die dringenderen Aufgaben warten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Erhebungen des Landesforstdienstes sind neben den derzeit erfaßten 40.000 ha noch rund 70.000 ha sanierungsbedürftig. Dafür wird noch mehr Geld, von Bund und Land, benötigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1989]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 19:20:49 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Zustand_der_Tiroler_W%C3%A4lder_%E2%80%93_Folge_5:_Die_Schutzw%C3%A4lder_sind_das_Sorgenkind_Nr._1</comments>		</item>
		<item>
			<title>Zwickmühle</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Zwickm%C3%BChle</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = AgroBonus&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum=Heft 8-9 1994&lt;br /&gt;
| kategorien= Landwirtschaft; EU; 1994&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Energisch wies alles, was unter Bauernvertretern Rang und Namen hat, die Unterstellung zurück, die Bauern hätten am 12. Juni anders abgestimmt, als es ihnen ihre gewählten Vertreter mehr oder weniger deutlich anempfohlen haben. Jeder von uns kennt Bauern, vor allem solche, die vom Verkauf von Milch oder Getreide leben, die gar kein Geheimnis daraus machten, daß sie &amp;quot;dagegen&amp;quot; stimmen würden. Und sie kamen sehr schnell mit dem Vergleich: Ob man sich vorstellen könnte, daß Arbeiter oder Angestellte einem Vertrag zustimmen würden, der ihnen eine garantierte Verminderung ihrer Bezüge in solchem Ausmaß bringen würde? Beim Getreide werden es an die 50 Prozent weniger sein - über drei Schilling derzeit in Österreich, um 1,50 in der EU. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit über diese neuen Preise aber kein Zweifel herrscht, druckten Kammerblätter das alles getreulich und ehrlich ab. Und sprachen ausführlich von allen Zahlungen aus Töpfen der EU, die dafür zumindest teilweise Ausgleich schaffen würden. Je nun. Es gab die richtige und ebenfalls weit verbreitete Überzeugung, daß diese doch recht hohen Preise außerhalb der EU ganz sicher nicht zu halten wären, vor allem nicht unter dem ohne Hilfe der EU noch viel schärferen Fallbeil des GATT. Es war also nicht Parteitreue, nicht dumpfe Ergebenheit, die das Abstimmungsverhalten vieler beeinflußte. In einer ausweglosen Situation zu entscheiden ist schon schwer genug. Das geringere von zwei Übeln zu wählen, ist noch viel schwerer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es schafft das jene Verbitterung, mit der die Bauernvertreter in den kommenden Monaten mit Sicherheit zu tun haben werden: Warum man ihnen so ernsthaft geraten habe, einem Schritt zuzustimmen, der sie in eine wirtschaftlich schwierige Lage bringen würde? Wer die Abschreibung seines Mähdreschers mit alten Getreidepreisen, seines Kuhstalles mit rund sechs Schilling Milchpreis kalkuliert hat, der kann, trotz aller Umweltprogramme, nicht fröhlich in die Zukunft blicken. Und wie schnell ein paar Jahre mit Ausgleichszahlungen um sind, weiß jeder, der so in den Jahresablauf eingebunden ist, wie gerade Ackerbauern und Viehzüchter. Und was wird dann?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AgroBonus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1994]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 19:15:46 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Zwickm%C3%BChle</comments>		</item>
		<item>
			<title>Ungarnplündern</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Ungarnpl%C3%BCndern</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= 30. November 1989&lt;br /&gt;
| kategorien= Osteuropa; Konsum; 1989&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Szene in einem Ödenburger Gasthaus: Einem jungen Wiener bleiben nach dem Zahlen noch jede MengeScheine mit vielen Nullen und ohne viel Wert übrig. Er sagt dem Ober, daß der ganze Mist ihm gehöre, was könne man mit dem Zeug sonst anfangen.&lt;br /&gt;
Forstlehrfahrt: Viele Bauern halten erstmals in ihrem Leben eine Million in den Händen - wenn sie 400 Schilling in Dinar wechseln. Es ist nicht nötig, ihnen zu sagen, daß sie das Gefühl, Millionär zu sein, maßvoll genießen sollen.&lt;br /&gt;
In einem Kaufhaus in Ungarn: Wiener, Burgenländer und Niederösterreicher kaufen alles, was in ihrem Auto Platz hat, auf. Der Wochenendeinkauf kostet hier, bei gleicher Qualität der Waren, einen Bruchteil von drüben. Es zahlt sich die Fahrt aus. Und selbst wenn sie sich nicht auszahlte - allein das Gefühl, einmal der Chef zu sein...&lt;br /&gt;
Mit vollem Recht haben die Ungarn diesen Plünderern nun das Handwerk gelegt. Wie kamen sie dazu, daß die Ostösterreicher ihre Geschäfte um billiges Geld ausräumen? Der Gedanke, daß dann, wenn ich eine Ware um den Bruchteil ihres Wertes kaufte, ein anderer gelegt wird, ist den meisten offenbar nicht von selbst gekommen.&lt;br /&gt;
Es genügt nicht, sich über all das, was sich im Osten ereignet, von Herzen zu freuen. Es wird nötig sein, daß wir unser Verhalten gegenüber den Oststaatenund ihren Bewohnern überdenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Osteuropa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konsum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1989]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 19:08:25 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Ungarnpl%C3%BCndern</comments>		</item>
		<item>
			<title>Unerträgliche Blechlawine</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Unertr%C3%A4gliche_Blechlawine</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;artikel90&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = ?&lt;br /&gt;
| texttyp = Zeitungsartikel&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= ?1988&lt;br /&gt;
| kategorien= Transit; 1988&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tirol droht unter der Verkehrslawine über den Brenner zu ersticken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier möchte ich auch nicht wohnen!&amp;quot; sagte Verkehrsminister Rudolf Streicher während der ORF-Sendung &amp;quot;Argumente&amp;quot; am 9. März 1988 in Innsbruck, als es um die Lebensqualität in Teilen von Österreichs Fremdenverkehrsland Nr. 1 ging. Er muß auch nicht da leben. Tausende Personen im Inntal wie im Wipptal waren vor der Autobahn da. Sie haben da ihr Haus, ihre Felder und Wälder.&lt;br /&gt;
Sie begrüßten am Beginn der sechziger Jahre die neue Straße begeistert, weil sie Erlösung von nicht mehr tragbaren Zuständen versprach: einen halben Tag Fahrzeit von Innsbruck nach Kufstein, mehrere Stunden von Innsbruck auf den Brenner, total verstopfte Orte (wie Wörgl, Rattenberg, Schwaz, Hall, Steinach, Matrei) mit nie abreißenden Autoschlangen. Eine Stunde Wartezeit, um mit einem Heuwagen die Straße zu überqueren; oder mit einem Kinderwagen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jener Zeit, so um 1960, gab es so gut wie keinen grenzüberschreitenden Güterverkehr auf der Straße. Wer Waren von einem Land in das andere zu liefern hatte, benützte dafür wie selbstverständlich die gute alte Eisenbahn (siehe Graphik). Erst mit dem Bau der Autobahnen explodierte der Straßengütertransit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute fahren auf der Straße über den Brenner im Transit 22mal mehr Güter als durch die gesamte Schweiz. Und das nicht nur, weil es auf dieser Route quer durch Tirol so gut wie keine Gewichts- und Geschwindigkeitskontrollen gibt oder weil die Mautkarte für Lastkraftwagen im 100er Block einem Sozialtarif gleicht — sondern weil der Brenner der weitaus niedrigste Alpenübergang auf viele hundert Kilometer ist, der schon deshalb weite Umwege lohnt.&lt;br /&gt;
Wer die Abbildung 1 — wie die meisten Daten zu diesem Artikel den hervorragenden Wald-zustandsberichten der Tiroler Landesregierung entnommen — genauer anschaut, fragt sich natürlich, warum der Güterverkehr dermaßen zugenommen hat. Warum wuchs die Lust, Waren hin und her zu führen, so dramatisch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon ist fast nie öffentlich die Rede, aber hinter vorgehaltener Hand sagt es jeder in Tirol: ein Großteil des Transitverkehrs wird nur durchgeführt, um sich auf legalem oder illegalem Weg Ausfuhrrückvergütungen oder Erstattungen (aus EG-Töpfen oder sonstwo) zu erschleichen.&lt;br /&gt;
Ein Beispiel: führt jemand einen Fernlastzug voll mit schnittigen italienischen Autos von Mailand nach München und meldet sie dort an, dann erhält er vom Staat Italien eine saftige Exportprämie. Nach drei Tagen meldet er die Autos in München wieder ab, fährt mit ihnen zurück und versucht sie nun in Italien zu verkaufen.Dem Käufer ist es egal, daß sein Auto in München auf Kurzurlaub war. Der Gewinn für den Händler ist beträchtlich. Zwei Fernfahrten von einer Million durch Tirol sind damit erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch genügend belegbare Beispiele für illegal erschlichene Fahrten durch das &amp;quot;Herz der Alpen&amp;quot; (so die Tiroler Fremdenverkehrswerbung). Da ich nicht will, daß mir jene, die sich daran krumm verdienen, die Zunge abschneiden, verzichte ich auf Details.&lt;br /&gt;
Dazu kommen noch ungezählte legale, aber an sich ganz sinnlose Transporte, die nur deshalb durchgeführt werden, weil der Ferntransport so gut wie nichts kostet. All diese Fahrten verstopfen die Straßen und bringen den Bürger auch gegen jene paar Fahrten auf, die gut und sinnvoll sind, die dann leicht Platz hätten, und die auch von einer besser organisierten Eisenbahn nicht alle übernommen werden müßten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der eingangs zitierten ORF-Sendung blieb ein wenig der Gesamteindruck übrig, die Bürger an Inn und Sill seien vor allem deshalb gegen den Transitverkehr in der derzeitigen Form (rund eine Million Fernlaster im Jahr, über 5.000 an Spitzentagen), weil sie ihre Ruhe haben wollten. Sie werden damit bei Bewohnern des Wiener Gürtels nicht viel Anklang gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit geht es um viel mehr: Es besteht unter Fachleuten kein Zweifel darüber, daß, bei Anhalten der Belastung im Ausmaß der achtziger Jahre, die Böden, die Bäume, die Quellen und zuletzt die Menschen in diesen beiden Tälern und in ihren Seitentälern schweren Schaden nehmen.&lt;br /&gt;
Wenn die Wälder und Böden (lange vor den Menschen) abgestorben sind, ist die Bewohnbarkeit dieser Regionen nicht mehr gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Tirol kann das alles ganz einfach nicht mehr ertragen&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist keine Übertreibung. Tirol hatte 1987 als einziges Bundesland eine weitere Verschlechterung seines Waldzustandes. Entlang der Brennerautobahn sterben die Bäume an der Salzung - eine Tonne je Laufmeter seit dem Bau! Die Quellen sind großteils schon unbenützbar. Die Kinder husten mehr als anderswo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist zu tun? Es ist diese Entwicklung zunächst einmal klar als Irrweg zu bezeichnen. Der Tiroler Handelskammer stehen ein paar Transportfirmen derzeit noch näher als Tausende Fremdenverkehrsbetriebe. Es hat von den Regierenden in Land und Bund festgestellt zu werden, daß Tirol das alles ganz einfach nicht mehr ertragen kann. Es kann dabei nicht auf das Wohlwollen der Brüsseler Wirtschaftsstrategen Rücksicht genommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat alles zur raschen Modernisierung der Bahn zu geschehen. Die Lahmheit der ÖBB und gar die der italienischen Staatsbahnen ist für jeden Steuerzahler nur sehr schwer ertragbar.&lt;br /&gt;
Wenn das Land ein tägliches Limit von 2.000 Fernlastern verfügt, dann werden die Regierung nördlich und südlich damit gezwungen, die illegalen und die überflüssigen Fahrten auszuscheiden. Wenn wir uns weiterhin alles gefallen lassen, fällt denen auch nichts ein. Und unser Land geht zugrunde!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verfasser ist Vorsitzender des Naturschutzbeirates der Tiroler Landesregierung und Forstreferent in der Tiroler Landwirtschaftskammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1988]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 19:03:52 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Unertr%C3%A4gliche_Blechlawine</comments>		</item>
		<item>
			<title>Tiroler Wald II: Waldzustand</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Tiroler_Wald_II:_Waldzustand</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;artikel90&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Artikelserie&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= 3. August 1995&lt;br /&gt;
| kategorien= Wald; 1995&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Serie_wald.jpg|thumb|340px|[[Tiroler Wald I: Der Wald in Zahlen|Folge 1]] [[Tiroler Wald II: Waldzustand|Folge 2]] [[Tiroler Wald III: Luftbelastung|Folge 3]] [[Tiroler Wald IV: Totholz|Folge 4]] [[Tiroler Wald V: Schutzwaldsanierung|Folge 5]] [[Tiroler Wald VI: Landschaftsdienst|Folge 6]] [[Tiroler Wald VII: Holzproduktion vorantreiben|Folge 7]] ]]Die Waldzustandsinventur, die WZI, wurde 1994 nicht durchgeführt, weil der Aufwand alljährlich in keinem Verhältnis zum Ergebnis steht. 1995 gibt es wieder eine WZI. 1994 wurde dagegen eine Verjüngungsinventur vorgenommen. Die dabei gewonnenen Zahlen, die vor allem über die Wildschäden Auskunft geben, wurden in dieser Zeitung bereits ausführlich besprochen.&lt;br /&gt;
Das Jahr 1994 war das wärmste Jahr, seit es in unseren Breiten Temperaturmessungen gibt, also seit 1822. Inwieweit diese mit Trockenheit im Sommer verbundene Hitze die Vitalität der Bäume vermindert hat, kann noch nicht gesagt werden - sicher ist, daß sich solche Extremwerte auch im Zuwachs niederschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf 3.100 ha Wald gab es Sturmschäden. 15 Waldbränden fielen 1,6 ha Wald zum Opfer. Die Massenvermehrung der Borkenkäfer ist 1994 etwas abgeklungen - wohl eine Folge des unermüdlichen Einsatzes der Waldbesitzer und des Forstpersonals in den hauptbetroffenen Gebieten. Von rund 66.000 fm Schadholz fielen 30.000 fm im Bezirk Reutte an. Borkenkäfer folgen in ihrem Auftreten so wie fast alle Schädlinge einer Wellenbewegung - wie hoch das Maximum wird, hängt von mehreren Umständen ab, vor allem auch vom Wetter in der Zeit des Hochzeitsfluges. Dann geht die Population wieder auf einen sogenannten eisernen Bestand zurück. Im Vorjahr fanden Bockkäfer, Rüsselkäfer, Lärchenminiermotten, Blattwespen und schädliche Pilze aller Art in den durch Borkenkäfern vorgeschädigten Wäldern und in dem warmen Wetter ideale Bedingungen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1995]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 18:48:37 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Tiroler_Wald_II:_Waldzustand</comments>		</item>
		<item>
			<title>Tiroler Wald I: Der Wald in Zahlen</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Tiroler_Wald_I:_Der_Wald_in_Zahlen</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;artikel90&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Artikelserie&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= Juli 1995&lt;br /&gt;
| kategorien= Wald; 1995&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Serie_wald.jpg|thumb|340px|[[Tiroler Wald I: Der Wald in Zahlen|Folge 1]] [[Tiroler Wald II: Waldzustand|Folge 2]] [[Tiroler Wald III: Luftbelastung|Folge 3]] [[Tiroler Wald IV: Totholz|Folge 4]] [[Tiroler Wald V: Schutzwaldsanierung|Folge 5]] [[Tiroler Wald VI: Landschaftsdienst|Folge 6]] [[Tiroler Wald VII: Holzproduktion vorantreiben|Folge 7]] ]]Im Frühjahr wurde dem Landtag vom zuständigen Regierungsmitglied Ferdinand Eberle ein ausführlicher Bericht über den &amp;quot;Zustand der Tiroler Wälder&amp;quot; vorgelegt. In dieser und in den folgenden Nummern der TBZ soll dieser Bericht in kurzen Beiträgen aufbereitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist gar nicht leicht zu sagen, welchen Teil der Landesfläche der Wald bedeckt. Nach dem schon 15 Jahre alten Kataster sind es 37 Prozent, nach den laufenden Erhebungen der Forstinspektionen 38 Prozent, nach der Forstinventur sind es 39,5 Prozent. Einfach zu merken wäre: rund 40 Prozent des Landes sind Wald, das sind recht genau 500.000 Hektar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tirol ist das klassische Land der Agrargemeinschaften. Fast gleichviel Wald wie im Privateigentum (36 Prozent) befindet sich im gemeinschaftlichen Eigentum (37 Prozent). Der Staatswald macht 22 Prozent aus. Gemeindewälder bilden mit fünf Prozent den Rest auf 100. Es gibt Bundesländer mit fast keinen Agrargemeinschaften (z. B. Ober- und Niederösterreich), mit viel mehr Staatswald (Salzburg: 52 Prozent) oder fast ohne Bundesforstebesitz (Vorarlberg).&lt;br /&gt;
In keinem anderen Bundesland ist der Schutzwaldanteil so hoch wie in Tirol: 26 Prozent der Waldfläche sind Schutzwald im Ertrag, 21 Prozent sind Schutzwald außer Ertrag. Im Ertragswald (das sind der Wirtschaftswald und der Schutzwald im Ertrag) gibt es nach der letzten Forstinventur 86 Prozent Nadelhölzer und 3,6 Prozent Laubhölzer - der Rest sind Sträucher und Blößen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tiroler Wald ist stark überaltert: 62 Prozent aller Bäume im Ertragswald sind älter als 100 Jahre. Aus dem Wald wird regelmäßig nur etwa die Hälfte dessen geerntet, was zuwächst: 1994 betrug der Holzeinschlag 845.582 Efm (Erntefestmeter); der Zuwachs lag im Ertragswald bei 1,5 Mio. Vfm (Vorratsfestmeter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1995]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 18:46:47 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Tiroler_Wald_I:_Der_Wald_in_Zahlen</comments>		</item>
		<item>
			<title>Unbescholten, was sonst?</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Unbescholten,_was_sonst%3F</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= Jänner 2008&lt;br /&gt;
| kategorien= Jagd; 2008&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Sachen Berktold bin ich befangen: Vor fast einem Jahrhundert kam ein 14-jähriges Mädchen mit diesem Familiennamen aus dem Außerfern in das St. Johanner Kaufhaus Hofinger, Nach ein paar Jahren heiratete sie den Bruder Karl meines Vaters. Nach dessen frühem Tod führte sie das Kaufhaus und ihre drei Kinder durch schwere Kriegs- und Nachkriegszeit, unsere liebe Tante Hanni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Neffe von ihr, Karl Berktold, wird nun Landesjägermeister werden. Der bisherige Landesjägermeister-Stellvertreter sagte laut Bezirksblatt vom 23. Jänner wörtlich: &amp;quot;Neben der Unbescholtenheit geht es vor allem um die fachliche Kompetenz ...&amp;quot; und so weiter. Was soll, bitte, hier der Hinweis darauf dass Berktold, so wie seine Vorgänger natürlich auch, keine angefüllte Strafkartei hat? Es wird das schon ein Erfordernis sein, um gewählt zu werden. Aber muss man das so laut sagen? Was hätten die Bauern gesagt, wenn man bei der Wahl des neuen Kammerpräsidenten als erstes gesagt hätte, dass er nicht vorbestraft ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder einer wird Schuldirektor oder Gemeindesekretär und man stellt ganz erfreut fest: Unbescholten! So ist dem neuen Landesjägermeister zu wünschen, dass er sich durchsetzt; und dass er mit denen, auf deren Grundflächen die Jagd ausgeübt wird, ein gutes Gesprächsklima schafft.&lt;br /&gt;
Dem scheidenden Landesjägermeister wünschen alle, die ihn kennen, auch die, die ihm manchmal widersprochen haben (natürlich auch sie!), gesundheitlich das Beste. Wenn das Wünschen allein nur helfen würde ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jagd]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2008]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 18:02:11 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Unbescholten,_was_sonst%3F</comments>		</item>
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			<title>Unbescholten, was sonst?</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Unbescholten,_was_sonst%3F</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Sachen Berktold bin ich befangen: Vor fast einem Jahrhundert kam ein 14-jähriges Mädchen mit diesem Familiennamen aus dem Außerfern in das St. Johanner Kaufhaus Hofinger, Nach ein paar Jahren heiratete sie den Bruder Karl meines Vaters. Nach dessen frühem Tod führte sie das Kaufhaus und ihre drei Kinder durch schwere Kriegs- und Nachkriegszeit, unsere liebe Tante Hanni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Neffe von ihr, Karl Berktold, wird nun Landesjägermeister werden. Der bisherige Landesjägermeister-Stellvertreter sagte laut Bezirksblatt vom 23. Jänner wörtlich: &amp;quot;Neben der Unbescholtenheit geht es vor allem um die fachliche Kompetenz ...&amp;quot; und so weiter. Was soll, bitte, hier der Hinweis darauf dass Berktold, so wie seine Vorgänger natürlich auch, keine angefüllte Strafkartei hat? Es wird das schon ein Erfordernis sein, um gewählt zu werden. Aber muss man das so laut sagen? Was hätten die Bauern gesagt, wenn man bei der Wahl des neuen Kammerpräsidenten als erstes gesagt hätte, dass er nicht vorbestraft ist? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder einer wird Schuldirektor oder Gemeindesekretär und man stellt ganz erfreut fest: Unbescholten!So ist dem neuen Landesjägermeister zu wünschen, dass er sich durchsetzt; und dass er mit denen, auf deren Grundflächen die Jagd ausgeübt wird, ein gutes Gesprächsklima schafft.&lt;br /&gt;
Dem scheidenden Landesjägermeister wünschen alle, die ihn kennen, auch die, die ihm manchmal widersprochen haben (natürlich auch sie!), gesundheitlich das Beste. Wenn das Wünschen allein nur helfen würde ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jagd]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2008]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 18:00:24 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Unbescholten,_was_sonst%3F</comments>		</item>
		<item>
			<title>Tiroler Abende</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Tiroler_Abende</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;artikel90&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = TT, TN, AIZ, APA, Presse, SN&lt;br /&gt;
| texttyp = Presseaussendung&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= 30. August 1967&lt;br /&gt;
| kategorien=Stadl; Fritz Prior; 1967&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine von den Teilnehmern der 16. Tiroler Dorftagung geradezu als sensationell empfundene und mit viel Beifall aufgenommene Erklärung gab Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Prior heute im Tiroler Volksbildungsheim Grillhof ab: Dr. Prior kündigte an, das Kulturreferat der Tiroler Landesregierung werde in nächster Zeit Schritte unternehmen, um dem Unwesen der sogenannten &amp;quot;Tiroler Abende&amp;quot; Einhalt gebieten zu können. Wenn eine derartige Veranstaltung einen Namen führen wolle, in dem das Wort &amp;quot;Tirol&amp;quot; in irgendeiner Form vorkomme, dann soll ihr Inhalt in Zukunft genehmigungspflichtig sein, wobei bei der Erteilung einer Konzession sehr strenge Maßstäbe angelegt werden sollten.&lt;br /&gt;
Man könnte niemandem verbieten, in seinem eigenen Haus Tänze und andere Vorführungen abzuhalten, die Tirol von einer derben, primitiven und oft geradezu ordinären Seite zeigen. Wohl aber könne sich das Land dagegen wehren, daß sich dergleichen mit dem Namen &amp;quot;Tirol&amp;quot; schmücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Referaten, Diskussionen und Gruppenarbeiten der 16. Tiroler Dorftagung, die von Montag bis Mittwoch dieser Woche abgehalten wurde, kam man auf diese &amp;quot;Tiroler Abende&amp;quot; zu sprechen. Das Motto der heurigen Dorftagung lautete nämlich &amp;quot;Musische Kräfte und musische Bildung im Dorf&amp;quot; und all die musischen Ausdrucksformen Lied, Musik, Tanz, Wort und Spiel würden - dies war die einhellige Auffassung der Tagungsteilnehmer - in den meisten &amp;quot;Tiroler Abenden&amp;quot; in einer dem Ansehen und der Würde des Landes abträglichen Form geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fritz Prior]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1967]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 17:53:45 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Tiroler_Abende</comments>		</item>
		<item>
			<title>Tirol und die EU</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Tirol_und_die_EU</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;artikel90&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Jungbürgerbuch&lt;br /&gt;
| texttyp = Buchbeitrag&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= ?2002&lt;br /&gt;
| kategorien= Politisches; EU; 2002&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volksabstimmung vom 12. Juni 1994 haben auch die Nord- und Osttiroler dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union zugestimmt. Während im österreichischen Durchschnitt zwei Drittel mit &amp;quot;ja&amp;quot; stimmten, waren es in Nord- und Osttirol nur 55 Prozent. Seit 1.1. 1995 ist Österreich Mitglied der Europäischen Union (EU). Schon bisher gab es einen kleinen, die EU-Grenzen überschreitenden Vertrag: das Accordino (wörtlich: kleines Abkommen) zwischen dem Bundesland Tirol und Vorarlberg einerseits sowie Südtirol und dem Trentino andererseits. Auch in der ARGE-Alp, die unter maßgeblicher Beteiligung Tirols gegründet wurde, versuchte man in den vergangenen zwanzig Jahren, Staatsgrenzen zu überspringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehung der EU&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begonnen hat das alles 1951, als die alten Kriegsgegner Frankreich und Deutschland gemeinsam mit den Beneluxländern und Italien die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) aus der Taufe hoben. 1957 wurde mit den Römer-Verträgen die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) begründet. Bis 1993 wurde daraus ein Wirtschaftsblock von zwölf Staaten. Seit 1995 sind es 15 Staaten. Seit dem Vertrag von Maastricht spricht man von der EU, also einer Union. Sie hat mehrere gemeinsame &amp;quot;Politiken&amp;quot;, wie das in der Fachsprache der Europäer heißt: So sollen z. B. die Außen- und Innenpolitik (etwa die Bekämpfung der Drogenkriminalität oder des Terrorismus) mehr als bisher gemeinsam gestaltet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chancen und Gefahren eines EU-Beitrittes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedenken kamen in erster Linie von der Landwirtschaft. Die Agrarpreise in der EU sind wesentlich niedriger als in Österreich. Die EU baut auf den mit Nutzflächen gut ausgestatteten Vollerwerbsbetrieb. Weil aber die EU selbst viele sogenannte benachteiligte Gebiete hat und weil auch dort gebietsweise die Betriebe viel zu klein sind, wurden Programme zur Erhaltung der Landwirtschaft eingerichtet. Man weiß, daß Bauern nicht nur Nahrungsmittel erzeugen, daß der ländliche Raum veröden würde, wenn noch viel mehr Bauern aufgeben würden. Tiroler Bauernvertreter wiesen in der Zeit der Abstimmung wiederholt daraufhin, daß das GATT, ein internationales Abkommen über Handel und Zölle, innerhalb der EU leichter zu ertragen sei als außerhalb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der gewerblichen Wirtschaft wird der EU-Beitritt fast uneingeschränkt begrüßt. Dem befürchteten Ausverkauf des Landes, also der Angst, daß sich noch mehr Ausländer als bisher in unserem schönen Land niederlassen wollen, versuchte der Landtag mit strengeren Bestimmungen in Raumordnung und Grundverkehr zu begegnen. In der Tat haben schon bisher, ohne EU, zahlreiche Ausländer hier Grund und Boden erworben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund eine Million Fernlaster rollen jährlich über den Brenner, durch Inn-, Eisack- und Etschtal. Das Bemühen, den seit 1990 geltenden Transitvertrag voll in den Beitrittsvertrag zu übernehmen, war nicht ganz erfolgreich. Andererseits erhoffen sich die Tiroler für den Bau des Brennerbasistunnels der Bahn Geld aus Brüssel. Gefahren und Chancen bietet die Öffnung von Grenzen allemal. Jungen Menschen, die Sprachen können und initiativ sind, steht Europa nun weiter offen als bisher. Manch einer hat für die EU gestimmt, weil er hofft, daß damit die Brennergrenze quer durch Tirol weniger Bedeutung haben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herz der Alpen nennt sich Tirol in seiner Tourismuswerbung. Es liegt tatsächlich ziemlich genau im Zentrum des alten Kontinents, dessen Geschichte weitgehend eine Geschichte von unzähligen Kriegen ist. Von der europäischen Einigung erhoffen sich viele die Erfüllung eines schönen Traumes: daß nie wieder Krieg sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organe der EU&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ministerrat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sonst überall in demokratischen Staaten das Parlament die Gesetze beschließt, ist in der EU dafür der Ministerrat zuständig. Jedes Land entsendet jeweils einen Minister in den Ministerrat - den, der für die gerade behandelte Frage zuständig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommission&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie besteht aus 17 unabhängigen Mitgliedern. In den Kommissionen wird gemeinsam mit den 16.000 Beamten sozusagen regiert. Neue Gesetze werden vorbereitet, die Einhaltung der bestehenden wird überprüft. Gemeinsame Politiken, wie etwa die Agrarpolitik, werden von den Kommissionen durchgeführt. Der EU-Agrarkommissär ist sozusagen der EU-Landwirtschaftsminister. Ab 1995 ist es Dr. Franz Fischler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Europäische Parlament&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht aus 626 Abgeordneten, die seit 1979 von den Bürgern aller Länder direkt gewählt werden. Daß sie keine gesetzgebende Funktion haben, wird von den Abgeordneten beklagt. Sie fordern seit langem eine Vermehrung ihrer Kompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Europäische Gerichtshof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist berufen, Streitigkeiten zwischen Mitgliedsstaaten und der EU oder Streitigkeiten zwischen den Mitgliedsländern zu schlichten. Er entscheidet, wie Verträge, Gesetze und Verordnungen auszulegen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausschuß der Regionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besteht aus Vertretern der lokalen Gebietskörperschaften, also der Mitgliedsstaaten. In diesem Ausschuß soll, vergleichbar mit dem Bundesrat in Österreich, der Föderalismus zum Durchbruch kommen. Es soll hier die Tatsache, daß Europa nicht aus Zentralstaaten, sondern aus Regionen besteht, zum Ausdruck kommen. Allerdings müssen sich Ministerrat und Kommission nicht an die Wünsche dieses Ausschusses halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politisches]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:EU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2002]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 17:51:25 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Tirol_und_die_EU</comments>		</item>
		<item>
			<title>Tirol: Holzkolonie am Holzweg</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Tirol:_Holzkolonie_am_Holzweg</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;artikel90&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Reinhard Tschaikner&lt;br /&gt;
| medium = Kontakt&lt;br /&gt;
| texttyp = Artikel&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= November 1992&lt;br /&gt;
| kategorien= Forstwirtschaft; TIWAG; Kapitalismus; 1992&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das grüne Anliegen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kolonialismus des 19. Jahrhunderts war unter anderem dadurch gekennzeichnet, daß die herrschenden Mächte Bodenschätze und andere Rohstoffe aus den Kolonien zu geringsten Kosten ausführten. Die Verarbeitung dieser zu nicht-marktwirtschaftlichen Preisen importierten Rohstoffe zu Fertigprodukten brachte dem Heimatland Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum und stand damit quasi am Beginn des modernen Kapitalismus, heute meist freundlicher Marktwirtschaft genannt. Der Beweis, daß die Marktwirtschaft auch dann so erfolgreich sen kann, wenn sie nicht auf der Ausbeutung ganzer Kontinente beruht, steht ja noch immer aus - aber das ist eine andere Geschichte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Markus Wilhelm&amp;lt;/b&amp;gt; hatte in seiner Zeitschrift »Föhn« schon vor Jahren Tirol als (Spitzen-) Stromkolonie Deutschlands bezeichnet und seine akribischen Recherchen schließlich damit gekrönt, daß er gegen die ihn sofort klagende »Großmacht« TIWAG alle Prozeße gewann.&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Winfried Hofinger&amp;lt;/b&amp;gt;, der unbequeme Forstexperte der Landwirtschaftskammer, war Gast beim Diskussionsabend der Kulturinitiative Stubai. Er war es auch, der den Abend unter das Motto stellte: »Tirol: auch beim Holz auf dem Holzweg!« Hofinger präzisierte zu Beginn das provozierende auch: »Da fällt mir unter anderem unsere Transitpolitik ein.« Später kam der Forstexperte noch einmal auf den sprachlichen Ausdruck »Holzweg« zurück. Dieser habe seine negative Belegung in der Geschichte als »Irrweg in den finsteren, unsicheren Wald« erhalten, im Gegensatz zum Weg in die helle, freie, sichere Stadt. Er plädiere aber für eine Bedeutungsumkehr: Der Holzweg, das müsse heute die Bezeichnung nicht mehr für den falschen, sondern für den richtigen Weg sein. Holz wäre in nämlich mehrfacher Hinsicht heute der vernünftige Weg. Von diesem positiven gedachten »Holzweg« ist das Land Tirol allerdings weit abgekommen, belegten Hofingers weitere Ausführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kolonialistische Holzwirtschaft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind der Welt fünftgrößter Holzexporteur, erfuhren die verwunderten Zuhörer. Und unsere Sägewerke verarbeiten noch weit mehr Holz, als bei uns geschnitten wird, weil sie in großen Mengen Rundholz zukaufen und zu Schnittholz verarbeiten. Der Großteil der Wertschöpfung aus dem Rohstoff Holz geht aber unserer Volkswirtschaft verloren, weil die Weiterverarbeitung zu Fertigprodukten zum überwiegenden Teil im Ausland erfolgt. Zu allem Überfluß werden auch die gigantischen Mengen von Holzabfällen der Sägewerke ins Ausland verkauft, und dort z.B. zur Spanplattenproduktion bzw. eben weiter für die Möbelfertigung verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen Sie die TIWAG!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum wird derzeit der Ausbau des Erdgasnetzes um 500 Millionen Schilling vorangetrieben, obwohl wir Erdgas fast ausschließlich werden zukaufen müssen, und die Gesamtvorräte, ganz gleich in wieviel Jahren, ganz sicher erschöpft sein werden? Warum wird in Tirol der Bau von Biomasse-Heizanlagen (Hackschnitzel) als Grundlage für eine besonders umweltfreundliche Erzeugung von Fernwärme praktisch nicht gefördert? Die 15 % Förderung, welche bei uns geboten werden (und auch das nur bis zu einer viel zu niedrigen Höchstsumme) sind reine Augenauswischerei und ungeeignet, den politischen Willen für diese besonders umweltverträgliche Alternativenergie auszudrücken. (Nicht zuletzt sei bei dieser Gelegenheit noch einmal darauf verwiesen, daß die erneuerbare Energiequelle Holz sogar auf eine ausgeglichene C02-Bilanz kommt: Es wird während des Wachstums nämlich eben jene Menge gebunden, die bei der Verbrennung frei wird. Anm. d. Verf.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort weiß nur der Wind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum dies so ist, meinte Hofinger, müsse man schon bei der TIWAG nachfragen. Ich ergänze: Und bei den Landespolitikern. Hofinger, als Bauernkammer-Bediensteter, gibt die Antwort nicht - obwohl er um eine solche wahrscheinlich nicht verlegen wäre. Ich würde meinen, auch eine solche geben zu können - womöglich die gleiche - und mache es auch nicht. Sie wäre sehr, sehr unschmeichelhaft. Fest steht, die Fachleute zur Weisung des volkswirtschaftlich und ökologisch besten Weges wären ja vorhanden. Andere Motive scheinen stärker zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzte Meldung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nußdorf/Debant mußte die Gemeinde am Dienstag den fertigen Plan zum Bau einer großen Biomasse-Heizanlage für eine ganze Siedlung aufgeben. Der Grund: Die unzureichende Förderung durch das Land. In unserem Nachbarland Salzburg entsteht zwischenzeitlich beinahe eine solche Anlage nach der anderen. Aus der SVZ vom 26.9. 1992: »Sägerestholz reicht für alle Biomasse-Anlagen«: Allein bei den Salzburger Sägewerken sind im vergangenen Jahr 1,17 Millionen Raummeter Sägerestholz angefallen ... Agrarlandesrat Wolfgruber stellte fest, in den kommenden Jahren werden jeweils noch ein zusätzliches Biomasse-Fernheizwerk mit einer Förderung von bis zu 40 % (!, der Verf.) errichtet...« Andere Länder, andere Sitten!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forstwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:TIWAG]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kapitalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1992]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 17:46:16 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Tirol:_Holzkolonie_am_Holzweg</comments>		</item>
		<item>
			<title>Streßauslese unter Politikern</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Stre%C3%9Fauslese_unter_Politikern</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = präsent&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar, Scheibenwischer&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= Juni 1983&lt;br /&gt;
| kategorien= Wahlen; Bruno Kreisky; 1983&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der letzten Nationalratswahl hat man kaum irgendwo gelesen, daß ihr Ausgang doch zu einem guten Teil, wenn nicht ganz, vom Gesundheitszustand des Spitzenkandidaten mitentschieden wurde.&lt;br /&gt;
Das ist sicher alles viel wichtiger, als man gemeinhin annimmt, und zwar mit gutem Recht: Der einfache Staatsbürger darf sich zugute halten, daß er von der Wirtschaftskrise und von allen Mitteln, ihr beizukommen, sehr wenig versteht.&lt;br /&gt;
Er darf des weiteren annehmen, daß der Spielraum, der den Spitzenleuten jedweder Partei gegeben ist, relativ gering ist; daß es aber doch wichtig ist, in welcher gesundheitlichen Verfassung einer, der sich herausnimmt, für unser aller Nutz und Frommen tätig zu sein, in diesen Ring steigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daß Kreisky nicht gesund ist, sah jedermann, der ihn am Fernsehschirm einigermaßen genau beobachtete. Zeitweilig machte er, bei eingeschalteter Fernsehkamera, genau den Eindruck, daß man ihm die Führung unserer Republik mit bestem Wissen und Gewissen nicht anvertrauen wollte.&lt;br /&gt;
Politik, wie sie in unseren Landen und anderswo ausgeübt zu werden pflegt, ist ein mörderisches Geschäft, auch für Gesunde. Auch das wissen die Leute, und nicht erst, seit es das Fernsehen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele haben in der weiteren Nachbarschaft einen Politiker wohnen, von dem sie genau sehen, wann er am Morgen abgeholt wird und wann er am Abend bzw. oft erst wieder gegen den Morgen zurückgebracht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es sich aus den Zeitungen und aus Radio und Fernsehen zusammenreimen, wie viele Termine Spitzenleute, aber auch solche der mittleren Etagen, an einem Tag wahrnehmen müssen.&lt;br /&gt;
Viele kennen den Bürgermeister ihrer Stadt; aus seiner Amtsüberlastung können sie zu Recht darauf schließen, wie groß die Last ist, die der &amp;quot;Bürgermeister der Republik&amp;quot; zu tragen hat.&lt;br /&gt;
Nun kann man mit sehr viel Berechtigung darüber diskutieren, ob die Art, wie Spitzenpolitiker heute arbeiten und leben, vernünftig ist. Daß sie nicht gesund ist, wird niemand bestreiten; daß sie daher nur einer aushält, der aus einem ganz bestimmten Holz geschnitzt und &amp;quot;vollfit&amp;quot; ist, kann man sich vorstellen.&lt;br /&gt;
Darum gibt man die Macht auch nur einem, der die für so ein Amt nötige Gesundheit in ausreichendem Maße besitzt. Die Auswahl der Politiker nach dem, was der Mensch an Strapazen, an kurzen Nächten und langen Arbeitstagen, an Festgelagen und Sitzungsstreß aushält, ist nicht unproblematisch. Nach diesem Ausleseprinzip kommen sensible Typen erst gar nicht nach oben; und wenn sie es einmal schaffen, macht sie der Rhythmus, der dort oben herrscht, herz-, nerven- und gemütskrank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrig bleibt eine Sorte von Leuten, denen Anstrengungen nichts ausmachen; die ungeniert wochenlang ihren Familien, ihren Büchern und Hobbys fernbleiben.Ob das für uns alle gut ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahlen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bruno Kreisky]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1983]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 17:40:47 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Stre%C3%9Fauslese_unter_Politikern</comments>		</item>
		<item>
			<title>Selbsttötung</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Selbstt%C3%B6tung</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= 18. jänner 1996&lt;br /&gt;
| kategorien= Selbstmord; Kirchliches; Pia Maria Plechl; 1996&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
Nun, da es die Zeitschrift &amp;quot;profil&amp;quot; auf vier Seiten abgehandelt hat, da es nun also öffentlich ist, wird man darüber reden dürfen: Daß sich die große alte Dame des katholischen Journalismus, Dr. Pia Maria Plechl, selbst das Leben genommen hat. Vor dem recht fundierten Artikel haben sich alle, die wußten, daß p. m. p. keinen Ausweg mehr sah, das nur ungläubig zugeraunt. Es soll hier nicht darüber befunden werden, ob das Schreiben über den letzten Akt einer einsamen, schwerkranken Frau erlaubt war oder nicht. &lt;br /&gt;
Richtig zu stellen ist: Im &amp;quot;profil&amp;quot; steht, daß sogar die katholische Kirche &amp;quot;da schneller gelernt&amp;quot; habe (schneller als die anderen Zeitungen). Sie verscharre &amp;quot;Selbstmörder&amp;quot; nicht mehr heimlich. Das stimmt, das tut sie seit ein paar Jahren nicht mehr. Aber im neuen Weltkatechismus steht geschrieben, daß Selbstmord immer eine schwere Verfehlung ist. Das steht so dort, unabhängig davon, was hundert Jahre an Psychologie und Psychiatrie ergeben haben - daß nämlich Selbstmörder in aller Regel das, was sie da tun, nicht mehr mit jener Freiheit tun, die Voraussetzung für eine schwere Sünde ist. Der Katechismus ist in sich unschlüssig: Er rät, ein paar Absätze weiter, trotzdem für die Selbstmörder zu beten. Wozu ich alle Leser und Leserinnen auffordern möchte.&lt;br /&gt;
 &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Selbstmord]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchliches]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pia Maria Plechl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1996]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 17:36:42 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Selbstt%C3%B6tung</comments>		</item>
		<item>
			<title>Tirol wem?</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Tirol_wem%3F</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= 17. Februar 1994&lt;br /&gt;
| kategorien= Politisches; FPÖ; Ausländerfeindlichkeit; 1994&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wer gar kein Sprachgefühl hat, wird bei den beiden politischen Parolen: &amp;quot;Wir Tiroler&amp;quot; und &amp;quot;Tirol den Tirolern&amp;quot; keinen Unterschied merken. Es lebe der beträchtliche Unterschied. &amp;quot;Wir Tiroler&amp;quot; umschließt: Wir sind so stark und selbstbewußt, daß wir alle gemeinsam die offenen Probleme lösen werden - vom Transit bis zu anderen Umweltthemen, von der Ausländerfrage bis zu den Zweitwohnsitzen. Und wir alle, wir Tiroler, wissen, daß wir unter anderem eine gesunde Landwirtschaft brauchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Tirol den Tirolern&amp;quot; ist kleinlich, chauvinistisch und ausländerfeindlich. Alle, die nicht mindestens vier Großeltern und acht Urgroßeltern aus Nord-, Süd- und Osttirol vorweisen können, sollen zurück zum Start, selbst wenn sie dringend gebraucht werden; auch wenn man ihnen das, wie man sie hier angestellt hat, als Tellerwäscher und Hilfsarbeiter im Straßenbau, als Putzfrauen und Bretterträger im Sägewerk, nicht gesagt hat - daß sie sich am besten schleichen sollen. Frage an die FPÖ: Was soll sich meine Ehefrau, waschechte Wienerin und erst seit 28 Jahren in Tirol wohnhaft, denken? Darf sie hierbleiben, obwohl ihre Vorfahren aus Wien, Vorarlberg, Böhmen und Ungarn stammen? Hat sie sich als Ausländerin zu fühlen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politisches]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FPÖ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausländerfeindlichkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1994]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 17:34:52 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Tirol_wem%3F</comments>		</item>
		<item>
			<title>Tourist-Center in Innsbruck?</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Tourist-Center_in_Innsbruck%3F</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;/* {{PAGENAME}} */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung [[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]  &lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= 16. Mai 1969&lt;br /&gt;
| kategorien= Architektur; Tourismus; 1969&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit viel Tam-Tam, auf gekonnte Art und Weise stellten die Proponenten eines Großhotels am Innsbrucker Hochhausplatz ihr Projekt der Öffentlichkeit vor. Viele Gründe sprechen gegen die Errichtung dieses &amp;quot;Fremdensilos&amp;quot;, einige sprechen dafür. Einwände, die dem schlichten Besucher der Vorstellung kommen, werden mit einem Wortschwall, dem man nicht gewachsen ist, weggewischt; werden Innsbrucks Gemeinderäte dem gewachsen sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen das Projekt spricht seine klobige Wuchtigkeit, dem Modell nach zu urteilen wird es nicht schön sein; die Höhe von 49 m verschandelt das Stadtbild und verdeckt den Blick vom Bergisel auf die Altstadttürme. Die Art der Finanzierung wird Innsbrucks Stadtvätern mehr Kopfzerbrechen bereiten. Der Grund wird nämlich nicht abgekauft, sondern die Stadt soll sich mit einem jährlichen Zins von S 500.000,-- zufrieden geben. Die Zeiten werden nicht immer gleich gut sein - wenn die amerikanische Hotel-Gesellschaft aus irgendeinem Grund Innsbruck fallen lassen muß, dann steht die Stadt mit einem Hotel da, das sie nicht brauchen kann und der letzte größere Grund in der Stadt ist damit verbaut ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daß das einzig vergleichbare Hotel Innsbrucks den ganzen Winter über geschlossen ist und auch im Sommer kaum voll ist, wird als unerheblich abgetan. Das soll man Sache der Betriebsgesellschaft sein lassen, die würde ihr Haus schon füllen und den Überschuß an die umliegenden halbvollen Hotels weitergeben. Oft wünscht man sich solch ein Selbstbewußtsein ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hotel soll auch ein Geschäfts-Center errichtet werden. In 4 Geschossen werden hier Geschäfte angesiedelt; damit die Amerikaner nicht einen Einkaufsbummel durch Innsbrucks Geschäftsstraßen machen müssen, sondern alles im Haus bekommen, Innsbrucks Geschäftsleute werden sich freuen.&lt;br /&gt;
Das gesamte Baugelände soll zweigeschossig unterkellert werden, hier werden 45o Parkplätze geschaffen. Viele der 3oo dadurch neu geschaffenen Parkplätze werden vom Hotel, vom Personal, von den Mieten des Geschäftscenters und von Innsbrucker Firmen, die hier mitbauen belegt. Die Parkfrage ist es, die in Innsbruck in Kürze Problem Nummer 1 sein wird, (Sie trifft Politiker mit Dienstauto oder reservierten Abstellplätzen nie so hart wie normal Sterbliche und wird daher gerne unterschätzt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitblickende Stadtverwaltung würde daher auf dem fraglichen Grundstück ein Parkhaus für ca. 2,000 Autos errichten und sieh dadurch bei ihren Bürgern (= Wählern) sehr beliebt machen. Wie wenig aber in Innsbruck das Parkproblem gesehen wird dokumentierte zuletzt die Ausschreibung Kongreßhaus. Da stand zu lesen, Garage würde keine gebaut, weil in Saggen (!) genug Straßen zum Abstellen der Autos zur Verfügung stehen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1969]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 17:32:00 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Tourist-Center_in_Innsbruck%3F</comments>		</item>
		<item>
			<title>Tirol und seine Bauern</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Tirol_und_seine_Bauern</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;artikel90&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Jungbürgerbuch&lt;br /&gt;
| texttyp = Buchbeitrag&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= ?2002&lt;br /&gt;
| kategorien= Agrarisches; Adolf Trientl; 2002&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gehören einem Stand an: Sie nennen sich nicht Landwirte, sondern Bauern. Sie müssen es erst verkraften, daß sie von einer starken Mehrheit zu einer Minderheit mit vielfältigen Problemen wurden. Allerdings, Probleme haben oder hatten in den vergangenen Jahrhunderten auch&lt;br /&gt;
die anderen Stände zuhauf. Die Bauern hatten zumindest meistens genug zu essen. Nord-, Ost- und Südtirol können sich seit Jahrhunderten nicht aus der eigenen Landwirtschaft versorgen. Das Klima und die Kargheit des Bodens zwangen schon früh zu Bescheidenheit;&lt;br /&gt;
immer auch gab es Importe von Nahrungsmitteln, etwa im 15. und 16. Jahrhundert für die Bergknappen in Hall, Schwaz und Sterzing oder für die Bürger der großen Städte. Heute erzeugt die Landwirtschaft nördlich und südlich des Brenners Waren vornehmlich für den Export - im Süden Wein und Obst, zunehmend auch Milchprodukte, im Norden Vieh und Käse; die Selbstversorgung ist damit noch weiter gesunken, was aber angesichts europaweiter Überschüsse bei den Grundnahrungsmitteln niemand zu schrecken scheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Bauer schuf das Alpenland&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neu dazugekommen ist das von den Bauern erzeugte Produkt der gepflegten Kulturlandschaft: In früheren Zeiten als selbstverständliches Begleitbild der Arbeit von Ackerbauern und Viehzüchtern hingenommen, wird die Landschaftspflege nun zunehmend abgegolten, weil sie nicht mehr überall als selbstverständlich gilt. Bauern erhalten öffentliche Mittel dafür, daß sie Bauern sind.&lt;br /&gt;
In anderen Beiträgen in diesem Buch wird dargelegt, wie sehr das Gesicht unseres Landes von der Bauernarbeit geprägt ist. &amp;quot;Der Bauer schuf das Alpenland&amp;quot;, sagte ein Innsbrucker Professor mit Hang zu großen Worten. Daran ist schon etwas wahr: Unterhalb von etwa 2000 Meter Seehöhe trägt das Land überall sehr deutlich die Spuren der Bauernarbeit. Wo sich diese Arbeit nicht mehr lohnt, wird oft aufgeforstet, was in waldärmeren Landesteilen sicher kein Schaden ist, oder es verwildert das Land. Die &amp;quot;Möblierung&amp;quot; der Kulturlandschaft mit Stadeln, Harpfen, Wegkreuzen und anderem verfällt - oder wird künstlich aufrechterhalten. Die sichere Ableitung des Wassers besorgen nicht mehr die Bauern, sondern die Wildbacharbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Selbstversorgung zur EU-Reife&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauernarbeit war früher noch mehr als heute körperliche Schwerarbeit. Das hat sich insoferne geändert, als das Heben schwerer Lasten und den Transport über weitere Strecken Maschinen übernommen haben. Die Antwort auf die teuren Geräte sind Maschinenringe als zeitgemäße Form der Nachbarschaftshilfe. Mit ihren Traktoren fahren die Bauern immer öfter für die Gemeinden: als Schneeräumer zum Beispiel. In letzter Zeit entdeckten sie die kommunale Kompostierung als eine Möglichkeit, diese Maschinen besser auszulasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch immer sind nicht alle Höfe ausreichend erschlossen. Das umfangreiche ländliche Wegenetz dient zunächst dem Personen- und Warenverkehr von und zum Bauernhof. Güterwege sind Lebensadern auch für den Fremdenverkehr und für die Freizeitgesellschaft. Aus der Unwirtlichkeit der großen Ansiedlungen im Tal kommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fremde wie Einheimische sehr oft auf Güterwegen in den schöneren Oberstock des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landarbeiter sterben aus&lt;br /&gt;
Eine ganz wesentliche Änderung gegenüber früher ist, daß der Stand der Landarbeiter, der Knechte und Mägde, fast ausgestorben ist. Vor einhundert Jahren waren - nicht nur in Tirol -die Landarbeiter, also die Unselbständigen in der Land- und Forstwirtschaft, die weitaus größte Gruppe aller Lohnempfänger. Dazu kamen die Geschwister des Bauern, die oft um Gotteslohn mitarbeiten mußten. Es gibt Betriebe, die jetzt im Nebenerwerb geführt werden und die noch vor zwei Generationen ein halbes Dutzend Knechte und Mägde beschäftigt haben. Die heu-te wenigen Landarbeiter sind gut bezahlte Fach-arbeiter. Saisonarbeiter aus aller Herren Länder werden im Südtiroler Obstbau beschäftigt. Aus den von den Knechten und Mägden geräum-ten Zimmern - etwa in den großen Häusern irr Nordtiroler Unterland, im Schierngebiet und im Pustertal - wurden Fremdenzimmer. Es gibt kein Land auf der Welt mit einer ähnlichen Dich-te im Tourismus (Zahl der Übernachtungen je Einwohner) wie unseres. Ein Teil der Millioner von Gästen findet auf den Bauernhöfen inzwischen allen Komfort. Der Urlaub auf dem Bau-ernhof bringt Geld auf die Höfe. Sehr oft geht dieser Betriebszweig aber auf Kosten der Bäue-rin, die zu einer Zeit, da die Erntearbeiten zu erledigen und die Schulkinder den ganzen Tag zu Hause sind, auch noch die Gäste betreuen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Senkrechte Gliederung&lt;br /&gt;
Die Tiroler Landwirtschaft ist von unten nach oben gegliedert (in manchen Ländern, etwa in&lt;br /&gt;
+++++ fehlt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;quot;Mistapostel&amp;quot; Adolf Trientl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolf Trientl war eigentlich Priester. 1817 im Ötztal geboren, trat er nach dem Besuch des Haller Gymnasiums in den Jesuitenorden ein. Nach Auflösung des Ordens 1 848 wurde er zunächst Seelsorger, später Gymnasiallehrer. In den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts begann er auf Wunsch der Kaiserinwitwe Carolina Augusta, Tirol als Wanderlehrer zu bereisen. 1871 wurde er Benefiziat der Waldauf-Stiftung in Hall, 1897 starb er in Umhausen.&lt;br /&gt;
Trientl wanderte von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt, im ganzen &amp;quot;kalten Theile Tirols&amp;quot;; nur die Weingegenden südlich von Bozen ließ er &amp;quot;außer Acht&amp;quot;. Er predigt den Bauern, daß sie die &amp;quot;Gottesgabe des Mistes&amp;quot; und die &amp;quot;Goldtinktur der Jauche&amp;quot; besser behandeln sollten. Weil das seine Lehre war, wurde er ausgelacht und bisweilen angepöbelt: Seine geistlichen Mitbrüder gaben ihm den Spottnamen &amp;quot;Mistapostel&amp;quot;. Er trug ihn aber mit Stolz, wie man aus seinem eigenhändig geschriebenen Lebenslauf schließen darf.&lt;br /&gt;
Er war viel mehr als nur ein Düngerlehrer.&lt;br /&gt;
* Seine Schriften zur Wildbach- und Lawinenkunde könnten in jedem Lehrbuch unserer Tage stehen. Er weiß, daß auch aus einem gut gepflegten Wald, wenn es über alle Maßen regnet, Muren abgehen können. Die schlechte Waldbehandlung zu seiner Zeit rügt er mit vielen harten Worten. Man hat damals von lebenden Bäumen Aste zur Streugewinnung abgehackt...&lt;br /&gt;
* Den Dienstboten empfiehlt er, in ihren Forderungen bescheidener zu sein - sonst würden sie bald einmal durch genügsame und gutwillige Italiener ersetzt, und das zu Recht. Allerdings fordert er für die Dienstboten einen gesetzlich geregelten Urlaub. Damals war Kinderarbeit weit verbreitet, und Urlaub hatte fast niemand im Lande.&lt;br /&gt;
* Auch als Priester war er fortschrittlich. In Obergurgl führte er, hundert Jahre vor anderen, eine Kirchenheizung ein. Er predigte einfach und verständlich. Allerdings wirkte er im letzten Drittel seines langen Lebens fast nur mehr als Volksbildner.&lt;br /&gt;
* Er war dafür, auch die Mädchen auszubilden - und das zu einer Zeit, da man gegen das Frauenstudium hundert Gründe vorgebracht hat. In seiner lebhaften Sprache: &amp;quot;Das Mädchen verdient und verwerthet den Unterricht so gut als der Knabe, und man thut sehr unrecht daran, dieselben zu vernachlässigen . . . Denkt man bei der Erziehung und Bildung blos an die Knaben, dann macht man eben nur eine halbe Arbeit.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Trientl wußte alles, was ein Land- und Forstwirt seiner Zeit wissen konnte. Er war in vielem seiner Zeit um ein Jahrhundert voraus. Warum er trotzdem kaum bekannt, wenig gewürdigt ist? Weil er ein unbequemer Herr war; weil er sich mit den Regierenden nicht vertragen hat (den Landtag nennt er öffentlich eine &amp;quot;Landesstiefmutter&amp;quot;). Anerkennung bedeutete ihm nicht viel, weil er auch so wußte, daß er auf dem richtigen Weg war.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrarisches]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adolf Trientl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2002]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 15:59:13 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Tirol_und_seine_Bauern</comments>		</item>
		<item>
			<title>Transitlogik</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Transitlogik</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= 21. September 1989&lt;br /&gt;
| kategorien= Transit; 1989&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bauer oben am Berg hat eine Hofzufahrt, die ihm nicht paßt. Er hätte gerne, daß die Gemeinde den Weg verbreitert, asphaltiert und die Erhaltungskosten übernimmt. Um dies zu erreichen, beschimpft er bei jeder nur möglichen Gelegenheit den Bürgermeister und die Gemeinderäte und stellt am Beginn seiner Hofzufahrt seinen Traktor, seinen Ladewagen und seinen Pkw ab. Und dann wundert er sich, daß ihn die ganze Gemeinde auslacht.&lt;br /&gt;
In einer vergleichbaren Lage befinden sich die europäischen Frächter. Um Beschlüsse der Regierenden zu erzwingen, schneiden sie sich tief ins eigene Fleisch. Sie tun sich mit der Blockade nur selber weh. Sie gleichen in der Schlüssigkeit ihrer Handlungen einem kleinen Kind. Jeder, der will, daß die Transporteure aus dieser absurden Lage herauskommen, ohne daß sie aus Ärger über ihren Gesichtsverlust zu noch sinnloseren Taten schreiten, muß darüber nachdenken, wie ihnen geholfen werden kann - denn nichts ist der konstruktiven Lösung einer Konfliktsituation so hinderlich, als wenn einer der beiden Betroffenen sich lächerlich macht.&lt;br /&gt;
Vielleicht ist die Brennerblockade schon beendet, wenn diese Zeilen gedruckt werden. Aus der Sicht des Landes und seiner Wirtschaft kann sie ruhig noch ein paar Wochen aufrecht bleiben. Auch die Anrainer haben sicher nichts dagegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1989]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 15:55:22 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Transitlogik</comments>		</item>
		<item>
			<title>Titelordnung</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Titelordnung</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= ? März 1990&lt;br /&gt;
| kategorien= Trivia; Politisches; 1990&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterer Beitrag zum Thema; Unsere Sorgen möcht ich haben! Schreibt das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung an alle Bundesministerien und Landesregierungen, alle Universitäten, alle Kammern, an rund hundert Adressen: aus gegebenem Anlaß erlaube man sich darauf hinzuweisen, daß der österreichische akademische Grad &amp;quot;Diplomingenieur&amp;quot; entweder in dieser Form oder in der Abkürzung &amp;quot;Dipl.Ing.&amp;quot; geführt werden könne. Besonders verwerflich sei die - immer häufiger in Briefadressen aufscheinende - Bezeichnung &amp;quot;Dl&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird gebeten, in geeigneter Weise auf diese Bestimmungen hinzuweisen. Das sind unsere Sorgen im März 1990. Daß zur selben Zeit in Osteuropa kein Stein auf dem anderen bleibt; daß zur selben Zeit in Westeuropa ein guter Teil des Waldes vom Wind geworfen wurde; daß eine weltweite Klimakatastrophe sich abzeichnet; daß die Verschuldung der 3. Welt weiter fortschreitet - was schert uns das. Eines unserer Ministerien schreibt bundesweit aus, daß die zunehmend falsche Abkürzung eines akademischen Titels mit Sorge beobachtet würde und, weil gesetzwidrig (§ 2 Abs. 1 und § 19 Abs. 7 des Bundesgesetzes über technische Studienrichtungen, BGBl. Kr. 29G/1959; § 2 Abs- 1 und § 13 Abs. 5 des Bundesgesetzes über montanistische Studienrichtungen, BGBl. Nr. 291/1969; § 2 Abs. 1 und § 12 Abs. 5 des Bundesgesetzes über Studienrichtungen der Bodenkultur, BGBl. Nr. 292/1969) abzustellen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dipl. Ing. W. Hofinger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trivia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politisches]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1990]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 15:53:17 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Titelordnung</comments>		</item>
		<item>
			<title>Titelordnung</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Titelordnung</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= ? März 1990&lt;br /&gt;
| kategorien= Trivia; Politisches; 1990&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterer Beitrag zum Thema; Unsere Sorgen möcht ich haben! Schreibt das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung an alle Bundesministerien und Landesregierungen, alle Universitäten, alle Kammern, an rund hundert Adressen: aus gegebenem Anlaß erlaube man sich darauf hinzuweisen, daß der österreichische akademische Grad &amp;quot;Diplom-Ingenieur&amp;quot; entweder in dieser Form oder in der Abkürzung &amp;quot;Dipl.Ing.&amp;quot; geführt werden könne. Besonders verwerflich sei die - immer häufiger in Briefadressen aufscheinende - Bezeichnung &amp;quot;Dl&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird gebeten, in geeigneter Weise auf diese Bestimmungen hinzuweisen. Das sind unsere Sorgen im März 1990. Daß zur selben Zeit in Osteuropa kein Stein auf dem anderen bleibt; daß zur selben Zeit in Westeuropa ein guter Teil des Waldes vom Wind geworfen wurde; daß eine weltweite Klimakatastrophe sich abzeichnet; daß die Verschuldung der 3. Welt weiter fortschreitet - was schert uns das. Eines unserer Ministerien schreibt bundesweit aus, daß die zunehmend falsche Abkürzung eines akademischen Titels mit Sorge beobachtet würde und, weil gesetzwidrig (§ 2 Abs. 1 und § 19 Abs. 7 des Bundesgesetzes über technische Studienrichtungen, BGBl. Kr. 29G/1959; § 2 Abs- 1 und § 13 Abs. 5 des Bundesgesetzes über montanistische Studienrichtungen, BGBl. Nr. 291/1969; § 2 Abs. 1 und § 12 Abs. 5 des Bundesgesetzes über Studienrichtungen der Bodenkultur, BGBl. Nr. 292/1969) abzustellen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dipl. Ing. W. Hofinger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trivia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politisches]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1990]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 15:52:07 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Titelordnung</comments>		</item>
		<item>
			<title>Transit</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Transit</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum=? 1998&lt;br /&gt;
| kategorien= Transit; 1998&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer gezwungenermaßen in den Nacht von Sonntag auf Montag über die Brennerautobahn fährt, und damit in die eine Elefantenjagd dieser Größenordnung gerät, der muß am der Kompetenz der Menschheit, Probleme zu lösen, zweifeln. Wer bei dreißig Fahrten im Inntal, auf der Bahn wie auf Straßen, nicht ein einziges Mal einen Zug den Sautrog, die Eisenbahnumfahrung Innsbrucks, benützen sieht, wird an der Sinnhaftigkeit des Sautrogs zweifeln.&lt;br /&gt;
Er sei daran erinnert, was der EU-Kommissär auf der Vollversammlung der LWKammer sagte - daß nämlich in Hinkunft 90 Prozent aller Entscheidungen in Brüssel fallen. LH Weingartner darauf sofort: Das heißt, wenn von den verbleibenden 10 Prozent wieder 90 Prozent in Wien entschieden werden, daß für Tirol gerade noch ein Prozent, ein Hundertstel bliebe ...? Fischler: Du sagst es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Freiheit im Verkehr wird über uns kommen. Schon jetzt ist, etwa in den Morgenstunden, die Kolonne der Fernlaster ohne Unterbrechung. Daher muß auch das Nachtfahrverbot fallen, und die Feiertagsruhe. Wenn die derzeitigen Zuwachsraten anhalten, und die Schweiz weiterhin stur bleibt, ist mit einer Verdoppelung in zwanzig Jahren zu rechnen. Widerstand sei angesagt, bis hinauf zu Bischof und Politikern? Er ist ohne jede Aussicht auf Erfolg. Deshalb bin ich aus der Anti-Transit-Bewegung ausgestiegen. Zum Bombenlegen bin ich nämlich zu feige.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1998]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 15:49:36 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Transit</comments>		</item>
		<item>
			<title>Transit</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Transit</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer gezwungenermaßen in den Nacht von Sonntag auf Montag über die Brennerautobahn fährt, und damit in die eine Elefantenjagd dieser Größenordnung gerät, der muß am der Kompetenz der Menschheit, Probleme zu lösen, zweifeln. Wer bei dreißig Fahrten im Inntal, auf der Bahn wie auf Straßen, nicht ein einziges Mal einen Zug den Sautrog, die Eisenbahnumfahrung Innsbrucks, benützen sieht, wird an der Sinnhaftigkeit des Sautrogs zweifeln. &lt;br /&gt;
Er sei daran erinnert, was der EU-Kommissär auf der Vollversammlung der LWKammer sagte - daß nämlich in Hinkunft 90 Prozent aller Entscheidungen in Brüssel fallen. LH Weingartner darauf sofort: Das heißt, wenn von den verbleibenden 10 Prozent wieder 90 Prozent in Wien entschieden werden, daß für Tirol gerade noch ein Prozent, ein Hundertstel bliebe ...? So ist es. Die große Freiheit im Verkehr wird über uns kommen. Schon jetzt ist, etwa in den Morgenstunden, die Kolonne der Fernlaster ohne Unterbrechung. Daher muß auch das Nachtfahrverbot fallen, und die Feiertagsruhe. Wenn die derzeitigen Zuwachsraten anhalten, und die Schweiz weiterhin stur bleibt, ist mit einer Verdoppelung in zwanzig Jahren zu rechnen. Widerstand sei angesagt, bis hinauf zu Bischof und Politikern? Er ist ohne jede Aussicht auf Erfolg. Deshalb bin ich aus der Anti-Transit-Bewegung ausgestiegen. Zum Bombenlegen bin ich nämlich zu feige.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1998]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 15:48:32 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Transit</comments>		</item>
		<item>
			<title>Transitforum Rede</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Transitforum_Rede</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Platz vor der Basilika Wilten&lt;br /&gt;
| texttyp = Rede&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= 9. Juni 1987&lt;br /&gt;
| kategorien= Transit; 1987&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2= leicht entschärfte Fassung für die Presse - erschienen ist die gehaltene!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;artikel90&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Neid müssen die Menschen im Wipptal auf die Bäume schauen: Ein Heer von Fachleuten ist dabei, die Auswirkungen des Transitverkehrs auf die Gesundheit der Bäume zu untersuchen. Und die Gesundheit der Menschen? Wer untersucht die, und schreit die Ergebnisse hinaus? Ganz anders die Forstleute: Sie messen nicht nur, sie reden und schreiben, auch wenn es der eigenen Karriere nicht förderlich ist. Es gibt einen Waldzustandsbericht Wiptal, der nur unter der Budel zu haben ist, - seine Veröffentlichung könnte ja die Autobahn verärgern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Presseförderung über die Inserate hat sich für die Autobahn mehrfach ausgezahlt. Wer einen Wald an der Transitroute besitzt oder wer, wie ich, für seine Gesundheit beruflich kämpfen muß, der muß für diese Demonstration sehr dankbar sein. Die Bäume können sich nicht zu Wort melden. Wenn Sie hier als Nichtwaldbesitzer für den Wald und seine Gesundheit, seine Sicherung in der Zukunft demonstrieren, dann gebührt Ihnen dafür der Dank aller Waldbesitzer, der kleinen Bauern wie der großen Agrargemeinschaften, entlang der Alptraumstraße der Alpen. Jenen, die die große Demonstration verboten haben, wäre es recht, wenn an einem Dienstag im November eine der beiden Fahrbahnen für ein paar Minuten unterbrochen würde. Der heutige 19. Juni wird in die Geschichte Tirols, das angeblich die älteste Festlanddemokratie ist, als pechschwarzer Tag eingehen. Jene, die durch ihre überladenen Schwerfahrzeuge täglich Terror und Gewalt ausüben, bleiben unbehindert. Behindert und kriminalisiert wird, wer sich im Interesse des Waldes, der Wiesen, der Gärten und Häuser, vor allem aber im Interesse der Gesundheit der Menschen dagegen wehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verkehrs- und Umweltpolitik unseres Landes ruht - ich sage das vor der Kirche &amp;quot;Maria unter den vier Säulen&amp;quot; ganz bewußt - ebenfalls auf vier Säulen:&lt;br /&gt;
* Verkehr ist Leben - noch mehr Verkehr ist also noch mehr Leben.&lt;br /&gt;
* Dürre Bäume hat es immer gegeben.&lt;br /&gt;
* Der Transitverkehr dient der Arbeitsplatzförderung.&lt;br /&gt;
* Bayern befiehl, wir folgen Dir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal wache ich in der Nacht schweißgebadet auf, weil ich wieder einmal von einem Land ohne Bäume geträumt habe. Das ganze Land wird dann mehr oder weniger unbewohnbar sein. Dann wird man fragen, wo damals, als das alles ausbrach, die Fachleute waren, die das alles erkennen hätten sollen und deren Pflicht es gewesen wäre, laut und deutlich zu warnen. Wir warnen, halten Vorträge, schreiben. Wenn wir weiterhin so wenig gehört werden, wird die Katastrophe auf uns und unsere Kinder und Enkel herabkommen. Weil wir das nicht hinnehmen, sind wir Anarchisten. Die Ruhe ist des Bürgers erste Pflicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stephanus und Laurentius sind die Patrone von Wilten. Sie sind für ihre Überzeugung in den Tod gegangen - wie Andreas Hofer, Michael Gaismair, Otto Neururer. Und was tun wir? Wir lassen sterben: Den Wald, die Quellen, die Wiesen und Äcker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1987]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 15:45:10 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Transitforum_Rede</comments>		</item>
		<item>
			<title>Transitverkehr – sinnlos</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Transitverkehr_%E2%80%93_sinnlos</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= ?1986&lt;br /&gt;
| kategorien= Transit; 1986&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In all den Debatten, im Landtag und anderswo, über die Last des alpenüberschreitenden Transitverkehrs (man könnte es auch einfacher sagen: über den LKW-Terror) ist nie die Frage gestellt worden, ob denn dieser ganze Verkehr - auf Schienen oder Straßen - in diesem Umfang überhaupt notwendig ist. Ob da nicht vieles mutwillig, um einer Exportförderung willen, hin und her transportiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesagt wird, im kleinen Kreis und nie öffentlich, gelegentlich unter Berufung auf diesen und jenen Unternehmer: Es würden da Waren aus Italien nach Deutschland exportiert. In Deutschland wird umetikettiert und woanders hin, oder womöglich wieder nach Italien zurück, tranportiert, wofür der deutsche Exporteur eine Förderung erhält...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Güter werden nur deshalb herumgefahren, weil der Transport nach wie vor fast nichts kostet, trotz allen Geschreies über die Abgaben und Steuern. Wenn es sich lohnt, z.B. Bier, das doch zu einem großen Teil aus Wasser besteht, aus dem Rheinland ins Zillertal zu karren, obwohl die dort ein gutes Bier erzeugen, dann ist das der Beweis, wie billig Ferntransport immer noch sind. Bis zu hundert Laster am Tag transportieren Milch - die auch zum Großteil aus Wasser besteht -aus Bayern in die Poebene. Und sie fahren fast alle leer zurück ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Million Fernlaster fahren jährlich über den Brenner. Bis man mir das Gegenteil beweist, bleibe ich bei meiner Vermutung, daß über die Hälfte all dieser Fahrten ohne Schaden für die Wirtschaft unterbleiben könnte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1986]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 15:40:38 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Transitverkehr_%E2%80%93_sinnlos</comments>		</item>
		<item>
			<title>Turbukühe</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Turbuk%C3%BChe</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;/* {{PAGENAME}} */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum=Oktober 1996&lt;br /&gt;
| kategorien= nicht gedruckt; Viehzucht; Biochemie Kundl; 1996&lt;br /&gt;
| anmerkungen=auf Weisung von Georg K. nicht gedruckt&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{Turbokühe}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Auftrag von Monsanto erzeugt die Biochemie in Kundl jenes synthetische Hormon, daß bei lächerlich gering gesteigertem Futterbedarf die Milchleistung um ein Fünftel und mehr steigern soll. Das bovine Somatropin, abgekürzt rBST. Als vor vielen Jahren eine Gruppe von Neugierigen in Kundl nachfragte, was es mit dem Zeug auf sich habe, da wurden wir ganz ungläubig angeschaut. Ob es uns wirklich ernst mit unserem Einwand sei? Ob wir nicht nur einen Spaß machten? Ihnen, so versicherten die tüchtigen Chemiker und Betriebswirte, sei es einfach undenkbar, daß man gegen so ein Mittel irgendetwas einwenden könnte. Bei gleichem Einsatz von Mitteln mehr Leistung, bei etwas mehr Einsatz eine wesentlich höhere Leistung! Nur Bauernvertreter könnten da Zweifel anmelden. Stelle man einem Strumpferzeuger eine Maschine hin, die aus weniger Erdöl mehr Strümpfe macht - er würde sofort zugreifen. Mag schon sein - nur ist eine Kuh halt keine Strumpfmaschine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den USA wird nun ein deutlicher Rückgang im rBST-Absatz gemeldet. Und das, obwohl die mit Hilfe dieses Hormons getriebene Milch gar nicht als solche gekennzeichnet sein muß. Offenbar sind mehrere Farmer draufgekommen, daß eine Kuh keine Eiweißfabrik ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nicht gedruckt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Viehzucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biochemie Kundl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1996]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 15:37:54 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Turbuk%C3%BChe</comments>		</item>
		<item>
			<title>Turbukühe</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Turbuk%C3%BChe</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum=Oktober 1996&lt;br /&gt;
| kategorien= nicht gedruckt; Viehzucht; Biochemie Kundl; 1996&lt;br /&gt;
| anmerkungen=auf Weisung von Georg K. nicht gedruckt&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Auftrag von Monsanto erzeugt die Biochemie in Kundl jenes synthetische Hormon, daß bei lächerlich gering gesteigertem Futterbedarf die Milchleistung um ein Fünftel und mehr steigern soll. Das bovine Somatropin, abgekürzt rBST. Als vor vielen Jahren eine Gruppe von Neugierigen in Kundl nachfragte, was es mit dem Zeug auf sich habe, da wurden wir ganz ungläubig angeschaut. Ob es uns wirklich ernst mit unserem Einwand sei? Ob wir nicht nur einen Spaß machten? Ihnen, so versicherten die tüchtigen Chemiker und Betriebswirte, sei es einfach undenkbar, daß man gegen so ein Mittel irgendetwas einwenden könnte. Bei gleichem Einsatz von Mitteln mehr Leistung, bei etwas mehr Einsatz eine wesentlich höhere Leistung! Nur Bauernvertreter könnten da Zweifel anmelden. Stelle man einem Strumpferzeuger eine Maschine hin, die aus weniger Erdöl mehr Strümpfe macht - er würde sofort zugreifen. Mag schon sein - nur ist eine Kuh halt keine Strumpfmaschine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den USA wird nun ein deutlicher Rückgang im rBST-Absatz gemeldet. Und das, obwohl die mit Hilfe dieses Hormons getriebene Milch gar nicht als solche gekennzeichnet sein muß. Offenbar sind mehrere Farmer draufgekommen, daß eine Kuh keine Eiweißfabrik ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nicht gedruckt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Viehzucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biochemie Kundl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1996]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 15:37:16 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Turbuk%C3%BChe</comments>		</item>
		<item>
			<title>Ungeklärte Sache</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Ungekl%C3%A4rte_Sache</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;/* {{PAGENAME}} */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = AgroBonus [[Kategorie:AgroBonus]]&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum=Heft 11-12 1994&lt;br /&gt;
| kategorien= Klärschlamm; 1994&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland ist - nach langem hin und her - ein Fonds zu Abdeckung allfälliger Schäden nach der Verwendung von Klärschlamm eingerichtet worden. Gespeist wird dieser Fonds, in dem bis zu 250 Mio Mark Platz finden sollen, von den Erzeugern des Schlammes; also letztlich von den Konsumenten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das? Die Ausbringung eines so wertvollen Düngers, die Rückführung von biogenen Stoffen in den Kreislauf soll so gefährlich sein? So gefährlich, daß man für die zu erwartenden Schäden einen eigenen Fonds einrichten muß - weil sich die Versicherungen weigern, das alles zu versichern. Dieselben Anstalten übrigens, die nach wie vor Atomkraftwerke versichern.&lt;br /&gt;
Von wem, so fragt sich der biedere Staatsbürger, soll man rechnen lernen, wenn nicht von den Versicherungen? Nun brauchen sie sich aber nicht mehr die Hände mit Klärschlamm schmutzig zu machen, weil es einen Fonds gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, in Deutschland. Bei uns ist da noch vieles ungeklärt. In manchen Ländern, in denen natürlich von &amp;quot;der Landwirtschaft&amp;quot; erwartet wird, daß sie ihre Flächen für die Ablagerung des Klärschlammes freudig zur Verfügung stellt, wird mit großem Druck verlangt, daß bis zum letzten Einschichthof alle an das Kanalnetz angeschlossen werden. In Tirol gibt es Almen, von denen im Winter die Abwässer der Skifahrer ins Klärwerk abgeleitet werden; im Sommer wird - allerdings noch nicht über dieselbe Leitung, sondern mit dem Druckfaßl - Klärschlamm auf der Alm verspritzt. Wer dafür ist, daß man das Zeug dann doch gleich oben lassen könnte, wird als tumber Laie beiseite geschoben. Ob man denn nicht wisse, wie hygienisch der Schlamm das Werk verlasse? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trinken kann man die Überwässer so eines Wunderwerkes, demonstrierten vor ein&lt;br /&gt;
paar Jahren Wiener Gemeindepolitiker. Der Vogel wurde aber doch auf einer Kammersitzung abgeschossen, als einer meinte, die Bauern dürften in dieser Frage die armen (bäuerlichen) Bürgermeister nicht in der Jauche stehen lassen. Das schien ihm denn doch wichtiger als die Gesundheit der Böden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klärschlamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1994]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 15:34:13 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Ungekl%C3%A4rte_Sache</comments>		</item>
		<item>
			<title>Unordnung</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Unordnung</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum=21. November 1991&lt;br /&gt;
| kategorien= Golf; Raumordnung; 1991&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist frivol, das Wort &amp;quot;Golfkrieg&amp;quot; für die Auseinandersetzung zwischen Golfplatzgegnern und -befürwortern zu gebrauchen. Auch wer (wie ich) gegen eine kräftige Sprache nichts einzuwenden hat, und auch wer (wie ich) dagegen ist, daß das Land mit einer Kette von Golfplätzen überzogen wird, soll bedenken: Das Wort &amp;quot;Golfkrieg&amp;quot; ist schon besetzt. Es steht für vieles, das wir alle wieder ganz gern schnell vergessen haben; es steht für unermeßliches Leid bei Kuwaitis, Irakern und Kurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemessen an dem allen ist die Frage, ob ein paar Wiesen mehr auf Dauer zu einem Kunstgebilde namens Golfplatz umgestaltet werden, ein Lercherl, wie die Wiener sagen. In den zum Teil sehr eigenartig geführten Golfdiskussionen wurde immer wieder gesagt: Golfplätze seien der letzte Hebstecken gegen die totale Zersiedelung des Landes. Nur die jeweils 50 bis 80 Hektar großen Golfplätze sichern, daß es - etwa im Raum Kitzbühel - noch unverbaute Flächen gibt Wäre vor Reith, wäre um das Schloß Kaps jeweils kein Golfplatz, dann wären auch diese Gebiete garantiert mit Villen der Flicks, Quandts und anderer Geldleute zugepflastert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dieses ernsthaft behauptet, unterstellt und nimmt als gegeben hin, daß es eine funktionierende Raumordnung nicht gibt. Stimmt das, dann ist, auch ohne drohende EG und EWR, die Raumordnung künftig so ernst zu nehmen, wie es der Gesetzgeber will. Mit Golfplätzen die Zersiedlung aufhalten zu wollen, ist, wie wenn man mit Fußabhacken einen Fußpilz bekämpfen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Golf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumordnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1991]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 15:30:31 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Unordnung</comments>		</item>
		<item>
			<title>Symposium Innsbruck 1968</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Symposium_Innsbruck_1968</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;artikel90&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Artikel&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= 19. September 1968&lt;br /&gt;
| kategorien= Raumplanung; 1968&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort Symposium kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet nichts anderes als &amp;quot;Trinkgelage&amp;quot;. Wie der Leser vermutet, hat das Wort im Laufe der Zeit einen Bedeutungswandel erfahren. Zunächst bezeichnete man mit Symposium auch die klugen Gespräche, welche man nach dem Essen beim Trinkgelage führte; heutzutage ist ein Symposium nur mehr ein gescheites Gespräch, allenfalls über eine staubtrockene Materie und mit trockener Kehle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Innsbrucker Symposium 1968, in der Vorwoche veranstaltet vom &amp;quot;Ständigen Ausschuß für historische Stadtviertel&amp;quot; und vom Gesprächskreis &amp;quot;Die Erneuerung unserer Städte, Märkte und Dörfer&amp;quot;, behandelte eine Materie, die für die Leser der Bauernzeitung von relativ wenig Belang ist. Über Fragen der Altstadtsanierung brauchen sie sich nicht den Kopf zu zerbrechen. Daß das alles die Landwirtschaft nichts angeht, spürten auch die Veranstalter, in dem sie Anmeldungen zum Symposium etwa von Seiten der Landwirtschaftskammer unbeachtet ließen. Eine am Schluß der Tagung veröffentlichte Resolution, die vor allem das Finanzierungsproblem angriff, ging in einem - wenn auch nicht klar formulierten - Absatz auf eine Frage ein, die auch die Landwirtschaft berührt. Es heißt da wörtlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Schutz der Landschaft soll eine fortschrittliche landwirtschaftliche Bewirtschaftung nicht hindern, andererseits soll die Bodennutzung im Einklang bleiben mit dem Wert der Landwirtschaft. Eine Veränderung der Landwirtschaft darf nur unter Beibehaltung der ästethischen Werte oder bei Schaffung neuer Kulturwerte durchgeführt werden, damit die Landschaft ihre Eigenart nicht verliert.&lt;br /&gt;
Das steigende Bedürfnis der Bevölkerung, in ihrer Freizeit nicht nur die nähere Umgebung aufzusuchen, sondern weiter entfernt liegende Erholungs-Landschaften, führt zu einer Überbelastung der am meisten besuchten Orte. Man sollte daher das ganze Land, sämtliche land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen über die jeweiligen Staatsgrenzen hinaus, als zu schützendes Gut und zu pflegendes Hinterland der Städte und Ballungsräume betrachten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist üblich geworden, Tagungen dieser Art damit zu eröffnen, daß man Vertreter des Landes, in dem man tagt, ihre Heimat vorstellen läßt. Für die Stadt besorgte dies der Stadtbaudirektor von Innsbruck, Dipl. Ing. Rudolf Stuefer, für das Land Hofrat Dipl. Ing. Hans Weingartner vom Amt&lt;br /&gt;
der Tiroler Landesregierung. Hofrat Weingartner sprach über die Tiroler Dörfer, ihre historische Entwicklung und ihre künstige Funktion im ländlichen Raum eines Berglandes. Der Redner beschränkte sich vor allem auf die historische Entwicklung und zeigte auf, was vom Land her alles unternommen wird, um die derzeitige Funktion der Dörfer zu erhalten - was sie wiederum in die Lage versetzen soll, ihre Aufgabe auch in Zukunft zu erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein so ausgesprochenes Fremdenverkehrsland wie Tirol hat sein Hauptkapital in seinem ausgedehnten Erholungsraum. Die Natur hat uns hier reich gesegnet. Bei der zunehmenden Verdichtung müssen wir in Zukunft nur noch mehr trachten, den rechten Weg zu finden zwischen dem verständlichen Erwerbssinn des Einzelnen und der Erhaltung und Pflege der Kultur- und Naturlandschaft, Das wird auch in Zukunft nicht immer leicht sein. Aber zum Nutzen der am Fremdenverkehr Beteiligten - und das sind viele - sehen Gott sei Dank immer mehr ein, daß nicht nur ihr Haus, ihre gute Küche und ihr freundliches Wesen die Anziehung ausmacht, sondern daß ein gut erhaltenes Baugesicht, ein gepflegtes Dorf und vor allem eine intakt gehaltene natürliche Landschaft wesentlich dazu beitragen, den fremden Gast zum Verweilen einzuladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfleger und Erhalter dieser Naturlandschaft sind unsere Bergbauern. Sie haben heute einen schweren Stand. Gewiß lebten sie durch die Jahrhunderte herauf immer etwas karger als ihre Freunde im Tal: aber das Gefälle wird immer krasser. Es wenigstens teilweise ausgleichen zu helfen, ist eine brennende Aufgabe der Gesellschaft, der Gemeinde, des Landes und des Staates. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben schon eingangs gesagt, daß wir von einer merklichen Höhenflucht nicht sprechen können und daß im Land Tirol diese eigentliche Kampfzone menschlicher Tätigkeit besonders betreut wird. Aber trotz aller unserer Anstrengungen sind mit 1. Jänner 1968 noch 3.935 Höfe mit einem LKW nicht erreichbar. Und erst mit der Erschließung beginnt ein neuzeitliches Leben auf dem Berghof, können die notwendigen Investitionen getätigt werden. Der Erschließung der Höfe, Wälder und Almen kommt auch eine besondere Bedeutung für die Erweiterung des Erholungsraumes zu. Wir werden alle unsere Anstrengungen für die Aufrüstung unserer Berghöfe in der Zukunft noch intensivieren müssen. Unsere Bergbauern haben einen großen Selbstbehauptungswillen. Die Gesellschaft muß ihren Bestrebungen nur zu Hilfe kommen, sie verdienen es. Und die Gesellschaft schuldet diese Hilfe ihren Gärtnern der Berglandschaft.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumplanung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1968]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 14:49:31 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Symposium_Innsbruck_1968</comments>		</item>
		<item>
			<title>Stolz auf was?</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Stolz_auf_was%3F</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= ?März 2001&lt;br /&gt;
| kategorien=Patriotismus;Deutschland;2001&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht deutsche Fernsehsender schaut und keine deutschen Zeitungen liest, wird nicht mitbekommen haben, was seit Wochen die deutsche Politik bewegt: Ob man als Deutscher stolz darauf sein darf, ein Deutscher zu sein. Eine Frage, die jeder Brite und jeder Franzose, von den Spaniern ganz zu schweigen, nicht verstehen wird. Was sonst als unendlich stolz sind die alle darauf, Briten, Franzosen, Spanier und so fort zu sein! Trotz aller wenn und aber, trotz aller Schwächen -sie lieben ihr Land und sie sind auf vieles daran stolz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Deutschen, nach allem, was sie (und die Österreicher mit ihnen) dem Rest von Europa im letzten Jahrhundert angetan haben, da ein wenig vorsichtiger sind, ist nur gut und recht. Die Diskussion war zum Teil, wenn sich nicht gerade Minister Jürgen Trittin daran beteiligte, sogar recht witzig. Der Bundespräsident sagte, man könne nur auf das stolz sein, was man selbst geschaffen habe; sagte ein anderer drauf: Er sei auf seine Eltern stolz, und die habe er nun wirklich nicht gemacht ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kann man als Österreicher auf Österreich stolz sein? Jeder wird seine eigene Antwort haben. Ein Vorschlag, wenn man wieder einmal in seiner Liebe zum Land - klingt besser als Stolz - schwergeprüft wird: Hinausschauen in die weite Welt, und ein Land suchen, das wirklich besser ist. Sie sind, nehmt alles nur in allem, vielfach schlechter. Also seien wir &amp;quot;Stolz auf Holz&amp;quot;, und glücklich/unglücklich verliebt in Österreich. Trotz allem.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Patriotismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2001]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 14:41:21 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Stolz_auf_was%3F</comments>		</item>
		<item>
			<title>Spielsucht ist eine Krankheit</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Spielsucht_ist_eine_Krankheit</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= ?2005&lt;br /&gt;
| kategorien= Fussball; Spielsucht; Peter Rapp; 2005&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens: Fußball ist der Sport der kleinen Leute. Wer von uns kann sich schon Golfen oder Tiefseetauchen, wer kann sich Ballonfahren leisten? Nicht zufällig ist der deutsche Fußballbund der größte Sportverband der Welt. Alle haben wir Fußball gespielt, alle haben wir einen Lieblingsklub (Rapid Wien ist meiner, ganz unbegründbar, aber es ist so). Daher ist der Schock über die Manipulation im Fußball so groß und weit verbreitet. Was haben die Kerle unserem Fußball angetan!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens: Die Spielsucht ist die am schwersten heilbare Sucht, ja, sie ist im Grunde unheilbar. Deshalb wohl tut das öffentlich-rechtliche Fernsehen alles, um den Ausbruch dieser Sucht zu fördern. Es gibt dafür ein Dutzend einschlägig tätige Sendungen; es gibt einen Moderator, Peter Rapp heißt er, der vor Gericht zugegeben hat, spielsüchtig zu sein - und er warnt nicht andere davor, süchtig zu werden, sondern er fördert dieses Verhalten bei anderen ungeniert durch diese Sendungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drittens: Geldgier und Dummheit sind offenbar grenzenlos. Der nun geständige deutsche Schiedsrichter hat um vergleichsweise wenig Geld sein weiteres Leben verpfuscht. Wie dumm er dabei vorgegangen ist, kann eigentlich nicht mehr überboten werden. Wenn dann noch die Balkanmafia dazu kommt, ist alles beisammen. Und unser Fußball ist auf ewig beschädigt. Da hilft kein Gerichtsurteil, da hilft kein Geflenne der Funktionäre.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fussball]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spielsucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Peter Rapp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2005]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 14:36:39 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Spielsucht_ist_eine_Krankheit</comments>		</item>
		<item>
			<title>Spielsucht ist eine Krankheit</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Spielsucht_ist_eine_Krankheit</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;/* {{PAGENAME}} */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= ?2005&lt;br /&gt;
| kategorien= Fussball; Spielsucht; Peter Rapp; 2005&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=artikel300&amp;gt;&lt;br /&gt;
={{PAGENAME}}=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens: Fußball ist der Sport der kleinen Leute. Wer von uns kann sich schon Golfen oder Tiefseetauchen, wer kann sich Ballonfahren leisten? Nicht zufällig ist der deutsche Fußballbund der größte Sportverband der Welt. Alle haben wir Fußball gespielt, alle haben wir einen Lieblingsklub (Rapid Wien ist meiner, ganz unbegründbar, aber es ist so). Daher ist der Schock über die Manipulation im Fußball so groß und weit verbreitet. Was haben die Kerle unserem Fußball angetan! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens: Die Spielsucht ist die am schwersten heilbare Sucht, ja, sie ist im Grunde unheilbar. Deshalb wohl tut das öffentlich-rechtliche Fernsehen alles, um den Ausbruch dieser Sucht zu fördern. Es gibt dafür ein Dutzend einschlägig tätige Sendungen; es gibt einen Moderator, Peter Rapp heißt er, der vor Gericht zugegeben hat, spielsüchtig zu sein - und er warnt nicht andere davor, süchtig zu werden, sondern er fördert dieses Verhalten bei anderen ungeniert durch diese Sendungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drittens: Geldgier und Dummheit sind offenbar grenzenlos. Der nun geständige deutsche Schiedsrichter hat um vergleichsweise wenig Geld sein weiteres Leben verpfuscht. Wie dumm er dabei vorgegangen ist, kann eigentlich nicht mehr überboten werden. Wenn dann noch die BalkanMafia dazu kommt, ist alles beisammen. Und unser Fußball ist auf ewig beschädigt. Da hilft kein Gerichtsurteil, da hilft kein Geflenne der Funktionäre.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fussball]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spielsucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Peter Rapp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2005]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 14:36:11 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Spielsucht_ist_eine_Krankheit</comments>		</item>
		<item>
			<title>Steinreich</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Steinreich</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Kommentar&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= September 1990&lt;br /&gt;
| kategorien= Mutters; Natters; Sport; Wohlstand; 1990&lt;br /&gt;
| anmerkungen=&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Wird für ein bestimmtes Anliegen Geld gebraucht, dann wird immer wieder gesagt: Ebbe in allen öffentlichen Kassen! Und plötzlich gibt es dann doch wieder schöne Belege dafür, daß wir ein sehr reiches Land sind; daß wir offenbar doch im Geld schwimmen müssen. Beispiel gefällig?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mutterer Weg, die Verbindung dieses schönen Dorfes mit der Brennerstraße, hatte bis vor kurzem an seinem unteren Ende eine &amp;quot;Engstelle&amp;quot;. Manche meinten, die habe auch ihre Vorteile, weil so jene Lenker, die von Mutters kommend hier auf die Natterer treffen und dann in die Brennerbundesstraße einbiegen, gezwungen wären, abzubremsen. Um diesen Engpaß von 6 Meter auf 7 Meter zu verbreitern, wurde eine erst zwanzig Jahre alte, 10 Meter hohe Steinmauer abgetragen und einen Meter bergwärts versetzt. Kosten: 1,6 Mio. S.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nächstes Wochenende wird die Mattenschanze in Stams eröffnet Als dort vor Jahren das Skigymnasium gebaut wurde, da hat man ein bereits genehmigtes Projekt wieder zurückgezogen, weil es auf die Silhouette des Stiftes zuwenig Rücksicht nahm. Bei den beiden Schanzen war man da nicht so kleinlich. Das Beste an der ganzen Anlage aber ist der Sessellift: damit die armen Burschen nicht für jeden Trainingssprung zu Fuß den Anlauf ersteigen müssen, hat man ihnen einen Lift gebaut. Weltcupschanzen kommen noch immer ohne Lift aus. Aber wir haben Geld wie Heu.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiroler Bauernzeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mutters]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:1990]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 14:33:48 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Steinreich</comments>		</item>
		<item>
			<title>Soziales Pflichtjahr für Mädchen?</title>
			<link>http://www.hofinger.eu/wikih/Soziales_Pflichtjahr_f%C3%BCr_M%C3%A4dchen%3F</link>
			<description>&lt;p&gt;Redakteur:&amp;#32;&lt;/p&gt;
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{{Infobox Publikation&lt;br /&gt;
| autor = Winfried Hofinger&lt;br /&gt;
| medium = ? Tiroler Bauernzeitung&lt;br /&gt;
| texttyp = Artikel&lt;br /&gt;
| erscheinungsdatum= ?1966&lt;br /&gt;
| kategorien=Gesellschaftliches; 1966&lt;br /&gt;
| anmerkungen= 1. Artikel in Kammer&lt;br /&gt;
| anmerkungen2=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Jugend sei frech, verdorben und rücksichtslos, steht schon in den ältesten schriftlichen Dokumenten zu lesen, die die Menschheit besitzt - auf über 3000 Jahre alten persischen Keilschrifttafeln, Wie schlecht es um unsere heutige Jugend bestellt ist, wollte in letzten Schuljahr die Landeslandwirtschaftskammer für Tirol wissen. Zu diesem Zweck wurden 328 Mädchen zwischen 16 und 13 Jahren aus allen Schichten der Bevölkerung Tirols gefragt, was sie von der Einführung eines &amp;quot;Sozialjahres&amp;quot; halten. Was dabei herauskam, legt nahe, liebgewonnene Pauschalurteile zu vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mädchen wurden zur oben genannten Hauptfrage behutsam hingeführt. Die erste Frage lautete: &amp;quot;Hast Du&amp;quot; - besser wäre wohl gewesen: &amp;quot;Haben Sie&amp;quot; - &amp;quot;schon von einem freiwilligen Einsatz im Sozialdienst gehört?&amp;quot; 267 Mädchen oder 81,5 % hatten schon von so etwas gehört. Haushaltungsschülerinnen, Lehrlinge und Landmädchen weniger als Mittelschülerinnen. Von diesen schrieb eine: &amp;quot;Natürlich!&amp;quot;, als ob die Frage an sich schon eine Beleidigung darstelle. Von der 8b in der Sillgasse hatten alle schon davon gehört. 10 Mädchen wußten und schrieben vom NS-Arbeitsdienst ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Beantwortung der nächsten Frage, ob man den Beruf einer Krankenschwester, Fürsorgerin, Kindergärtnerin oder Familienhelferin ohne Idealismus ausüben könne, waren sich die Befragten ziemlich einig: genau 300 oder 91,5 % waren der Meinung, daß das nicht möglich sei.&lt;br /&gt;
Die dritte Frage hieß: &amp;quot;Hast Du selbst schon die Fürsorge einer Krankenschwester usw. beansprucht?&amp;quot; 228 oder 70% hatten das. Viele Mädchen schrieben nach ihrem &amp;quot;Ja&amp;quot; einige rührende Worte über das hohe Berufsethos der Krankenschwester, der sie begegnet waren. Diese Frage passt eigentlich nicht ganz zum Thema. Ja, sie ist eine Suggestivfrage zur folgenden.&lt;br /&gt;
Die 4. Frage: &amp;quot;Würdest Du es für richtig halten, daß gesetzlich ein solcher Sozialdienst eingeführt würde?&amp;quot; brachte das sehr bemerkenswerte Ergebnis: 158 oder 48% der Mädchen stimmten mit &amp;quot;ja&amp;quot;, 170 oder 52% mit &amp;quot;nein&amp;quot;. Nach Berufen aufgegliedert stimmten&lt;br /&gt;
dafür 58% der Lehrlinge, Angestellten und Hilfsarbeiterinnen,&lt;br /&gt;
60% der LBA-Mädchen, 53% der 7. und 26% der 8. Klasse des Realgymnasiums, 48% der Schülerinnen der Bildungsanstalt für Arbeitslehrerinnen, 44% der befragten Haushaltsschülerinnen, 23% der Schülerinnen der Ferrarischule und alle Landmädchen. Vor allem die Halbierung der Prostimmen von der 7. und 8. Klasse Realgymnasium ist interessant!&lt;br /&gt;
Zum Fünften wurde gefragt, wie lange so ein Pflicht&amp;quot;Jahr&amp;quot; sein solle. Logischerweise hätten hier die 170 Nein-Sagerinnen der 4. Frage Null schreiben müssen; tatsächlich taten dies nur 63. Die restlichen 107 machten munter Zeitangaben von 1-12 Monaten. Das Mittel aus allen Zeitangaben, auch die 63 Nullen mit eingerechnet, ergibt recht genau 6 Monate, wobei 6 Monate selbst am öftesten genannt wurden. Die Bauernmädchen regten an, das Sozialjahr für sie in die Winterzeit zu verlegen; die Maturantinnen waren dafür, es im Sommer in Raten abzudienen.&lt;br /&gt;
Die Fragen 6-8 behandelten Gründe, die für und gegen solch ein Sozial-Halbjahr sprächen. Die Antworten verschließen sich zum Großteil einer statistischen Auswertung, hier sind vor allem die einzelnen Antworten interessant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage 6 lautete: &amp;quot;Würdest Du Dir Vorteile aus so einem Pflichtdienst für Dein späteres Leben erwarten und wenn ja, welche?&amp;quot; Nur 50 Mädchen, oder 15% gaben an, sie versprächen sich gar nichts davon. Das heisst, daß sich auch von denen, die die Frage 4 verneint haben (das waren, wie gesagt, 170) immerhin 120 sich etwas für ihr späteres Leben aus dem Sozialjahr erwarteten. Angegeben wurden Kenntnisse in Kochen, Kranken- und Kinderpflege, Umgang mit Menschen und anderes. Am öftesten nannten Lehrlinge und Gesellen die eigene Familie als Gewinner am Sozialjahr, LBA-Schülerinnen die eigene Reifung, die 7. Kl. Realgymnasium die künftigen eigenen Kinder, die 8. Kl. Realgymnasium allgemeine Erfahrungen; Arbeitslehrerinnen und Haushaltsschülerinnen versprachen sich hauptsächlich Kenntnisse in der Krankenpflege - Kochen lernen sie ja in der Schule; die Landmädchen nannten hauptsächlich die eigene Familie, die Ferrarischülerinnen erhofften sich mehrheitlich charakterliche Vorteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschränkend muß man dazusagen, daß viele Mädchen voneinander abgeschrieben haben. Man merkt das sofort, wenn ausgefallene Formulierungen oder Rechtschreibfehler in vielfacher Wiederholung auftreten. Diese offensichtlich abgeschriebenen Fragebögen wurden trotzdem ausgewertet. Jene Mädchen, die ungern nachdenken und gerne abschreiben, würden ja auch im Ernstfalle ohne Widerrede das tun, was ihnen ihre Vorbilder&lt;br /&gt;
vorsagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Bekenntnisse: &amp;quot;Man würde wieder einmal nachdenken, daß es nicht allen so gut geht wie einem selbst.&amp;quot; &amp;quot;Es würde meine zur Zeit geringe Selbstachtung gehoben.&amp;quot; Lustig: &amp;quot;Der Sozialdienst fordert viel Beherrschung. Solche zu lernen ist gut für den Umgang mit der künftigen Schwiegermutter.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage 7 hieß: &amp;quot;Welche Gründe sprechen gegen die Einführung eines solchen Dienstjahres?&amp;quot; Nichts spreche dagegen, meinten 75 Mädchen oder 23%; das sind solche, die es sich nicht leicht machen oder wirklich nichts dagegen einzuwenden hatten.&lt;br /&gt;
Hier hatten vor allem die Mädchen mit höherer Schulbildung Argumente bei der Hand. Von den Mädchen der 7. Kl. Realgymnasium waren, wie wir wissen, 53% für das Sozialjahr, doch hatten 90 % irgendetwas dagegen einzuwenden, von der 8. Klasse sogar 100%. Das ist leicht zu erklären: Die gestellten Fragen ergeben in Summa so etwas ähnliches wie die gängigen Aufsatzthemen -&amp;quot;Licht- und Schattenseiten im Charakter von Franz Moor&amp;quot;, &amp;quot;Welche Gründe sprechen für und wider die Todesstrafe&amp;quot; usw., - die ja auch mit seitenlangen Abhandlungen pro und contra und nicht mit einem schlichten &amp;quot;Ja&amp;quot; oder &amp;quot;Nein&amp;quot; beantwortet werden müssen.&lt;br /&gt;
Als Argumente gegen das soziale Pflichtjahr wurden genannt: Unterbrechung bezw. Aufschub der Berufsausbildung, Verdienstentgang, Nazi-Idee, usw. Vor allem aber: &amp;quot;Sozialdienste könnten nie und nimmer ohne Berufung und Begeisterung ausgeführt werden. &amp;quot;Arme Krankel&amp;quot; schrieb eine.&lt;br /&gt;
Daher wandten sich z.B. 2 Mädchen, die Krankenschwestern werden wollten, und 3, die schon am freiwilligen Sonntagsdienst teilgenommen hatten, besonders heftig gegen jeden gesetzlichen Zwang, weil sie darin eine Profanierung ihres hohen Berufszieles bezw. ihres Freizeitopfers sahen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage 8 lautete: &amp;quot;Welche Gründe aber sprechen dafür?&amp;quot; 47 Mädchen oder 14% meinten: gar keine. Viele hielten Frage 8 nicht ganz zu Unrecht nur für eine andere Formulierung von Frage 6. Es wurden denn auch kaum mehr neue Argumente dafür genannt. Ein Mädchen nannte als Vorteil, daß der Arbeitsmarkt entlastet würde - als ob er das nötig hätte! Eine würde sich darüber freuen, daß alle Stände gleich behandelt würden. Viele nannten Entlastung der Krankenschwestern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend wurden die Mädchen gefragt, ob sie es für möglich hielten, daß, falls der &lt;br /&gt;
gesetzliche Sozialdienst nicht eingeführt würde, Freiwillige für Sonntagsdienst usw. gewonnen werden könnten. Fast alle empfahlen Werbung, Propaganda und entsprechende Aufklärung, dann würden genug Freiwillige kommen, um überlasteten Müttern, Pflegerinnen und Krankenschwestern bereitwillig unter die Arme zu greifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaftliches]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1966]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 14:32:01 GMT</pubDate>			<dc:creator>Redakteur</dc:creator>			<comments>http://www.hofinger.eu/wikih/Diskussion:Soziales_Pflichtjahr_f%C3%BCr_M%C3%A4dchen%3F</comments>		</item>
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